Löhner Lions wollen weiter fördern: Tombola diesmal über Einzelhandel
Mittagstisch bleibt feste Größe

Löhne (WB). Der Lions Club Löhne begleitet finanziell eine Vielzahl von Projekten. Darunter ist seit 15 Jahren der Löhner Mittagstisch. Diese Unterstützungen wurden größtenteils durch die Einnahmen aus der Tombola auf dem Löhner Weihnachtsmarkt „Winterzauber“ ermöglicht. Der fällt in diesem Jahr aus. Aber der Lions Club hat sich etwas Neues einfallen lassen, um die Unterstützung von Projekten sicherzustellen.

Samstag, 24.10.2020, 04:00 Uhr
Gabriele Riedl (Leiterin des Löhner Mittagstischs, von links), Hans-Dieter Brüggemann (Lions Club), Tim Pühmeier (Lions Club) und In­grid van Ackern (Helferin beim Löhner Mittagstisch) unterstützen das Projekt bereits seit vielen Jahren. Foto: Kristin Wennemacher

Die seit mehreren Jahren durchgeführte Klasse 2000, die neue Schülerbibliothek der Grundschule Gohfeld und andere kulturelle Projekte sind nur drei Beispiele, wo der Lions Club fördert. In diesem Zusammenhang ist für ihn der als „Leuchtturmprojekt“ bezeichnete Löhner Mittagstisch von besonderer Bedeutung. Dieser wird seit 15 Jahren vom Lions Club finanziert.

Seit 2007 wird der Treffpunkt von zwölf Helfern im Haus der Begegnung der katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius organisiert und betreut. Von Montag bis Freitag erhalten dort etwa 15 Löhner ein warmes Mittagessen. Jedoch geht es bei diesem Projekt nicht nur um die Mahlzeit: Es ist ein Ort der Begegnung. „Für die Gäste ist es ein Highlight des Tages“, weiß Helferin Ingrid van Ackern, die den Mittagstisch organisiert. „Die Einsamkeit ist bei den Besuchern oft groß“, sagt Gabriele Riedl, Leiterin des Mittagstischs.

Corona erschwert Durchführung

Die Corona-Pandemie erschwerte aber die Durchführung des Projekts. Mit dem Beginn des Lockdowns im Frühjahr wurde für eine Woche kein Essen ausgegeben. Auch danach konnte vor Ort kein Mittagstisch angeboten werden. Daher haben Gabriele Riedl und ein Teil der Helfer die Bedürftigen besucht und ihnen die Mahlzeiten gebracht. „Das war schon aufwändig“, erklärt sie im Hinblick auf die Größe des Stadtgebietes.

Derzeit findet der Löhner Mittagstisch wieder vor Ort statt – jedoch nur in zwei Kleingruppen in getrennten Räumen. Das darauf oft folgende Gespräch unter den Besuchern müsse leider wegen der Pandemie ausfallen, erklärt Riedl. Rund 8000 Euro würden jährlich für das Projekt benötigt, erklärt Eckhard Augustin vom Lions Club.

100.000 Euro in 15 Jahren

Seit Beginn des Projektes vor 15 Jahren bracht der Club eine Summe von mehr als 100.000 Euro ein. Jährlich unterstützen drei große Einzelspenden den Löhner Mittagstisch direkt. Die Tombola auf dem Löhner Weihnachtsmarkt stellt eine wichtige Einnahmequelle dar. Jedoch fällt die Veranstaltung in diesem Jahr aus. Auf die damit im Zusammenhang stehende Tombola müssen die Löhner aber nicht verzichten.

Die Lose können in diesem Jahr nur im Einzelhandel erworben werden. Zum Verkauf stehen werden sie von Ende November an bis Mitte Dezember. Nähere Informationen will der Lions Club in Kürze bekannt geben. „Das Spendensammeln ist uns ganz wichtig“, betont Club-Präsident Tim Pühmeier und fügt hinzu: „Wir hoffen, dass wir viele Lose verkaufen, um weiterhin zu helfen und zu unterstützen.“ Eckhard Augustin ist zuversichtlich, denn die Spendenbereitschaft sei für den Mittagstisch stets besonders groß: „Dafür sind die Menschen bereit, zu spenden.“

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