376 Kinder werden an acht Grundschulen erwartet – Hygienemaßnahmen getroffen Viertklässler kehren an Lernorte zurück

Löhne (WB). Wie so richtig der neue Schulalltag an den Grundschulen in Löhne aussehen soll, ist den Schulleitern bis Mittwochabend noch nicht mitgeteilt worden. „Wir warten auf eine Konkretisierung der Vorgaben des Landesministeriums für Schule und Bildung NRW“, sagte Christiane Röder, Leiterin der Grundschule Gohfeld und Sprecherin der Löhner Grundschulen, dieser Zeitung. Sicher ist, dass von diesem Donnerstag an 376 Viertklässler in Löhne zurück in der Schule sind.

Von Louis Ruthe
Noch ist der Schulhof der Grundschule Gohfeld leer. Von diesem Donnerstag an sollen die Viertklässler der Schule wieder an ihrem gewohnten Lernort unterrichtet werden. Insgesamt 376 Jungen und Mädchen kehren an den acht Löhner Grundschulorten in einem ersten Schritt in den Schulalltag zurück.
Noch ist der Schulhof der Grundschule Gohfeld leer. Von diesem Donnerstag an sollen die Viertklässler der Schule wieder an ihrem gewohnten Lernort unterrichtet werden. Insgesamt 376 Jungen und Mädchen kehren an den acht Löhner Grundschulorten in einem ersten Schritt in den Schulalltag zurück. Foto: Renée Trippler/Archiv

„Es ist alles für eine Wiederaufnahme des Unterrichtes vorbereitet“, sagt Christiane Röder. In allen Grundschulen sei in dieser und der vergangenen Woche eine sogenannte Sonderreinigung vorgenommen worden. Das heißt, dass neben der turnusmäßigen Grundreinigung der Klassenzimmer und Flure alle Oberflächen in der Schule desinfiziert wurden. „Gemeinsam mit dem Schulträger sind die Gebäude abgegangen worden“, berichtet die Schulleiterin.

Durch die Abarbeitung eines Protokolls sei in jeder Schule ein einheitlicher Standard geschaffen worden. An den Grundschulen sollen zudem die Klassen aufgeteilt werden, so dass die Schüleranzahl pro Klassenraum deutlich verringert wird. Denn Vorgaben des Ministerium beinhalten, dass 1,5 Meter Abstand zwischen den Schülern in den Klassenräumen gewährleistet sein müssen. „Das ist aber auch nur solange möglich, wie nicht alle Schüler gleichzeitig wieder in der Schule unterrichtet werden sollen“, sagt Röder.

Tragen einer Maske erwünscht

Eine generelle Maskenpflicht an der Gohfelder Grundschule gibt es nicht. „Unser Kollegium hat sich jedoch darauf verständigt, dass wir einen Mund- und Nasenschutz oder einen Geschichtsschirm tragen“, berichtet die Schulleiterin. Für die Schüler empfiehlt sie, auch einen Mund- und Nasenschutz mitzubringen. „Wenn es zu Situationen kommt, bei denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, werden wir die Schüler bitten, einen Schutz aufzusetzen“, sagt Christiane Röder.

Deshalb sei es gut, wenn das Tragen einer Maske schon mit der Familie Zuhause geübt werde. An den Grundschulen in Löhne gibt es beim Thema Masken geteilte Meinungen. „Jede Schule trifft ihre eigene Entscheidung“, sagt sie. Generell sei das Tragen eines Mund- und Nasenschutz für die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs Pflicht – auch in den Schulbuslinien.

Neben der Sonderreinigung sind, wie bereits an den weiterführenden Schulen, Wegführungen in den Grundschulen vorbereitet worden, an denen sich die Schüler orientieren sollen. Zudem sind in den Sekretariaten Spuckschutze installiert worden. „Die Hausmeister haben in den vergangenen Wochen alles so vorbereitet, dass Schüler und Lehrer bestmöglich in ihrem neuen Schulalltag geschützt werden“, sagt Stadtsprecherin Ursula Nolting. Dadurch, dass an den weiterführenden Schulen bereits seit zwei Wochen der Unterricht für Abiturienten und die Abschlussklassen laufe, habe die Vorbereitung des Grundschulunterrichts von diesen Erfahrung profitieren können.

Kernfächer im Fokus

Zusätzliche Lehrkräfte gibt es für die Grundschulen nicht. Stand Mittwochnachmittag geht Christiane Röder davon aus, dass den Kindern, ähnlich wie an den weiterführenden Schulen, vorerst Inhalte der Kernfächer (Mathematik, Deutsch, Englisch und Sachunterricht) vermittelt werden sollen. Ob das den Vorgaben des Landesministeriums entspreche, ist für die Schulleiterin aus den bisherigen Schreiben nicht eindeutig hervorgegangen. Den Grundschulen ist dieses Schrieben des Landesministeriums für Donnerstagvormittag angekündigt worden.

„Grundsätzlich werden Lerninhalten unter den Löhner Grundschulen sehr gut abgestimmt“, sagt die Sprecherin. Es sei allerdings jeder Schule selbst überlassen, wie und wann welche Inhalte gelehrt werden. Für die Viertklässler aller acht Grundschulstandorte gilt von diesem Donnerstag an wieder die Schulplicht. „Lediglich Kinder der Risikogruppen können auf Antrag der Eltern vom Unterricht befreit werden“, sagt Christiane Röder.

Homeschooling geht weiter

Allen anderen Schülern sollen weiterhin Lernpakete für Zuhause zusammengestellt werden. „Diese können die Familien nach Absprache bei uns auf dem Schulhof abholen – mit dem nötigen Abstand, versteht sich“, sagt Christiane Röder. Eine Lösung, per E-Mail die Aufgaben zu verschicken, sei an den meisten Grundschulen nicht möglich gewesen, da nur etwa die Hälfte aller Eltern den Schulen überhaupt eine E-Mail-Adresse mitgeteilt habe.

Antworten, wie ein Unterricht bis zu den Sommerferien aussehen soll, erhofft sich die Schulleiterin aus dem angekündigten Schreiben des Landesministerium. Loben hingegen muss die Sprecherin der Grundschulen die Zusammenarbeit zwischen Schulträger und Schulleitungen. „Das war vorbildlich“, sagt sie.

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