Konzert in der Rödinghauser Bartholomäuskirche begeistert Zuhörer Musikalische Vielfalt

Rödinghausen (WB) Frederic Chopin, Tim Bendzko, Edvard Grieg oder Adel Tawil – Wo könnte man diese Komponisten unter einen Hut bringen? In der Bartholomäuskirche Rödinghausen, bei einem Konzert vom Allerfeinsten.

Von Gitta Wittschier
»Klein sein, das ist schön«, befinden die Notenkaoten, ebenso plädieren sie für »Eine helfende Hand«. Mit drei weiteren musikalischen Gruppen sind sie Garanten dafür, dass das Konzert in der Bartholomäuskirche ein echter Gaumenschmaus ist.
»Klein sein, das ist schön«, befinden die Notenkaoten, ebenso plädieren sie für »Eine helfende Hand«. Mit drei weiteren musikalischen Gruppen sind sie Garanten dafür, dass das Konzert in der Bartholomäuskirche ein echter Gaumenschmaus ist.

»Musik in Rödinghausen«, so war die Veranstaltung überschrieben, die musikalische Funken sprühen ließ und wohl jeden in der vollbesetzten Bartholomäuskirche harmonisch einstimmte. Mitglieder der Musikschule Preußisch Oldendorf unter der Leitung von Johanna Hespe, »Lernen hoch 3«, geleitet von Pascal Rohner, »Notenkaoten« (Leitung Sandra Niermann) und »RockVoice« mit ihrem Leiter Marko Osterholz sorgten für frische und auch neuartige Arrangements in Sachen Musik. »Lassen wir uns beschenken mit einem wunderschönen Konzert«, diese Worte von Dr. Rolf Botzet, der durch das Programm führte, versprachen schon mal einiges.

Bombastisches Schlagzeugsolo

»Zehn kleine Musiker« von der Musikschule Preußisch Oldendorf waren voll in ihrem Element. Ein Solo für Schlagzeug, dargeboten von Merle Solinski, war einfach bombastisch. »Nur noch kurz die Welt retten«, wollte das gemischte Ensemble der Musikschule, bevor Kassandra Leeper am Piano (Lernen hoch 3), die Morgenstimmung von Edvard Grieg sehr sensibel verbreitete. »Rock around the clock« im Kirchenschiff, da gingen die Wogen so richtig hoch. Fynn Hütter am Keyboard setzte sich hier total rhythmisch in Szene.

»Wir sind häufig gefragt worden, warum die Notenkaoten mit ›k‹ geschrieben werden. Ganz einfach: K wie Kinder«: Sandra Niermann war dieser Hinweis wichtig, ebenso hatte sie die 40 großen und kleinen Notenkaoten voll unter (musikalischer) Kontrolle. »Ist da Jemand?« diese Frage von Adel Tawil bewegte die Herzen. Ebenso »We are the world« von Michael Jackson und Lionel Ritchie, das, neu arrangiert von der Chorleiterin, stets den Nerv der Zeit trifft. Und auch »Friede auf Erden«, ein Wunsch, der ständig bleibt – aber ob er auch erfüllbar ist?

»Jar of hearts« ist eine zu Herzen gehende Ballade von Christina Perri – Mona Broksieker von »RockVoice« interpretierte sie auf eigene, unverwechselbare Art. Ein kleiner Wermutstropfen war, dass der wunderschöne Song »Clown« von Emeli Sande nicht zu Gehör kam, die Interpretin Louisa Bartling fehlte wegen Krankheit. Dennoch: »Musik in Rödinghausen« ist eine Klasse für sich und darf gern wiederholt werden.

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