Henke und Pharma K: Gesichtsschirme aus Löhne auch für den internationalen Markt
Auf dem Weg zur medizinischen Zulassung

Löhne (WB). Nachdem die Henke Gruppe vor rund drei Wochen mit der Produktion von Gesichtsschirmen begann , möchte sie diesen Zweig ausbauen: Nun sollen die Visiere eine medizinische Zulassung bekommen.

Montag, 11.05.2020, 11:40 Uhr aktualisiert: 11.05.2020, 11:48 Uhr
Nils Eickmeier (von links, Geschäftsführer Pharma K), Robert Henke (Geschäftsführer Henke) und Vertriebsleiter Andreas Stolle freuen sich auf die Zusammenarbeit. 

Möglich macht dies die Kooperation mit dem Unternehmen Pharma K, das für den Vertrieb im medizinischen Bereich zuständig ist. Auch wenn die Gesichtsschirme sich bereits durch hohe Qualität auszeichnen würden, sei eine Zertifizierung notwendig, damit auch Kliniken, Arztpraxen oder Apotheken sie verwenden können, erklären die Unternehmen.

Mit der derzeitigen Stufe CE seien sie nur für andere Berufe und den Alltag geeignet. Erforderlich für den Einsatz im medizinischen Bereich sei die Zertifizierung als „Persönliche Schutzausrüstung“ (PSA). Nils Eickmeier, Geschäftsführer von Pharma K, ist zuversichtlich, dass die Gesichtsschirme der Firma Henke die Zertifizierung bekommen: „Die Qualität ist sehr gut. Außerdem beschlagen sie nicht, was im medizinischen Bereich große Bedeutung hat, sagt er. Möglich mache dies eine Beschichtung des PET-Kunststoffs.

Große Lieferung nach Kanada

Zwölf Gesichtsschirme würden zunächst an ein Unternehmen in Süddeutschland geschickt, das mit verschiedenen Tests die Qualität feststellen soll. Dazu werde voraussichtlich Ende Mai das Ergebnis vorliegen. Aber ein Gesichtsschirm allein reiche nicht aus: Zusätzlich müsse ein Mundschutz getragen werden, denn das Visier schütze nur vor einer Ansteckung über die Augen. Auch wenn an eine Infektion über diesen Weg nicht gedacht werde, sei sie ein häufiger Auslöser der Erkrankung, erklärt Nils Eickmeier.

Die Produkte, die allesamt in Löhne produziert und von dort aus vertrieben werden, sollen sowohl innerhalb Deutschlands als auch international Verwendung finden. Die Henke Gruppe hat bereits 30.000 solcher Gesichtsschirme nach Kanada exportiert – in diesem Fall nicht für den medizinischen Bereich. Auch in deutschen Haushalten werden sie seiner Einschätzung nach auf Zuspruch stoßen, denn jede Person setze auf einen persönlichen Schutz, sagt Eickmeier.

Made in Germany

Robert Henke, Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens, und Vertriebsleiter Andreas Stolle setzen auf die Qualität des Produktes. Als „Produkt ‚Made in Germany‘ für die Zukunft“, seien sie weltweit gefragt. Bis zu 5000 Gesichtsschirme stellt die Firma Henke derzeit pro Tag her. Seit dem Produktionsbeginn vor knapp einem Monat seien somit etwa 60.000 Visiere angefertigt worden.

Ein Export der Gesichtsschirme mit der PSA-Zertifizierung wird geplant. Das Unternehmen Pharma K setze derzeit auf Nachhaltigkeit, so dass die Kooperation mit der Henke Gruppe gerade zur richtigen Zeit kommt: „Es ist ein positiver Zufall, dass ich angesprochen wurde“, sagte Nils Eickmeier. Genaue zukünftige Produktionszahlen sind noch nicht festgelegt.

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