Produzent des Dokumentarfilms „Autobahn“ steht beim Sommerkino Rede und Antwort
Eine Fortsetzung ist nicht geplant

Löhne/Bad Oeynhausen (WB). Während der Premierenzeit hat Niklas Burghardt den Dokumentarfilm „Autobahn“ nach eigener Aussage achtmal am Tag gesehen. Trotzdem hat es sich der Produzent nicht nehmen lassen, zur Vorführung beim Sommernachtskino auf der Aqua Magica aus Berlin anzureisen, um den Film noch einmal gemeinsam mit 150 weiteren Besuchern zu schauen und gleichzeitig Fragen rund um die Entstehung zu beantworten.

Montag, 10.08.2020, 03:30 Uhr aktualisiert: 10.08.2020, 05:02 Uhr
Sven Schütte (links), Vorsitzender des Kinovereins, freut sich, dass Niklas Burghardt extra für die Filmvorstellung von Berlin nach Löhne gekommen ist. Foto: Lydia Böhne

Zwei Fragen zählen laut Niklas Burghard zu den absoluten Dauerbrennern: Wird es den Film auf DVD geben, und wird es eine Fortsetzung geben? Natürlich brannten diese Fragen auch den Besuchern des Sommernachtskinos unter den Nägeln – auf beide bekamen sie eine Antwort. Auch acht Monate nach der Premiere von „Autobahn“ ist Niklas Burghardt überrascht von der überwältigenden Resonanz und gleichzeitig sprachlos, dass das Interesse daran immer noch nicht gestillt ist.

Lange Schlange

Aus einer geplanten Vorstellung in der UCI-Kinowelt wurden plötzlich mehrere – und auf einmal schauten bis zu 1200 Menschen pro Abend den Film, dessen Vorstellungstermine in die Verlängerung gehen mussten. Nicht weiter verwunderlich war es daher, dass auch die Vorführung über das größte Bauprojekt der Stadt Bad Oeynhausen beim Sommernachtskino sehr beliebt war.

Schon vor Kassenöffnung hatte sich eine lange Schlange gebildet, kaum ein Platz blieb leer. Bis zum Einbruch der Dunkelheit plauderte Niklas Burghardt mit Moderator Jörg Stuke über den Dreh des Films, der immerhin stolze acht Jahre gedauert hat. Über 200 Stunden Sichtungsmaterial sind dabei laut des gebürtigen Herforders entstanden.

Seine Aufgabe als Produzent schilderte Niklas Burghardt so: „Autos mieten, die Organisation, dass der Film im Kino läuft – als Produzent kümmert man sich um all das, was man nicht sieht, aber trotzdem gemacht werden muss.“

Rückblick mit Humor

Mit Humor schaute Niklas Burghardt auch auf die Zeit als Student zurück: „Unser kleines Budget, das es von der Uni gab, haben wir bei Stahls Imbiss investiert oder als Sprit auf der Autobahn verballert.“

Der finanzielle Rahmen, ein Betrag im mittleren, vierstelligen Bereich, sei laut des Produzenten eigentlich zu gering gewesen, um einen richtigen Film aus dem Projekt zu machen. Normalerweise könne man für derartige Filme einen sechsstelligen Betrag einplanen, ergänzte Niklas Burghardt. „Studenten sind eben billige Arbeitskräfte“, sagte der Produzent mit einem Lachen.

DVD bei Stahls Imbiss

Im weiteren Gespräch verriet Niklas Burghardt, dass jedes Mitglied des Films einen Cameo-Auftritt im Film hat und die Szene zu Beginn des Films ein wenig gestellt wurde. Gezeigt wurden Vögel, die auf einer Stromleitung hocken und plötzlich im Schwarm losfliegen. Damit sie das tun, habe der Produzent ein Trinkpäckchen zum Platzen gebracht. „Hollywood ist eine Lüge“, scherzte der Filmemacher.

Ganz zum Schluss lüftete der Berliner dann auch das Geheimnis um den DVD-Verkauf: Ab dem 20. August ist „Autobahn“ bei Stahls Imbiss an der Mindener Straße in Bad Oeynhausen erhältlich. Auf der DVD befinden sich außerdem ein Interview mit Regisseur Daniel Abma sowie etwa 30 Minuten ungezeigtes Filmmaterial. Eine Fortsetzung sei nicht geplant.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7527758?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514619%2F
Hummels genügen zwei Chancen gegen chancenlose Arminen
Mats Hummels (rechts) hebt ab, köpft und trfft zum 2:0 - die Vorentscheidung in der Schüco-Arena. Foto: Thomas F. Starke
Nachrichten-Ticker