Kreis Herford veranstaltet Sommercamp für geflüchtete Jugendliche Umgang mit deutscher Sprache vertiefen

Rödinghausen (WB). Speziell für jugendliche Flüchtlinge veranstaltet der Kreis Herford im Jugendgästehaus Rödinghausen ein Sommercamp. Hier werden alltagspraktische Kenntnisse vermittelt, aber auch der Umgang mit der deutschen Sprache vertieft.

Von Hilko Raske
Malen ein Bild der Freundschaft, das sich aus vielen Händen zusammensetzt: Kübra, Arlinda, Almira, Esraa und Esra (von links).
Malen ein Bild der Freundschaft, das sich aus vielen Händen zusammensetzt: Kübra, Arlinda, Almira, Esraa und Esra (von links). Foto: Hilko Raske

»Etwa 1200 Schülerinnen und Schüler besuchen im Kreis Herford internationale Klassen, allein 230 von ihnen gehen auf kreiseigene Berufskolleg«, informiert Dezernent Norbert Burmann. Die Sommerferien seien in den Augen manch eines geflüchteten Jugendlichen eine Art Zwangsunterbrechung, bei der vor allem in Sachen deutscher Sprache einiges in Vergessenheit geraten würde.

Sommercamp dauert drei Wochen

»Wir haben uns überlegt, wie wir die Zeit überbrücken können«, so Burmann. Kreisschulamt und -jugendamt hätten deshalb in Kooperation mit dem kommunalen Integrationszentrum das Sommercamp für geflüchtete Jugendliche organisiert. Nachdem in den ersten zwei Wochen der Sommerferien bereits zwei Gruppen mit Jungen das Sommercamp absolviert hatten, sind seit Montag 20 Mädchen und junge Frauen für eine Wochen im Jugendgästehaus. Auf sie wartete unter der Leitung der Teamerinnen Stephanie Warmbold und Romy Kohlhabe ein Programm, das eine Mischung aus kreativen Aktionen, Erholung, Spaß und Sport beinhaltete. Auch ein Ausflug nach Bielefeld gehörte dazu.

»Wir haben das Gemeinschaftsgefühl gestärkt«

Die Teilnehmerinnen, die unter anderem aus Syrien, Afghanistan, dem Iran, Irak, Eritrea und Albanien stammen, waren von dem Angebot begeistert. »Es hat mir supergut gefallen. Es sind schöne Erfahrungen, die man hier sammelt. Und es sind auch besondere Freundschaften, die sich hier bilden, weil wir teilweise das gleiche Schicksal haben«, sagt die 18-jährige Farnaz, die in Bünde die Oberstufe der Erich-Kästner-Gesamtschule besucht und demnächst dort ihr Abitur machen möchte. Vor allem die Angebote, bei denen etwas gemeinsam gemacht werden müsste, bleiben ihr in Erinnerung. »Die haben das Gemeinschaftsgefühl gestärkt«, betont die 18-Jährige.

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