Eltern in Mennighüffen und Siemshof reagieren verständnisvoll
Kinderbibelwoche endetcoronabedingt vorzeitig

Löhne-Mennighüffen (WB). In der zweiten Herbstferienwoche hat es in Mennighüffen auch in diesem Jahr wieder die beliebte Kinderbibelwoche (Kibiwo) gegeben. Diese wird traditionell schon seit mehr als 30 Jahren von den Kirchengemeinden Siemshof und Mennighüffen angeboten. Leider musste die Veranstaltung am Donnerstag wegen der hohen Corona-Zahlen im Kreis Herford vorzeitig abgebrochen werden.

Dienstag, 27.10.2020, 03:30 Uhr
Am Wochenanfang wird in der roten Gruppe das Gleichnis vom barmherzigen Samariter nachgespielt. Foto: Kirchengemeinde Mennighüffen

Nach vielen Überlegungen im Vorfeld, Hygienekonzepten, Gesprächen mit den Eltern, dem Presbyterium und den ehrenamtlich Mitarbeitenden hatten die Veranstalter beschlossen, eine etwas andere und gerade deswegen vielleicht so besondere Kibiwo mit dem Titel „Unterwegs mit dem Schlunz“ durchzuführen. 52 Kids im Grundschulalter und 15 Mitarbeitende waren nach Angaben von Gemeindepädagogin Anja Heine dabei.

Abenteuer mit dem Schlunz

Der Schlunz ist ein Junge, der sein Gedächtnis verloren hat und viele spannende Abenteuer erlebt, die immer auf sehr lustige Art und dennoch tiefsinnig und treffend mit Gott zu tun haben. Am ersten Tag ging es um die Geschichte des barmherzigen Samariters. Der zweite Tag stand unter der Überschrift „Zoff mit einem Riesen“, wobei die Kinder David und Goliath kennen lernten.

Zachäus, der kleine Mann und Zolleintreiber, der Betrüger, zu dem Jesus geht und bei ihm zu Gast ist, war die Geschichte, mit der sich die Kinder am Donnerstag beschäftigten. Freitag gab es dann die Geschichte vom großen Festmahl, doch dazu ist es leider nicht mehr gekommen. Denn nachdem der Inzidenzwert im Kreis Herford am Donnerstagnachmittag auf über 50 geklettert ist, beschlossen die Organisatoren in Verantwortung gegenüber den Kindern und ihren Familien und auch gegenüber den ehrenamtlich Mitarbeitenden, die Kinderbibelwoche abzubrechen.

„Die durchweg verantwortungsbewussten, verständnisvollen und dankbaren Reaktionen der Eltern zeigten uns, richtig gehandelt zu haben. Es ist schade, aber unserer Meinung nach das richtige Signal gewesen“, teilt Gemeindepädagogin Anja Heine mit.

Kino im Gemeindehaus

Im Gegensatz zum Ende der Kibiwo war der Auftakt sehr gelungen. Nach einem gemeinsamen Anfang mit Kino im Gemeindehaus sind die Kinder in kleine Gruppen gegangen. Die Mitarbeitenden hatten sich ein tolles Programm mit vielen Spielen und witzigen Basteleien ausgedacht, alles unter Einhaltung der Corona-Regeln, was eine Herausforderung darstellte.

Ihren Abschluss fand die Kinderbibelwoche am Sonntag im Familiengottesdienst, der aus gegebenem Anlass und wegen der vielen Anmeldungen zweimal gefeiert wurde – allerdings ohne gemeinsames Singen, dafür aber die ganze Zeit mit Mund-Nasenschutz. Karin Jahn sang stellvertretend für alle Gottesdienstteilnehmer.

Dank an alle Helfer

„Ein großes Dankeschön sei an dieser Stelle allen Mitarbeitenden gesagt, ohne die so eine Kibiwo gar nicht möglich wäre“, sagt Anja Heine. Pfarrer Kai Sundermeier, Pfarrer Jörg Nagel und die beiden Gemeindepädagogen Jan Manuel Strothmann und Anja Heine sind froh und dankbar, dass es so viele engagierte junge und auch etwas ältere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gibt, die eine Kibiwo mit gestalten und darüber hinaus auch bei den wöchentlichen Gruppenstunden, die es in den Gemeinden für die Kinder gibt, jede Woche immer wieder neu mit ihren Ideen die Kinder begeistern und von Gott erzählen, ein Wegbegleiter der Kinder sind und somit ein Stück Gemeinde bauen und leben.

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