Hansastraße in Rödinghausen: Bautrupp verlegt mit Schwerlastkran Träger für neue Brücke 60 Tonnen am Haken

Rödinghausen (WB). Millimeterarbeit am Brückenneubau: An stabilen Sicherungsseilen schwenken 60 Tonnen schwere Betonstahlträger über die Kluft zwischen den derzeitigen Enden der Hansa­straße in Bieren (L557).

Von Daniel Salmon     
Ganz sachte werden die tonnenschweren Längsträger aus Betonstahl zunächst in die Höhe gehievt, um dann auf ihren vorgesehenen Platz herabgelassen zu werden. Gestern wollte der Bautrupp fünf der Kolosse verlegen.
Ganz sachte werden die tonnenschweren Längsträger aus Betonstahl zunächst in die Höhe gehievt, um dann auf ihren vorgesehenen Platz herabgelassen zu werden. Gestern wollte der Bautrupp fünf der Kolosse verlegen. Foto: Daniel Salmon

»Das sind die Längsträger. Zehn werden insgesamt verbaut. Fünf sind es pro Fahrspur«, sagte am Montagnachmittag Manuel Waiblinger vom Engeraner Ingenieurbüro Bockermann-Fritze, das vom Baulastträger Straßen NRW mit der Bauüberwachung beauftragt wurde. Am Dienstag soll dieser Bauschritt abgeschlossen sein.

Riesenkran im Einsatz

In die Höhe gehievt werden die 25 Meter langen Kolosse mit einem riesigen Schwerlastkran. Waiblinger: »Der kann bis zu 750 Tonnen heben.« Zunächst werden die Längsträger nur miteinander verschraubt, später dann festbetoniert. »Das könnte sich bis Ende Juni hinziehen. Wir liegen derzeit aber voll im Zeitplan«, so der Bauüberwacher. Für den Neubau sind Landesmittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro eingeplant.

Imposant: Der Schwerlastkran kann bis zu 750 Tonnen heben. Foto: Daniel Salmon

Eine Stunde pro Träger

Das Aufbringen eines Trägers dauert in etwa eine Stunde, allerdings müssen dabei auch immer wieder einige Pausen eingelegt werden. Und zwar immer dann, wenn gerade ein Zug über die Gleise der Bahnstrecke unter der Hansastraße rattert. »Da dürfen wir dann nichts drüberheben«, so Waiblinger.

Schaulustige beobachten die Arbeiten. Foto: Daniel Salmon

Die recht spektakulären Arbeiten, bei denen dem Bautrupp auch einiges an Fingerspitzengefühl abverlangt wurde, lockte am Montagnachmittag auch einige Schaulustige an den derzeit gesperrten Straßenabschnitt. »So etwas sieht man schließlich nicht alle Tage«, meinte einer der Beobachter an der Absperrung.

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