VSR-Gewässerschutz testet vor der Werretalhalle die Wasserqualität von Löhner Brunnen
Salz- und Säurewerte sind oft zu hoch

Löhne (WB). Das Labormobilteam der Organisation VSR-Gewässerschutz hat auf dem Vorplatz der Werretalhalle eine Untersuchung des Brunnenwassers angeboten. Viele Löhner nutzten diese seltene Möglichkeit und ließen sich von Diplom-Ingenieur Peter Brückner und Diplom-Physiker Harald Gülzow beraten.

Mittwoch, 07.10.2020, 03:00 Uhr
Die Brunnenbesitzer aus Löhne und Umgebung nutzen das Angebot der Organisation VSR-Gewässerschutz. Verschiedene Geräte messen den Säure- und den Salzgehalt des Wassers. Foto: Kristin Wennemacher

Das gelbe Labormobil kommt aus Geldern am Niederrhein und reist durch fast ganz Deutschland. Vor einigen Jahren hatte das Fahrzeug bereits in Löhne Station gemacht. Dass es am Montag in Löhne stand, war offenbar eine gute Entscheidung: Die Schlange wurde nicht kürzer, obwohl im Herbst die Zahl an interessierten Brunnenbesitzern erfahrungsgemäß geringer ist: „Es ist einiges los“, fand auch Harald Gülzow.

Aktion dauert zwei Stunden

Der Diplom-Physiker widmete sich während der zweistündigen Aktion der Untersuchung der Brunnenwasserproben. Unterstützt hat ihn dabei Peter Brückner, der die Wasserflaschen der Brunnenbesitzer entgegennahm.

Somit konnte die Wartezeit kurz gehalten werden. Mithilfe von Handmessgeräten und einem Photometer für die Datenanalyse wurden im Labormobil der Nitratwert und der Säuregehalt gemessen. Das Ergebnis zu diesem Test bekamen die Brunnenbesitzer wenig später.

Gerade der hohe Salz- und Säurewert seien das Hauptproblem in Brunnen, weiß Gülzow. Dieses Problem betreffe einige Regionen in Deutschland. Grund dafür seien die Massentierhaltung, die zu hohen Güllemengen führt, und die Überdüngung von Ackerflächen.

Dieser Test traf aber keine Aussage über die Trinkwasserqualität: „Die meisten Brunnenbesitzer verwenden dieses Wasser für ihre Gärten“, sagte er. Nur die Frage, ob das Brunnenwasser unter anderem für das Gießen von Obstbäumen oder Blumen geeignet ist, konnte dieser Test beantworten.

Gutachten kommt per Post

Außerdem bot die Organisation eine Untersuchung auf andere Parameter an, darunter beispielsweise Keime, Eisen oder Phosphate. Jedoch wurden diese umfangreichen Tests nicht vor Ort gemacht. Diese Aufgaben übernehmen die Labore. Nach frühestens zwei Wochen erhalten die Brunnenbesitzer das Ergebnis als Gutachten per Post.

Und diese Untersuchung wurde rege genutzt: Von den 61 Proben sendete die Organisation 53 an die Labore. Über den durchschnittlichen Nitrat- und Säuregehalt in der Löhner Umgebung konnte keine Aussage getroffen werden: „Diese Werte kann man nicht verallgemeinern“, sagte Harald Gülzow nach der Aktion. Seit mehr als 30 Jahren befasst er sich mit der Untersuchung von Brunnenwasser.

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