126 Bäume stehen bereits im Bürgerwald in Löhne-Ort
Noch Paten für Stieleiche, Vogelkirsche und Co. gesucht

Löhne (WB). Lebensräume mitgestalten – dazu gibt das Projekt „Löhner Bürgerwald“ jedem Bürger die Chance. Und zwar durch eine Baumpatenschaft. Seit 2017 werden auf der Grünfläche an der Straße Griechenland 15 in Löhne-Ort heimische Bäume über eine Baumpatenschaft gepflanzt . In diesem Jahr sollen Ende Oktober noch einmal weitere 40 Bäume hinzukommen.

Freitag, 03.07.2020, 02:13 Uhr aktualisiert: 03.07.2020, 05:01 Uhr
Heike Nolte vom Amt für Stadtentwicklung Natur und Landschaft der Stadt Löhne besucht den „Löhner Bürgerwald“ zusammen mit dem Baumpaten Torsten Imort, der gerade seine Stieleiche gießt. 20 Bäume suchen noch einen Paten. Foto: Natalie Lydia Meyer

Für die Hälfe der neuen Bäume werden noch Baumpaten gesucht. „Bäume sind unsere Lebensgrundlage. Der Wald, der hier durch die Baumbepflanzung entstehen soll, stellt einen Erholungswert für unsere Stadt dar“, sagte Heike Nolte vom Amt für Stadtentwicklung Natur und Landschaft der Stadt Löhne im Gespräch mit dieser Zeitung. Auch von den Löhnern Bürgern sei die Resonanz auf das Projekt positiv.

„Die Baumpaten helfen mit der Übernahme einer Patenschaft der Natur und der Umwelt, und gleichzeitig kann der Baum eine schöne Erinnerung darstellen – und das sogar noch für die nachfolgenden Generationen“, meinte Heike Nolte. Insgesamt wurden auf der mehr als 11.000 Quadratmeter großen Fläche bereits 126 Bäume gepflanzt.

Heimische Baumarten im Fokus

Stieleichen, Vogelkirschen, Winterlinden, Bergahorne, Rotbuchen und Hainbuchen wurden in einem Abstand von etwa sechs mal sechs Meter auf der Fläche gepflanzt. In den nächsten Jahren soll sich durch den Abstand ein Laubwald entwickeln. Die Baumpaten können sich ihren Baum aus den bereits genannten heimischen Baumarten auswählen, nur der Bergahorn wird nicht mehr gepflanzt.

„Aufgrund des zunehmenden Pilzbefalls des Bergahorns sind wir dazu übergangen, nur noch Spitzahorn zu pflanzen, und auch die Stieleiche tut sich an diesem Standort schwer. Sie braucht viel Wasser, und die Trockenheit der vergangenen Jahre sowie der regenarme Frühling setzen der Eiche besonders zu“, sagte Heike Nolte. Wegen der Trockenheit seien an mehreren Bäumen Wassersäcke angebracht worden, und für die Paten steht am Rand des Bürgerwaldes ein 1000-Liter-Wassercontainer zum Gießen bereit.

Pflege für drei Jahre inklusive

„Das Wasser wird regelmäßig aufgetankt und kommt aus einem Brunnen. Kein Pate muss jetzt noch selbst das Wasser von Zuhause hierhin transportieren“, sagte Heike Nolte. Neben den Paten kümmern sich der Wittekindshof und ein Garten- und Landschaftsunternehmen im Auftrag der Stadt in den ersten drei Jahren um die Fertigstellungs- und Entwicklungspflege der Bäume. In den ersten drei Jahren werden die Bäume bei Ausfällen, zum Beispiel aufgrund von Krankheiten, ersetzt. Nach den drei Jahren gilt dieser Anspruch nicht mehr.

Neben der Bepflanzung Ende Oktober fand in den vergangenen Jahren im November immer ein Pflanzenfest statt, zu dem alle Baumpaten, die sich im Laufe des Jahres für einen Baum entschieden hatten, mit ihren Familien und Freunden eingeladen waren.

„Wir hoffen, dass trotz der Corona-Pandemie auch dieses Jahr das Pflanzenfest stattfinden kann und sich noch Baumpaten melden“, meinte Heike Nolte. Wer Interesse an einer Baumpatenschaft hat, kann sich informieren oder seinen Baum direkt bestellen. Das ist möglich auf der Internetseite der Stadt oder bei Heike Nolte unter Telefon 05732/100398.

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