Wohnstadt Löhne plant Sanierungen und Neubau von Wohnungen
Jetzt geht es richtig los

Löhne (WB). Der Baupreisindex steigt seit Jahren konstant an. Immobilien und Mieten werden bundesweit teurer. Die Wohnstadt Löhne sorgt dafür, dass Mieten in der Kommune bezahlbar bleiben. Das noch junge Unternehmen der Stadt Löhne verwaltet etwa 450 eigene Wohnungen. 2022 sollen neue hinzu kommen. Der Betriebsausschuss der Wohnstadt hat seine Zustimmung für weitere Planungen gegeben.

Sonntag, 06.09.2020, 03:00 Uhr
Sie sorgen für gemütliche Wohnungen in Löhne (von links): Betriebsleiter Matthias Kreft, technischer Leiter Waldemar Bicher mit den ersten Planungen für die Schützenstraße in den Händen sowie der zweite Betriebsleiter Stephan Spieker von der Wohnstadt Löhne. Foto: Frank Dominik Lemke

„Schön, dass wir jetzt richtig anfangen können“, sagt Betriebsleiter Matthias Kreft. Am 1. Januar 2020 hat das Wohnungsunternehmen seine Tätigkeit aufgenommen. Der rechtlich unselbstständig aber finanziell unabhängige Eigenbetrieb will in den kommenden Jahren weiter sanieren und neu bauen.

Projekt Goethestraße vor Abschluss

Derzeit stehen die Renovierungen der Goethestraße 22-24 vor dem Abschluss. Dort ist die gesamte Straßenfront frisch gestrichen. Pflaster wurde neu gelegt. Leer stehende Wohnung sind kernsaniert: Bäder, Boden, Elek­trik. „Wir haben uns für sukzessive Renovierungen unserer Gebäude entschieden. Das ist wirtschaftlich sinnvoll und gut für unsere Mieter“, sagt der zweite Betriebsleiter Stephan Spieker.

Manche würden seit 30 Jahren und länger in den Gebäuden der Wohnstadt ihr Zuhause haben. Jeder bleibe, wie er will. Kommendes Jahr will die Wohnstadt die nächsten Objekte sanieren: den Ulenburger Weg 51/53 sowie die Brunnenstraße 1/1a.

Auch hier sollen Fassaden, der Außenbereich und leer stehende Wohnungen auf den neuesten Stand gebracht werden. Mehrere Wohnungen stehen in diesen Häusern derzeit leer. „Wir könnten sie vermieten, doch das wollen wir niemanden zumuten“, sagt Stephan Spieker. Einige seien nach Jahren der Nutzung verwohnt.

Preisgünstiger Wohnraum

Das Ziel der Wohnstadt ist preisgünstiger Wohnraum mit guter Qualität. Die Planungen für die vier Gebäudekomplexe mit 36 Wohneinheiten laufen. 2021 sollen die Arbeiten beginnen. Pro Straßenzug kalkuliert Stephan Spieker mit etwa 800.000 bis 1.000.000 Euro an Kosten. Ein Blockheizkraftwerk und ein Mieterstrommodell sind in Prüfung, um effizient und klimaschonend zu heizen.

Zu den Planungen gehören auch Anträge auf Fördermittel beim Land. „Das ist aufgrund des Baupreisindex Standard. Der Staat steuert damit den Wohnungsbau“, sagt Matthias Kreft. Fördermittel seien mit Auflagen verbunden, insbesondere was den Klimaschutz angeht. In zwei Jahren will die Wohnstadt mit ihrem ersten Neubau in der Schützenstraße 1 beginnen.

Auch hier achten die Planer des Unternehmens auf gute Qualität, die sie preisgünstig anbieten können. Ein Aufzug in den ersten Stock der zwei Gebäude wäre beispielsweise mit etwa 40 Euro Mietaufschlag pro Monat verbunden. Deswegen verzichtet die Wohnstadt darauf und plant stattdessen das Erdgeschoss barrierefrei.

Diese Art der Mischkalkulation vereint beide Ansprüche, Qualität und günstige Preise. „Wir sind kreativ, damit die Mieten bezahlbar bleiben“, sagt der technische Leiter Waldemar Bicher.

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