Bauarbeiten am neuen Wasserspeicher in Bergkirchen liegen im Zeitplan – Einbau von Rohrleitungen steht bevor
Hochbehälter soll bis April ans Netz

Bad Oeynhausen/Löhne -

Der für dieses Frühjahr vorgesehenen Inbetriebnahme des neuen Hochbehälters in Bergkirchen steht nichts im Wege. Das hat Stefan Wiese, technischer Betriebsleiter des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) Am Wiehen, auf Anfrage dieser Zeitung bestätigt.

Samstag, 06.02.2021, 04:08 Uhr aktualisiert: 06.02.2021, 04:10 Uhr
Die Voraussetzung für das Begrünen der Dächer der zwei Kammern des neuen Hochbehälters ist geschaffen: Benötigtes Substrat wurde aufgebracht. Foto: Malte Samtenschnieder

„Derzeit verlaufen die Arbeiten weitgehend nach Plan“, sagte Stefan Wiese im Gespräch mit diese Zeitung. Für geringfügige Probleme sorge allerdings die seit Wochen anhaltende feuchte Witterung. Nach der erfolgreichen testweisen Befüllung des 10.000 Kubikmeter fassenden Trinkwasserspeichers Ende Oktober/Anfang November – Stefan Wiese: „Erfreulicherweise ist alles dicht geblieben“ – sollten eigentlich die Erdarbeiten im Außenbereich beginnen.

„Weil der Untergrund einfach zu nass war, mussten wir das Anfüllen des Bauwerks aber Mitte Dezember unterbrechen“, sagte der Betriebsleiter. Dafür liegen 3000 Kubikmeter Oberboden und 5300 Kubikmeter Bodenaushub auf der Baustelle bereit.

Derweil seien die Dachdeckerarbeiten gut vorangekommen. „Ein Großteil des Substrats für das geplante Gründach ist bereits aufgebracht worden“, erläuterte Stefan Wiese. Montiert worden sei auch die Attika-Abdeckung. „Im Januar konnten zudem die Winkelstützwände im Eingangsbereich fertiggestellt werden“, sagte der Diplom-Ingenieur.

„Momentan fehlen noch die Rohrleitungen in der Schiebekammer“, betonte Stefan Wiese. Die dafür benötigten Teile würden derzeit im Werk vorgefertigt und müssten anschließend nur noch eingebaut werden. Der letzte – und wichtigste – Schritt sei der Anschluss des neuen Hochbehälters an das Trinkwassernetz.

„Derzeit liegen wir gut im Zeitplan, sodass ich davon ausgehe, dass die neue Anlage vor der Wärmeperiode – im März oder im April – ans Netz gehen wird“, sagte der technische Leiter.

Eine offizielle Einweihungsfeier werde es wohl erst später geben. Das liege nicht nur an den möglicherweise dann noch geltenden Corona-Beschränkungen. Stefan Wiese: „Erst nach der Inbetriebnahme erfolgt das Einzäunen und Begrünen des Hochbehälters.“ Und der Abschluss dieser Arbeiten im Außenbereich sei die Voraussetzung für eine Veranstaltung mit vielen Gästen.

Ähnlich wie bei der Testbefüllung im Herbst werde auch die Inbetriebnahme des neuen Hochbehälters nicht über Nacht passieren. „Es wird erneut einige Tage dauern, bis beide Kammern komplett vollgelaufen sind“, sagte der Experte.

Nach der Einweihung des neuen Hochbehälters können die Menschen in den Verbandskommunen des WBV Am Wiehen nach Einschätzung des Betriebsleiters zuversichtlich in die Zukunft schauen. Durch den neuen Hochbehälter steigt die Wasserkapazität, die der WBV Am Wiehen vorhalten kann, von 7000 auf 17.000 Kubikmeter. Dadurch hoffen die Verbandskommunen Bad Oeynhausen, Löhne, Hüllhorst und Hille mittelfristig auch für Verbrauchsspitzen an heißen Sommertagen gewappnet zu sein.

Nicht nur der Bauzeitplan ist laut Stefan Wiese erfüllt. Auch im Hinblick auf den gesteckten Kostenrahmen gebe es bislang keine negativen Überraschungen.

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