Bürger wollen sich auf weiterhin für Klimaschutzziele in Rödinghausen einsetzen Initiative begrüßt Rettung des Schulwaldes

Rödinghausen (WB). Aufatmen bei der Bürgerinitiative »Schulwald«: In einer Stellungnahme machen die Mitglieder noch mal deutlich, wie erleichtert sie sind, dass Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer während der Informationsveranstaltung der Gemeinde Rödinghausen Ende März dem Bau eines Fachmarktzentrums auf dem Schulwaldgelände eine klare Absage erteilt hat.

Der Schulwald im Ortskern von Bruchmühlen soll nun nicht einem Fachmarktzentrum weichen.
Der Schulwald im Ortskern von Bruchmühlen soll nun nicht einem Fachmarktzentrum weichen. Foto: Sina-Luisa Brandt

»Uns war es immer wichtig, mit dem Bürgermeister im Gespräch zu bleiben. Diese Gespräche konstruktiv zu führen und lösungsorientiert zu arbeiten. Wir freuen uns sehr, dass der Bürgermeister dem Ansinnen der Bürgerinitiative gefolgt ist, dass Schulwäldchen zu erhalten«, teilt Karl Hellmann, Sprecher der Initiative, mit.

Fachmarktzentrum nicht grundsätzlich abgelehnt

Man habe wiederholt deutlich gemacht, dass die Bürgerinitiative ein Fachmarktzentrum in Bruchmühlen nicht grundsätzlich ablehne. Der Standort am Schulwald sei für eine Ansiedlung jedoch inakzeptabel. Dafür gebe es gute Gründe, die Hellmann in der Stellungnahme noch einmal ausführt. So hätte die Abholzung des Waldes negative ökologische und klimatische Folgen, Lebensraum für Tiere und Pflanzen würde zerstört. Zudem würde mit einer Rodung des Schulwaldes der letzte Waldbereich im Ortskern Bruchmühlen verloren gehen. Ferner würden Lärmschutz und Wohnqualität für die Anlieger nicht mehr durch den Wald gegeben sein. Auch die bisherige »katastrophale Verkehrsbelastung« würde durch den zusätzlichen Verkehr, der durch die Anfahrt zum geplanten Fachmarktzentrum entsteht, ansteigen. Die Gefährdung von Radfahrern und Fußgängern würde wegen der noch unübersichtlicheren Verkehrssituation deutlich zunehmen.

»Wir sind der Meinung, dass es nicht sein kann und sein darf, dass die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen keine Beachtung findet und nur der Profit von Investoren auf Kosten von Natur, Klimaschutz, Ökologie und der Lebensqualität der Bewohner des Ortes im Vordergrund steht«, so Hellmann weiter.

»Weiterer Schritt zum Klimaschutz«

Insgesamt hätten 2157 Personen diese Positionen der Bürgerinitiative mit ihrer Unterschrift unterstützt. »Diese Unterschriften und einen Brief wollten wir dem Bürgermeister und dem Rat der Gemeinde bei der Infoveranstaltung am 22. März übergeben«, betont Hellmann. Glücklicherweise sei dies nicht mehr notwendig gewesen, weil der Bürgermeister am Ende der Veranstaltung ein klares »Nein« zur Errichtung eines Fachmarktzentrums im Schulwald gegeben hatte.

»Wir freuen uns, dass damit in unserer Gemeinde ein weiterer Schritt zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Entwicklung durch die Initiative und die Unterschrift vieler Bürger geleistet wurde. Wir wünschen uns auch in Zukunft eine gute Zusammenarbeit und die gegenseitige Unterstützung zwischen den Bürgern und der Gemeinde Rödinghausen, um diese Ziele weiter zu verfolgen«, führt der Sprecher der Initiative abschließend aus.

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