Kirchengemeinde Mennighüffen schultert umfangreiche Anmeldelogistik für Weihnachtsgottesdienste
Mit nur fünf Leuten nicht zu schaffen

Löhne -

Kurz nach 18 Uhr ist Irmhild Bökamp sichtlich erleichtert. Denn jetzt ist die „Telefon-Hotline“ zur Anmeldung für die Weihnachtsgottesdienste geschlossen. In drei Stunden hat die Presbyterin am Samstag insgesamt mehr als 20 Anrufe entgegengenommen. „Die meisten kamen in der ersten halben Stunde, ab 15 Uhr. Dann gab es eine kurzfristige Überlastung, und gegen Ende der Telefonzeit noch mal einen Endspurt“, schildert sie.

Sonntag, 06.12.2020, 15:46 Uhr aktualisiert: 06.12.2020, 15:48 Uhr
Presbyterin Irmhild Bökamp nimmt am Samstagnachmittag im Gemeindebüro die zahlreichen telefonischen Anmeldungen zu den Gottesdiensten an Heiligabend und an den Weihnachtsfeiertagen entgegen. Foto: Gabriela Peschke

 

Aufgrund der Corona-Schutzverordnungen ist eine vorherige Anmeldung zu den Weihnachts-Gottesdiensten verpflichtend (diese Zeitung berichtete). Die Kirchengemeinde Mennighüffen benutzt dafür das von der Westfälischen Landeskirche zur Verfügung gestellte Reservierungsprogramm, wie Pfarrer Kai Sundermeier erläutert. „Insgesamt haben wir 60 Sitzpunkte in der Kirche zu vergeben, sie können von einem Ehepaar oder einer Einzelperson wahrgenommen werden“. Damit möglichst viele Menschen zu Weihnachten in die Kirche gehen können, bietet die Gemeinde insgesamt fünf Gottesdienste an Heiligabend an. Dafür können sich Interessenten direkt über die Website der Kirchengemeinde anmelden, und zwar bis zum 11. Dezember um 20 Uhr. Zusätzlich war einmalig auch eine telefonische Anmeldung möglich.

„Die Logistik ist einheitlich, alle Interessenten sind erfasst worden. Wenn es zu viele Bewerber für einen bestimmten Gottesdienst geben sollte, müsste man über eine Alternative sprechen“, sagt Fabian Scarabis, der die Planung EDV-seitig begleitet. Auf jeden Fall würden nach Ablauf der Anmeldefrist alle Interessenten mit einer eindeutigen Platz-Zuweisung benachrichtigt, so dass jeder nachher genau wisse, wann „sein“ Gottesdienst stattfindet.

Von bisher 233 registrierten Anmeldungen entfallen die meisten auf die Christvesper um 16.30 Uhr, die von Pfarrer Kai Sundermeier unter Begleitung des Posaunenchors ausgerichtet wird. Der Gottesdienst um 22 Uhr unter Mitwirkung des Kirchenchores rangiert aktuell auf dem zweiten Platz, gefolgt von der Christvesper für Kleine und Große von Pfarrer Olaf Bischoff um 15.15 Uhr. Die übrigen Anmeldungen verteilen sich auf die restlichen Gottesdienste an Heiligabend sowie auf die folgenden Feiertage. „Hier sind wir derzeit noch im einstelligen Bereich“, sagt Fabian Scarabis.

„Man glaubt kaum, wie viel Arbeit in dieser Abwicklung steckt“, bilanziert der Presbyter, der gemeinsam mit dem Pfarrer und Mitwirkenden aus der Internetredaktion das Projekt betreut. Seit sechs Wochen laufen die Vorbereitungen, immer wieder sind Abstimmungen notwendig. „Glücklicherweise hat es keine Änderungen mehr gegeben seitens der Hauptverantwortlichen“, zeigt er sich erleichtert. Positiver Nebeneffekt der aufwändigen Aktion: „Viele Interessenten besuchen aktuell unsere Homepage, die Klicks haben sich versechsfacht“, freut sich Fabian Scarabis.

Auch Kai Sundermeier ist zufrieden: „Wir haben ein gutes Modell am Start. Wer zu Weihnachten in die Kirche kommen möchte, findet bei uns ein reiches Angebot. Und sowas geht nur, weil viele Ehrenamtliche im Hintergrund mitwirken. Das kriegt man mit fünf Leuten nicht hin“, lobt er.

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