Erster Bauabschnitt des Rödinghauser Zentrums der Gemeinde der Christen fertiggestellt
Eine Vision wird Wirklichkeit

Rödinghausen (WB). „Die tollste Vision bringt nichts ohne die Menschen, die sie umsetzen.“ Dessen ist sich Adilson Fritz sehr wohl bewusst. Umso stolzer ist der Pastor der Gemeinde der Christen auf seine Schäfchen, denn die haben beim Ausbau des neuen Gemeindezentrums an der Bünder Straße kräftig angepackt.

Freitag, 05.06.2020, 11:38 Uhr aktualisiert: 05.06.2020, 11:40 Uhr
Hier, im ältesten Gebäudeteil, entsteht der Seniorentreff. Pastor Adilson Fritz sieht Sitzgelegenheiten, Beamer und fahrbare Trennwände schon vor seinem geistigen Auge. Foto: Daniela Dembert

Jetzt ist der erste Bauabschnitt fertiggestellt und Fritz würde gern mit der Gemeinde feiern. „Aber das geht ja momentan leider nicht. Am 10. Mai haben wir also ganz ohne Eröffnungsfeierlichkeiten mit den Gottesdiensten begonnen“, erzählt er und deutet in den Gottesdienstsaal, in dem etwa 70 Stühle übersichtlich verteilt sind. „Eigentlich haben wir hier Platz für 250 Menschen. Weil aber wegen des Infektionsschutzes nicht mehr rein dürfen, feiern wir jeden Sonntag zwei Gottesdienste.“

Der Saal ist stimmungsvoll beleuchtet und mit Bühnenpodesten samt Band-Equipment ausgestattet. Mehr als 2.300 Quadratmeter Raumfläche und ein großes Außengelände bieten den Gemeindegliedern reichlich Platz für facettenreiches Gestalten des Gemeindelebens.

Verschiedene Teams gebildet

Verschiedenste Nutzungen hat das Bauwerk an der Bünder Straße 87 bereits erfahren: vom Geschäftshaus bis zum Schankbetrieb. Ein Gemeindezentrum ist neu. Deshalb musste zunächst eine Nutzungsänderung beantragt werden.

2017 hatte die Freikirche das Gebäude erworben und dann nahezu komplett in Eigenleistung ausgebaut. Fritz erklärt: „Wir haben Teams für verschiedene Zuständigkeiten wie Sanitär, Elektro, Innenausstattung, Küche und Malerarbeiten gebildet. Ein Glücksfall ist unser Bauleiter Walter Nobis. Er kennt sich aus im Brandschutz und hat die Koordination der Bauabschnitte übernommen.“

Fertiggestellt sind neben dem Gottesdienstsaal die Sanitärräume, der Mutter-Kind-Raum, von dem aus Mütter den Gottesdienst durch ein Panoramafenster verfolgen können, während ihre Kinder spielen, die Küche, „natürlich von Häcker“, ein Konferenzraum und die Cafélounge. Letztere soll zum Herzstück der Begegnung werden.

Gäste sind willkommen

An der Theke und in den geschmackvollen Rundsitzecken können sich die Gemeindeglieder nach der Corona-Krise zum gemütlichen Austausch treffen. „Selbstverständlich sind uns auch Gäste immer herzlich willkommen“, betont Adilson Fritz.

Als nächstes steht der Ausbau von Räumen für den Seniorentreff und den Kindergottesdienst sowie ein Jugendraum, ein weiterer Konferenzraum, das Pastorenbüro und eine kleine FSJ-Wohnung auf dem Programm. Im Keller finden die Pfadfinder der Gemeinde, die Royal Rangers, Platz für ihr umfangreiches Material. „Die freuen sich schon riesig darauf, sich endlich auf der großen Wiese ausbreiten zu können.“ Auf selbiger kann die Freikirche künftig auch ihr Fußballcamp ausrichten und Gemeindefeste feiern. „Einfach super!“, freut sich Adilson Fritz.

Das neue Gebäude bedeutet für die Glaubensgemeinschaft, die sich nicht durch Kirchensteuern, sondern rein durch Spenden finanziert, einen Kraftakt. „Natürlich gab es am Anfang viele Skeptiker. Aber jeder hat im Rahmen seiner Möglichkeiten mit angepackt. Das hat viel Geld gespart. Und jetzt freuen sich alle.“

 

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