Rödinghauser Ordnungsamt hat noch keine Corona-Bußgelder verhängt
Einhaltung der Quarantäne wird per Festnetzanruf geprüft

Rödinghausen (WB). Wer die Anordnung einer Quarantänemaßnahme missachtet, muss im Kreis Herford 1000 Euro Bußgeld zahlen. Auch in Rödinghausen haben die Mitarbeiter des Ordnungsamtes im Blick, dass niemand gegen diese Auflagen verstößt.

Freitag, 06.11.2020, 05:35 Uhr aktualisiert: 06.11.2020, 05:40 Uhr
In Rödinghausen haben die Mitarbeiter des Ordnungsamtes bislang noch keine Bußgelder im Zusammenhang mit Verstößen gegen die jeweils geltende Corona-Schutzverordnung verhängt – weder Bürger noch Einzelhändler seien auffällig geworden. Foto: dpa

„Das Gesundheitsamt teilt uns ja mit, wer infiziert ist, und unser Ordnungsamt überprüft die Einhaltung der Quarantäneanordnung entweder durch Anrufe auf dem Festnetz oder durch unangekündigte Besuche an der Haustür“, teilt Rödinghausens Gemeindesprecher Thomas Klüter auf Anfrage mit. Bislang habe es keine Beanstandungen diesbezüglich gegeben.

Aber scheinbar halten sich die Bürger der Wiehengemeinde seit Beginn der Virus-Pandemie in diesem Frühjahr geradezu vorbildlich an die Bestimmungen der jeweils geltenden Corona-Schutzverordnung. Denn entsprechende Bußgelder wegen möglicher Verstöße seien bislang noch nicht verhängt worden, wie es aus dem Rödinghauser Rathaus heißt.

Kommune setzt auf Einsicht

Zudem scheint die Verwaltung der knapp 10.000 Einwohner zählenden Kommune mehr auf die Einsicht der Bürger zu setzen, wenn die Mitarbeiter des Ordnungsamtes zu Kontrollen ausrücken. „Die Mitarbeiter des Ordnungsamts sind angewiesen, eher belehrend und hinweisend auf Menschen zuzugehen, die sich nicht an die Vorgaben halten. In den meisten Fällen konnten sie mit Fingerspitzengefühl für Einsicht sorgen“, erklärt Klüter. Daher seien bislang noch keine Bußgelder verhängt worden.

Laut dem Rathaussprecher halte sich der überwiegende Teil der Rödinghauser auch an die Maskenpflicht. Lediglich „in Ausnahmefällen“ hätten die Ordnungsamtsmitarbeiter die Bürger an die Maskenpflicht erinnern müssen.

Geschäfte würden zudem die Corona-Vorgaben stets umsetzen, so dass die Gemeinde hier bislang nicht habe eingreifen müssen. Das Ordnungsamt habe die Durchsetzung der Maßnahmen – etwa die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln – vor allem zu Beginn der Pandemie regelmäßig kontrolliert und die Geschäftsleute aufgesucht, so Klüter weiter.

Kontrolle von Fahrgästen

Auch die Fahrgäste in den öffentlichen Verkehrsmitteln – also den Buslinien – haben die Verwaltungsmitarbeiter genau im Auge. „Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes achten bei ihren Kontrollfahrten auf das Verhalten von Fahrgästen an den Haltestellen und weisen bei Nichteinhaltung auf die Maskenpflicht hin. In den Bussen sorgen die Busfahrer für die Einhaltung der Vorgaben“, betont der Gemeindesprecher.

Seit Donnerstag empfehle die Gemeindeverwaltung den Rödinghauser Bürgern zudem, das Rathaus oder andere Verwaltungsgebäude nur aufzusuchen, wenn vorher ein Termin vereinbart worden sei. „Die Erfahrung aus der Zeit der Pandemie, als das Rathaus schon mal verschlossen war, zeigt, dass die Rödinghauser das akzeptieren und sich daran halten“, betont Gemeindesprecher Klüter.

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