Ordnungsamt derzeit oft auf Streife – Hohe Bußgelder bei Verstößen Corona: Löhner halten sich an Vorgaben – Osterfeuer verboten

Löhne (WB/lmr). Nach dem Löhner Feuerabend sind nun auch alle Osterfeuer in diesem Jahr abgesagt worden. Denn die öffentlichen Osterfeuer fallen unter das Verbot der Corona-Schutzverordnung, nach der sämtliche öffentliche Veranstaltungen und Versammlungen untersagt sind. Wer trotzdem zündelt, begeht eine Straftat und riskiert teure Bußgelder.

Nach dem Löhner Feuerabend sind nun auch alle Osterfeuer in diesem Jahr abgesagt worden.
Nach dem Löhner Feuerabend sind nun auch alle Osterfeuer in diesem Jahr abgesagt worden. Foto: dpa/Symbolbild

„Das private Verbrennen von Pflanzenabfällen ist ohnehin seit vielen Jahren – und nicht nur zu Ostern – verboten und stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld geahndet wird“, teilt Stadtsprecherin Ursula Nolting mit. Da das Verbrennen eine Umweltstraftat sei, können Bußgelder bis zu 5000 Euro fällig werden. Hinzu kommen die Bußgelder bei Verstößen gegen das Kontaktverbot, wenn sich Gruppen versammeln.

Zu Ostern werden auch die Mitarbeiter des Ordnungsamtes vermehrt kontrollieren, teilt Ursula Nolting mit. Bislang würden die Löhner Bürger sich „hervorragend“ an die Verordnungen halten. „Natürlich gibt es immer etwas zu optimieren“, sagt die Stadtsprecherin.

Am Wochenende seien lediglich zwei Jugendgruppen von den Ordnungshütern angetroffen worden. „Die Gruppen haben sich sofort ausgelöst“, sagt Ursula Nolting. Aktuell kontrollieren drei bis fünf Teams à zwei Personen, ob es in Löhne Verstöße gegen die Corona-Verordnungen gibt.

Schnitthaufen sollen trotzdem angelegt werden

Da die Osterfeuerhaufen diversen Tierarten als Lebensraum dienen, ist es aus Rücksicht auf die Tierwelt wünschenswert, die Haufen trotz Ausfall des Osterfeuers erst einmal liegen zu lassen. Denn bedingt durch die warmen Tage im Februar und März kann schon mal ein Zaunkönig, Rotkehlchen oder eine Heckenbraunelle den Haufen für das Osterfeuer als Biotop für die Brut belegt haben.

Oder der Igel, Spitzmäuse oder sogar ein Hase oder Kaninchen sind eingezogen. Säugetiere und Reptilien finden in einem Osterfeuerhaufen einen optimalen Überwinterungsplatz und Unterschlupfmöglichkeiten. Einen besonderen Wert hat das Totholz zudem für die Insektenwelt. Viele Käfer und ihre Larven ernähren sich von zerfallenem Altholz, zahlreiche Hautflügler legen ihre Eier in von anderen Insekten vorgebohrten Holzgängen ab.

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