Arbeiten am Löhner Bahnhof liegen im Zeitplan – Mitte 2021 gehen Aufzüge in Betrieb
Zug um Zug in Richtung Moderne

Löhne (WB). Beim Gang durch den Löhner Bahnhofstunnel zu den Gleisen ist die Baustelle kaum zu übersehen. Seit März 2019 werden die Bahngleise modernisiert. Zwei von drei Bahnsteigen sind bereits fertig und können durch den neuen Rhein-Ruhr-Express RRX angefahren werden. Lediglich die Aufzüge und kleinere Arbeiten sind noch an den Gleisen 8, 9, 12 und 13 von Nöten. Mitte bis Ende 2021 rechnet Bahnhofsmanager Martin Nowosad der Deutschen Bahn AG für Ostwestfalen-Lippe mit der Fertigstellung der Maßnahme.

Samstag, 04.07.2020, 04:25 Uhr aktualisiert: 04.07.2020, 05:01 Uhr
Martin Nowosad (Mitte) sieht die Modernisierungsarbeiten am Löhner Bahnhof im Zeitplan. Foto: Louis Ruthe

„Wir liegen gut im Zeitplan. Durch das Coronavirus gab es bei unserem Bauvorhaben keine Einschränkungen“, sagt Martin Nowosad. Lediglich der mittlere Bahnsteig muss noch modernisiert werden. Deshalb ist derzeit auch das Gleis 11 gesperrt. „Wenn wir an den Bahnsteigen arbeiten, dann müssen wir das Gleis für den Zugverkehr sperren“, berichtet er. Jeweils Gleis für Gleis werden die Bahnsteige auf etwa 220 Meter Länge ertüchtigt.

Sanierungsarbeiten am Löhner Bahnhof

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  • Sanierungsarbeiten am Löhner Bahnhof
Foto: Louis Ruthe
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„Der Bahnhof ist für die Größe der Stadt überdimensional groß. Das ist historisch bedingt. Es gibt kaum einen Löhner, der die Geschichte von ‚Löhne Umsteigen‘ nicht kennt“, sagt der Bahnhofsmanager. Das habe auch dazu geführt, dass die Modernisierung der Bahnsteige in Löhne eine der teuersten Maßnahmen der Deutschen Bahn in ganz Ostwestfalen-Lippe ist. Etwa 10,5 Millionen Euro werden in Löhne investiert. Mit der Modernisierung der drei Bahngleise sind die Arbeiten am Löhner Bahnhof jedoch nicht getan. „Im Areal rund um den Bahnhof gibt es noch einige Gebäude, die wir zurückbauen müssen“, berichtet Martin Nowosad.

Aufbauten sind zurückgebaut worden

Alleine am Bahnsteig mit den Gleisen 8 und 9 sind etwa zehn kleine Häuschen, ehemalige Gepäckaufzüge, Aufsichtsräume, oder Wartehäuschen, zurückgebaut worden. Lediglich ein Torbogen ist noch auf dem Bahnsteig übrig geblieben. „Der wird durch Stahlträger ersetzt“, sagt Martin Nowosad: „Wir stabilisieren damit den Bereich noch viel stärker.“ Es sei für jemanden immer besser, wenn er auf einen Blick den Bahnsteig überblicken könne und nicht das Gefühl haben müsse, dass hinter jeder Wand sich jemand verbirgt.

Neben der Anpassung der Bahnsteighöhe von etwa 55 Zentimeter auf 76 Zentimeter werden auch die Beleuchtung sowie die Wartebereiche erneuert. „Da jeder Bahnsteig mit einem Fahrstuhl ausgestattet wird, müssen die Bahnüberdachungen eingekürzt werden“, sagt Martin Nowosad. Deshalb sind die Bahnsteige künftig auch nur noch über eine Treppe erreichbar.

Lobende Worte für die Stadt

Mitte 2021 rechnet er damit, dass die ersten Fahrten mit den Personenaufzügen gemacht werden können. Diese ist bereits an den äußeren Bahnsteigen modernisiert worden. „Hier fehlt nur noch das neue Geländer und ein bisschen Farbe“, sagt Martin Nowosad.

Der Bahnhofsmanager freut sich auf die Fertigstellung. „Wenn die Stadt in den kommenden Jahren dafür sorgt, dass das Bahnhofsgebäude saniert wird, bekommt Löhne einen richtig schicken Bahnhof“, sagt er. Für die derzeitigen Planungen der Stadt hat Martin Nowosad zudem nur lobende Worte übrig. „Man bekommt das Gefühl, dass sich erstmals so richtig mit der Modernisierung des Bahnhofgebäudes beschäftigt wird“, sagt Nowosad.

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