Polizei beschützt Löhner – Wohnungen in Bad Oeynhausen und Detmold durchsucht
Todesdrohung löst SEK-Einsatz aus

Löhne/Bad Oeynhausen (WB/dom). Eine Todesdrohung hat im Kreis Herford zu einem Einsatz von Spezialkräften der Polizei geführt. Eine gefährdete 24 Jahre alte Frau sowie zwei bedrohte Männer im Alter von 31 und 36 Jahren seien deshalb von Beamten am Donnerstagabend an ihren Wohnanschriften und an einer Gaststätte in Löhne in Schutz genommen worden, teilte die Polizei mit.

Freitag, 18.09.2020, 09:11 Uhr aktualisiert: 18.09.2020, 16:08 Uhr
Beamte des Spezialeinsatzkommandos sind am Donnerstagabend nach Löhne, Bad Oeynhausen und Detmold ausgerückt. Foto: dpa/Archiv

Es habe „Hinweise auf eine geplante bewaffnete Auseinandersetzung zwischen zwei gegnerischen Gruppierungen im Kreis Herford“ gegeben, sagte Sonja Rehmert von der Pressestelle des für diesen Einsatz zuständigen Polizeipräsidiums in Bielefeld. Aufgrund der unklaren Lage und wegen des erheblichen Gefährdungspotenzials hatte das Polizeipräsidium Bielefeld die Maßnahmen übernommen.

Am Donnerstagabend gegen 18.30 Uhr war auf Anfrage dieser Zeitung von der Bielefelder Polizei lediglich bestätigt worden, dass Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) in Löhne tätig seien. Details wurden mit Hinweis auf den laufenden Einsatz noch nicht genannt.

Laut Pressemitteilung vom späten Donnerstagabend konnte die Polizei die drei gefährdeten Personen in Löhne antreffen und in Schutz nehmen. Aufgrund des Hinweises auf eine Bewaffnung der bedrohenden Gruppierung setzte die Polizei nicht nur Spezialeinheiten, sondern auch Sprengstoffspürhunde ein.

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen konnte die Polizei zwei Tatverdächtige identifizieren. In der Folge durchsuchten die Spezialeinheiten um 21.10 Uhr die Wohnung eines 27-Jährigen in Bad Oeynhausen und die eines 29-jährigen Mannes in Detmold (Kreis Lippe).

„Dabei wurden weder Waffen, noch sonstige relevante Gegenstände aufgefunden“, teilte Polizeisprecherin Sonja Rehmert mit. Die Ermittler gehen derzeit von einer nicht erfüllten Geldforderung als Grund für die Drohung aus. Nähere Einzelheiten zum Einsatz und zu den Hintergründen wollte die Polizei am Freitag noch nicht nennen.

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