Heimatverein und Stadtarchiv Löhne spenden heimatkundliche Bücher an Senioreneinrichtungen
Geschenke wecken Erinnerungen

Löhne/Bad Oeynhausen (WB) -

Trotz Pandemie sich menschlich nah sein – dieser Leitgedanke steht auch hinter einer Aktion des Stadtarchivs Löhne in Kooperation mit dem Heimatverein Löhne: Gemeinsam werden Bücher zur Heimatkunde an interessierte Einrichtungen in Löhne und Bad Oeynhausen gespendet.

Freitag, 27.11.2020, 20:06 Uhr
Petra Mundt (Einrichtungsleiterin, von links), Bardet Franzmeier (Service-Wohnen), Mathis Nolte (Stadtarchiv Löhne), Karl-Heinz Bernsmeier (Heimatverein Löhne) und Axel Schröder (Stadtarchiv Löhne) bei der Übergabe der Bücherschenkungsaktion von Heimatverein Löhne und Stadtarchiv Löhne. Foto: Natalie Lydia Meyer

 

Auch das Seniorenzen­trum Werre-Residenz freute sich jetzt sehr über 30 gespendete Bücher zur Geschichte der beiden Nachbarstädte. Die Bücher über das Leben in Löhne und Bad Oeynhausen wurden vom Heimatverein Löhne und vom Arbeitskreis für Heimatpflege der Stadt Bad Oeynhausen mit Unterstützung der beiden Stadtarchive herausgebracht. Sie umfassen verschiedene Texte von Autoren aus den beiden Städten, unter anderen von Heinrich Ottensmeier, Gerhard Rösche, Cornelia Lindhorst-Braun und Ulrike Mielke.

„Wir haben die Bücher sonst auf unseren Veranstaltungen verkauft, aber diese sind dieses Jahr leider wegen Corona ausgefallen“, sagt Karl-Heinz Bernsmeier, erster Vorsitzender des Heimatvereins Löhne. Seit 1968 existiert die Reihe über Heimatkunde und wird auch in Zukunft von den Heimatvereinen fortgesetzt werden. Die gespendeten Bücher für das Seniorenzentrum umfassen die Jahre von 1974 bis 2018 sowie drei Sonderbände.

Dabei handelt es sich um die Veröffentlichungen „Plattdeutsch im unteren Werretal – Anekdoten, Geschichten und Erzählungen“ von Gustav Stühmeier aus dem Jahre 1992, „1000 Jahre Löhne. Beiträge zur Orts- und Stadtgeschichte Löhne“ vom Heimatverein Löhne und der Stadt Löhne aus dem Jahre 1993 und „Ein Blick zurück – Zigarrenfabriken in Mennighüffen“ von Inge Rolfsmeier aus dem Jahre 2016.

„Insbesondere für Senioren ist die Corona-Pandemie gerade eine schwere Zeit. Besuche sind nur eingeschränkt möglich und Veranstaltungen fallen aus. Wir freuen uns, mit den Büchern alte Erinnerungen aufblühen zu lassen. Gleichzeitig brauchen wir im Stadtarchiv mehr Platz. Es ist eine Win-Win-Situation“, sagt Mathis Nolte von Stadtarchiv Löhne.

Insgesamt hat er elf Einrichtungen kontaktiert, um Bücherspenden anzubieten. Davon haben neun Einrichtungen das Angebot angenommen, und bisher hat keine Einrichtung die Spende abgelehnt. Neben der Werre-Residenz Löhne haben das Altenwohnheim Mennighüffen, das Seniorenzentrum An der Werre, das Seniorencentrum St. Laurentius, das MaternusSeniorencentrum Löhne, das Alten- und Pflegeheim Eduard-Kuhlo-Heim, das AWO-Seniorenzentrum, die Kurpark-Seniorenresidenz sowie das Seniorenzentrum Bethel Bad Oeynhausen die Bücherspende mit Freude angenommen.

„Vergangenes Jahr zum 50-jährigem Jubiläum der Stadt Löhne hatten wir eine Fotoausstellung. Die Bewohner erzählen uns gerne Anekdoten von früher über die dargestellten Orte. Die Bände aus der Reihe werden immer gerne gelesen“, sagt Bardet Franzmeier vom Service-Wohnen der Werre-Residenz. Wegen der Corona-Einschränkungen werden die Bücher per Anmeldung an die Bewohner weitergeleitet werden. „Wir können uns auch vorstellen, im Café nach der Pandemie eine öffentliche Bücherecke einzurichten“, sagte Einrichtungsleiterin Petra Mundt. Insgesamt wurden bereits 180 Bände durch Stadtarchiv und Heimatverein ausgeliefert.

Weitere Einrichtungen können sich gerne um eine Bücherspende bei Mathis Nolte vom Stadtarchiv Löhne unter Telefon 05732/ 100317 oder per E-Mail an m.nolte@loehne.de melden. Auch Privatpersonen, die Interesse haben, können die Kontaktmöglichkeit nutzen. Sie müssen die Bände aber kostenpflichtig erwerben.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7698575?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514619%2F
Forderungen nach Lockdown-Ende Mitte Februar werden lauter
Bundeskanzlerin Merkel und die Regierungschefs der Länder haben bislang eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 14. Februar beschlossen.
Nachrichten-Ticker