300.000 Euro Baukosten – kleine zusätzliche Reparaturen geplant
Spanischer Schiefer für die Martin-Luther-Kirche

Löhne (WB). Wie geplant sind in der vergangenen Woche die Arbeiten am Dach der Martin-Luther-Kirche gestartet. 300.000 Euro muss die Kirchengemeinde Löhne in die Hand nehmen, um die Wetterseite des Daches mit neuen Schieferplatten zu bedecken.

Freitag, 10.07.2020, 13:46 Uhr aktualisiert: 10.07.2020, 13:48 Uhr
Teile des Backsteinmauerwerks der Martin-Luther-Kirche sind eingehüllt, zum Schutz vor herabfallenden Schieferplatten. Foto: Louis Ruthe

Etwa 180.000 Euro kommen dabei aus einem „Solidarfond“ des Kirchenkreises Herford. Auf Fördermittel muss die Kirchengemeinde hingegen verzichten, wie Pfarrer Thomas Struckmeier im Gespräch mit dieser Zeitung erklärt. „Fördermittel, die wir bezüglich des Denkmalschutzes beantragt haben, sind leider nicht bewilligt worden“, sagt er. Erfreulicherweise seien jedoch wieder einige tausend Euro durch Spenden von Gemeindemitgliedern zusammengekommen. 120.000 Euro muss die Kirchengemeinde selbst aufbringen. Etwa 20.000 Euro sind bereits bis Februar durch Spenden von Privatpersonen sowie Gaben aus dem Klingelbeutel während der Gottesdienste zusammengekommen.

Experten am Werk

Der Schiefer für das neue Dach kommt aus Spanien. „Der ist drei Euro pro Gemeindemitglied günstiger als Schiefer aus dem Sauerland – bei gleicher Qualität“, sagt Thomas Struckmeier. Etwa 3700 Mitglieder hat die Kirchengemeinde Löhne. Das sind etwa 11.000 Euro Unterschied. „Wir mussten uns jedoch erst bei den Spaniern versichern, ob es nun aufgrund der Corona-Pandemie zu Lieferverzögerungen oder Ähnlichem kommt“, sagt Thomas Struckmeier. Bei den Handwerkern setzt die Kirchengemeinde auf „Schieferprofis“. „Wir haben eine Dachdeckerfirma aus dem Siegerland engagiert, da diese sich auf Schieferdächer spezialisiert hat“, berichtet Thomas Struckmeier. Auch ein Schiefersachverständiger komme auf der Baustelle an der Löhner Kirche zum Einsatz.

Weitere Arbeiten geplant

Laut Struckmeier hat es bisher keine bösen Überraschungen bei den Arbeiten gegeben. „Wir konnten uns vorher schlecht die Unterkonstruktion anschauen, aber bislang hat niemand Alarm geschlagen“, sagt er. Am kommenden Montag soll ein Experte nochmals die Dachkonstruktion des Kirchendaches begutachten. „So ein Dach ist nach keiner DIN-Norm gebaut, da kann es immer mal sein, das ein Problem auftaucht. Wir sind aber frohen Mutes, dass es zu keinen großen Problemen kommen wird“, berichtet Thomas Struckmeier. Bis Mitte September sollen die Arbeiten andauern.

Etwas länger wird wohl das Gerüst rund um das Kirchenschiff stehen bleiben. „Das Gerüst macht etwa ein Viertel der Baukosten aus, deshalb wollen wir es nutzen, um die Wetterseite instand zu setzen“, sagt Thomas Struckmeier. Kleinere Reparaturarbeiten an den Fugen des Backsteingemäuers sowie an den Fenstern sowie neue Scheinwerfer für die Beleuchtung des Turms sind bis Oktober noch geplant.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7488094?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514619%2F
Hitler-Parodie auf Handy: Polizistin zu Unrecht beurlaubt
„Weihnachten mit Hitler“ heißt die Parodie, von der ein Polizist einen Screenshot verschickt haben soll. Foto: Youtube Foto:
Nachrichten-Ticker