CVJM eröffnet am 2. Mai Kleiderstube im Ortskern von Rödinghausen Gutes aus zweiter Hand

Rödinghausen (WB). Es muss nicht immer etwas Neues sein. Im Gegenteil. Auch Kleidung aus zweiter Hand ist oft qualitativ hochwertig. Unter anderem deshalb gibt es seit Oktober des vergangenen Jahres in Rödinghausen eine Kleiderkammer. Diese Einrichtung in den Räumen eines ehemaligen Supermarktes an der Alten Dorfstraße ist bislang vom Deutschen Roten Kreuz betrieben worden. Verantwortlich war die Kleiderkammer für die Erstausstattung der in der Notunterkunft »Jugendgästehaus Rödinghausen« lebenden Flüchtlingen.

Von Hilko Raske
Freuen sich auf die Eröffnung (vorne von links): Lianne Dornhöfer, Sylvia Reher, Elisabeth Pörtner und M anfred Prochnow und (hintere Reihe von links): Alexandra und Sven-Erik Adam, Eckhard Schröter, Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer und Wolfgang Ukley.
Freuen sich auf die Eröffnung (vorne von links): Lianne Dornhöfer, Sylvia Reher, Elisabeth Pörtner und M anfred Prochnow und (hintere Reihe von links): Alexandra und Sven-Erik Adam, Eckhard Schröter, Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer und Wolfgang Ukley. Foto: Hilko Raske

Jetzt hat es einen Betreiberwechsel gegeben. Vom 2. Mai an wird der CVJM Rödinghausen die Verantwortung für die Arbeit in der Kleiderstube übernehmen. Und kommt damit einem Wunsch der Gemeinde Rödinghausen nach. Denn auch derzeit werden noch neue Flüchtlinge der Gemeinde zugewiesen, die nach wie vor mit einer kostenlosen Grundausstattung und Haushaltswaren versorgt werden müssen. Unterstützt wird der CVJM dabei von Sven-Erik Adam. Der Inhaber mehrerer Edeka-Märkte hatte die Räume angemietet und zu Schulungszwecken für seine Mitarbeiter genutzt. Inzwischen jedoch, so Adam, stünden an anderer Stelle ausreichend Räumlichkeiten zur Verfügung. Um den Flüchtlingen zu helfen und die Arbeit des CVJM zu fördern, hat er die Räume unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

Als Second-Hand-Einkaufsmöglichkeit wird die »Kleiderstube« künftig aber auch für alle anderen geöffnet sein. Zu sehr niedrigen Preisen finden Interessierte auf etwa 300 Quadratmetern gut erhaltene Textilien, Schuhe und – in geringerer Anzahl – Haushaltswaren. Ein 20-köpfiges Team – neben CVJM-Mitgliedern auch freiwillige Helfer – wird sich dann montags und donnerstags, jeweils von 9 bis 12 und 15 bis 18 Uhr, um die Kunden kümmern. Zu dieser Zeit werden auch gut erhaltene Bekleidung und Haushaltswaren als Spende entgegengenommen.

Eventuelle finanzielle Überschüsse werden einem CVJM-Jugend-Entwicklungsprojekt zufließen. In Sierra Leone (Westafrika) werden mit Hilfe des CVJM bereits seit Jahren Schul- und Berufsausbildung junger Menschen nachhaltig finanziert. Bekleidungsüberschüsse gehen an die Malteser-Auslandshilfe, für die ebenfalls seit Jahren in der Gemeinde gesammelt wird, zur Unterstützung Not leidender Menschen in Osteuropa.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.