Auch ein privates Sicherheitsunternehmen hat den Auftrag, die Einhaltung der Corona-Regeln zu überwachen
Nicht nur die Stadt Löhne kontrolliert

Löhne (WB) -

Corona-Zeit ist Kontrollzeit. Die Einhaltung der Schutzverordnung wird in Löhne seit kurzem nicht mehr nur von Teams des Ordnungsamtes überwacht: Nachts ist auch ein privates Sicherheitsunternehmen, das von der Stadt Löhne beauftragt wurde, im Einsatz. „Dieses verständigt bei festgestellten Verstößen die Polizei“, berichtet Ordnungsamtsleiter Paul Urban.

Mittwoch, 06.01.2021, 03:12 Uhr aktualisiert: 06.01.2021, 09:48 Uhr
Am häufigsten werden – trotz vorhandener Hinweisschilder – Verstöße gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im Bereich des Bahnhofs und Busbahnhofs festgestellt“, berichtet Löhnes Ordnungsamtsleiter Paul Urban. Foto: Stadt Löhne

Dass die Einhaltung der Regeln eine elementare Rolle dabei spielt, wenn es um die Eindämmung der Pandemie geht, hat auch der Landrat des Kreises Herford, Jürgen Müller, am Dienstag noch einmal betont: „Mit einer Inzidenz von 171,2 haben wir im Kreis Herford den dritthöchsten Inzidenzwert unter den Kreisen und kreisfreien Städten in NRW. Es zeigt sich, dass die strengeren Schutzmaßnahmen auch weiterhin ihre Daseinsberechtigung haben, besonders wenn ich die besorgniserregenden Situationen in unseren Krankenhäusern und Altenheimen betrachte.“

Sein Appell lautet daher: „Schützen Sie in Ihrem Umfeld vor allem Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko, und meiden Sie nicht notwendige Kontakte.“ Der Kreis meldete am Dienstag neun weitere Corona-Todesfälle aus dem Zeitraum vom 20. Dezember bis zum 3. Januar. Darunter sind auch zwei Senioren aus Löhne (84 und 89 Jahre alt).

Das Ordnungsamt der Stadt Löhne ist nach Angaben von Paul Urban zuletzt wieder mit Mitarbeitern aus anderen Verwaltungsbereichen verstärkt worden und fährt nach wie vor täglich mehrere Kontrollstreifen am Tag und in der Abendzeit, um die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung zu überwachen. In Zweierbesetzungen sind derzeit insgesamt vier Teams für das Ordnungsamt auf Tour.

Aus dem Rathaus gibt es im Großen und Ganzen viel Lob für das Verhalten der Löhner Bevölkerung: „Es ist auch weiterhin festzustellen, dass sich die Löhner Bürgerinnen und Bürger weitestgehend an die Regelungen halten“, teilt Paul Urban mit.

Am häufigsten werden – trotz vorhandener Hinweisschilder – Verstöße gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im Bereich des Bahnhofs und Busbahnhofs regis­triert. Verstöße gegen die Einhaltung der Ausgangssperre, der Quarantänepflichten, der Kontaktverbote oder das Verbot zum Verzehr innerhalb von 50 Metern zur Verkaufsstätte werden gibt es nur in Einzelfällen.

Besonders auffällig war die unzulässige Ausübung des Frisörhandwerks, die von einem Inhaber in seinem Geschäft gleich bei mehreren Verwandten vorgenommen wurde. Insgesamt wurden in den letzten Wochen 102 Bußgeldverfahren eingeleitet, bei denen bisher zwölf Bußgelder verhängt worden sind. In den anderen Fällen läuft noch das Anhörungsverfahren.

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