Pflegedienstleiter Axel Hofsäß hat die Impfaktion am Seniorenzentrum an der Werre in Löhne organisiert
„Große Erleichterung, als es endlich losgeht“

Löhne -

Deutschland impft. Seit Weihnachten. Und Löhne impft inzwischen auch: Am Wochenende sind Mitarbeiter und Bewohner des Seniorenzentrums an der Werre mit dem Biontech-Schutz gegen COVID-19 versorgt worden.

Montag, 11.01.2021, 04:11 Uhr aktualisiert: 11.01.2021, 04:20 Uhr
Irmgard Ebert, Bewohnerin des Seniorenzentrums an der Werre, erhält die Impfung gegen das COVID-19-Virus von Dr. Andrea Tacke. Foto: Gabriela Peschke

Pflegedienstleiter Axel Hofsäß und sein Team haben dafür eine gewaltige Logistik gestemmt. Und die werde sich auszahlen, ist er überzeugt: „Es ist eine große Erleichterung gewesen, als es endlich losging!“

Samstagmorgen, 10 Uhr: Im Hauptflur des Erdgeschosses haben sich Mitarbeiter und Bewohner eingefunden. Obwohl die Aufregung spürbar in der Luft zu liegen scheint, geht es sehr geordnet zu: Planmäßige Aufrufe der Impflinge nach festgelegter Reihenfolge. „Bei den Mitarbeitenden nach Alphabet, bei den Bewohnern nach Wohngruppen“, erläutert Axel Hofsäß.

Aus seiner Feder stammen die Planungslisten, gemeinsam mit den Kollegen hat er alle Vorarbeit geleistet, damit das Team der Praxisgemeinschaft Pentz an diesem Wochenende den von vielen ersehnten Impfschutz verabreichen kann. „Am Vortag hat schon alles prima geklappt“, berichtet er. Gut 60 Probanten waren am Freitag versorgt worden, insgesamt sind 116 Personen gelistet.

Im Aufenthaltsraum sitzen einige frisch geimpfte Senioren, der Oberarm ist noch frei, Betreuer halten den Wattepuffer auf die frische Impfstelle gedrückt. Es duftet nach Kaffee und Tee, auch Kaltgetränke stehen bereit. „Die Bewohner bleiben anschließend noch eine Weile hier sitzen, bevor sie auf ihre Zimmer begleitet werden“, erklärt Pflegedienstleiter Hofsäß. Man wolle sicher gehen, dass sich jeder gut fühle. Probleme gab es bisher nicht, alle hätten die Impfung augenscheinlich gut vertragen.

Im Nebenraum ist derweil das Impfteam aktiv: Dr. Andrea Tacke und ihre Mitarbeitenden in weißen Kitteln, mit Handschuhen und Mundschutz. Die medizinischen Fachangestellten Sarah Scheffer und Ann-Kathrin Stute ziehen gerade die Impfspritzen auf: „Aus jeder Ampulle werden unter Zusatz von Kochsalz sechs Dosen à 0,3 ml aufgezogen“, erläutert Axel Hofsäß.

Eine davon ist für Irmgard Ebert. Die 81-jährige Bewohnerin sitzt ruhig auf ihrem Stuhl, lächelt. Der Oberarm ist frei, Dr. Andrea Tacke setzt ihr den kleinen „Pieks“. Gleich danach darf Irmgard Ebert aufstehen – und mit einem neuen Lebensgefühl ins Wochenende gehen.

„Wir sind sehr froh, dass die Praxis Pentz uns unterstützt“, sagt der Pflegedienstleiter erfreut. Die Ärztin sei den Bewohnern durch lange Zusammenarbeit bekannt, das sei gut für das Vertrauen in die Aktion. Axel Hofsäß hat fast zwei Wochen intensiv vorbereitet, was jetzt so glatt über die Bühne geht.

„Noch vor Weihnachten haben wir die Umfragen gestartet, die Impfdosen bestellt und mit den Aufklärungs-Formalien begonnen“, blickt er zurück. Immerhin: Sechs Seiten DIN-A4-Papier, zum Teil doppelseitig bedruckt, wollten von jedem Probanten oder dessen Betreuer gelesen und unterzeichnet werden.

Ein Informationsnachmittag mit Dr. Andrea Tacke habe die letzten Zweifel ausräumen können, sagt Axel Hofsäß. Jetzt ist er erleichtert, dass alles gut läuft, dass Sorgfalt und detaillierten Abstimmungen sich ausgezahlt haben. Vor einem Jahr ist Axel Hofsäß vom Herforder Klinikum ins Seniorenzentrum an der Werre in Löhne gewechselt. „Da hatte ich nicht gedacht, unter welchen Vorzeichen ich hier meinen Einstand geben würde“, sagt er augenzwinkernd.

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