Auszeichnung als Schule der Zukunft: Honig und Co. werden vielerorts angeboten
BBG besticht mit sieben Bienenvölkern

Löhne (WB). Eine Reihe erfreulicher Nachrichten gibt es an der Bertolt-Brecht-Gesamtschule (BBG) in Mennighüffen. Unter den Corona-Auflagen läuft der Schulalltag nahezu normal. Vor den Ferien wurde die Schule erneut als „Schule der Zukunft“ ausgezeichnet. Seit 2003 nimmt die BBG an der Kampagne der „Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW“ teil. Bereits zum fünften Mal erhielt die Schule eine Auszeichnung.

Montag, 07.09.2020, 05:00 Uhr
Angela Friemel (von links), Imker Ronald Peppmüller, Emili Pepler, Dr. Hans-Georg Zwicker, Riccardo Massanova und Jana Sophie Willms freuen sich über die Auszeichnung der Bertolt-Brecht-Gesamtschule als Schule der Zukunft. Foto: Finn Heitland

Zahlreiche Projekte werden an der BBG angeboten und verfolgen dabei den Ansatz ökonomisch, ökologisch und sozial zu sein. „Das Hauptprojekt in der letzten Kampagne der Natur- und Umweltschutz-Akademie war die Schulimkerei, die dargestellt und bewertet wurde. Sie war das zentrale Projekt. 2014 haben wir mit der Schulimkerei begonnen. Jetzt haben wir eine zertifizierte Imkerei“, berichtete dazu die leitende Lehrkraft Dr. Hans-Georg Zwicker. Das Projekt und die dazugehörigen Inhalte und Vorgänge ermöglichten die Auszeichnung als „Schule der Zukunft 2016-2020“. In dieser Zeit mussten Arbeitsergebnisse dokumentiert, entsprechende Veranstaltungen besucht und ein Vortrag gehalten werden. „Sieben Bienenvölker werden durch eine Gruppe von 18 bis 25 Schülern betreut. Das Projekt trägt sich größtenteils selbst. Wir verkaufen Honig, Wachskerzen oder Honigbonbons, welche in der AG hergestellt wurden, in der Schule oder auf Festen wie dem Schneeglöckchenfest in Löhne“, sagte Dr. Hans-Georg Zwicker.

Pandemie setzt Grenzen

Bedingt durch die Corona-Pandemie sei die Umsetzung und Durchführung der AG nur eingeschränkt möglich. Die Schüler konnten sich nicht um die Bienen kümmern. So übernahm der erfahrene Imker Ronald Peppmüller ehrenamtlich in Zusammenarbeit mit den betreuenden Lehrkräften Dr. Hans-Georg Zwicker und Angela Friemel diese Aufgabe.

Seit Beginn des Projekts und somit seit sechs Jahren sind auch die Schüler Emili Pepler (16), Jana Sophie Willms (17) und Riccardo Massanova (16) in der AG aktiv. „Die Interessen sind verschieden. Wir hatten Spaß an der Arbeit mit Insekten und Tieren oder an den handwerklichen Arbeiten, wie dem Bau der Riemchen für den Honig. Mit Schülern aus anderen Jahrgangsstufen zusammenzuarbeiten war sehr spannend“, erklärte das Trio. Die Wichtigkeit von Bienen für die Natur sei allen Beteiligten bewusst. Im Rahmen der Schulimkerei spielen weitere Ansätze eine Rolle. So lernen die Schüler, Arbeitsprozesse zu planen und zu organisieren. Auch die physikalischen, chemischen und werktechnischen Aspekte werden angesprochen. Die Weiterentwicklung des Projektes sei in den vergangenen Jahren erkennbar gewesen. „Wir sind eine Schule der Zukunft der Stufe drei. Dies stellt die höchste Stufe dieser Auszeichnung dar, was uns sehr freut. Das Projekt ist sehr weitreichend und spricht viele Bereiche der Schule und Außerschulisches an“, sagte Dr. Hans-Georg Zwicker.

Hightech-Bienenstock

In den nächsten Monaten möchte man einen bereits installierten Hightech-Bienenstock in Betrieb nehmen. Dieser ist einer von deutschlandweit 100 der gemeinnützigen Unternehmensgesellschaft „we4bee UG“ und mit Kameras, Temperaturmessern und Messgeräten für Beeinträchtigungen der Bienen in der Luft ausgestattet. „Interessierte Schüler können sich bei Angela Friemel oder mir melden und Teil der AG werden. Vielleicht ist von Februar 2021 an eine engere Zusammenarbeit möglich“, sagte Zwicker.

Auszeichnungsstufe 3

Die Begründung zur Erreichung der höchsten Auszeichnungstufe 3 lautet: „Schülern, Lehrern sowie Unterstützern innerhalb und außerhalb der Schule ist es in einem langfristigen Prozess gelungen, den Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu einem gelebten Bestandteil des Schullebens werden zu lassen.“

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