Löhner Unternehmen Smart House baut Mini-Wohnmodule Kleine Häuser kommen ganz groß raus

Löhne (WB). Reduktion und Einschränkung – Begriffe, die derzeit unseren Alltag prägen. Doch Minimalismus kann auch wunderschön sein: Zum Beispiel im stylischen Minihaus. Der Löhner Anbieter von schlüsselfertigen Container-Häusern hat sein Programm im Namen abgebildet: Smart House.

Von Gabriela Peschke
Das Wohnmodul wird schlüsselfertig bei Smart House vorgebaut und in wenigen Tagen am neuen Domizil aufgestellt.
Das Wohnmodul wird schlüsselfertig bei Smart House vorgebaut und in wenigen Tagen am neuen Domizil aufgestellt. Foto: Gabriela Peschke

Leben auf 30 Quadratmetern und trotzdem mit allem umgeben, was das Wohnen angenehm macht: effizient aufgeteilte Räumlichkeiten mit trendigen Möbeln, ein ökologisches Heiz- und Elektromanagement, eine solide Statik auf Basis einer standardisierten Holzbauweise – all das kann Smart House.

Schlüsselfertig und kompakt

„Die Idee vom Minihaus ist ursprünglich für Ferienparks und Campingplätze entwickelt worden“, blickt Geschäftsführerin Jennifer Ernst zurück. Vor gut zehn Jahren habe man an ganzjahrestauglichen Ferienhäusern „getüftelt“. Daraus wurde ein innovatives Wohnkonzept: „Immer mehr Menschen ab der Lebensmitte möchten sich bewusst reduzieren“, weiß Jennifer Ernst.

Die Kinder sind aus dem Haus, die eigene Immobilie, womöglich mit großem Garten, ist aufwändig in Pflege und Unterhalt. „Dann entdecken viele Menschen, dass sie in der zweiten Lebenshälfte viel unabhängiger sind, wenn sie kleiner wohnen und dabei trotzdem haben können, was notwendig ist“, schildert sie die Sicht vieler Kunden.

Das Wohnmodul wird schlüsselfertig bei Smart House vorgebaut und in wenigen Tagen am neuen Domizil aufgestellt. Das kann auf dem Gelände der erwachsenen Kinder, an einem See in Holland oder sogar auf einem Trailer sein.

Liegenschaft aus zwanzig Modulen errichtet

„Grundsätzlich sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Das Modulkonzept ist nach oben offen“, sagt Jennifer Ernst. Das bedeutet: Ab 30 Quadratmetern geht’s los, aber die Module können gekoppelt und zu großen Wohneinheiten verbaut werden. Nicht nur Privatleute, auch Geschäftskunden nutzen offenbar diese Möglichkeit.

„In Löhne hat zuletzt ein Steuerberatungsbüro an der Lübbecker Straße eine Liegenschaft aus zwanzig Modulen errichtet. Das ging schnell, war funktionell und preislich attraktiv“, berichtet die Geschäftsführerin.

Gebaut werden die Module von über 30 Mitarbeitern in den eigenen Werkshallen an der Werster Straße in Ostscheid. In einer Halle werden Boden und Decke montiert, in einer anderen die Seiten, und schließlich werden alle Elemente in einem dritten Bauabschnitt verbunden. Architekten und Statiker, Bauzeichner und Tischler, Elektriker und Sanitärmonteure arbeiten dafür Hand in Hand. Bis zu 20 Module auf solidem Holzständerwerk können laut eigener Aussage parallel erstellt werden, und in nur zehn Wochen ist das Minihaus bezugsfertig.

Im Trend des Minimalismus?

„Seit der letzten ‚Küchenmeile‘ sind wir auch Direktanbieter von Nolte-Möbeln, sowohl im Küchen- als auch im Sanitär- und Wohnbereich“, ergänzt Jennifer Ernst. Eine Kooperation, die die Leistung aus der Region betone und stärke.

Das Familienunternehmen, das seit Gründung bereits über 1000 Minihäuser verkauft hat, sieht sich perspektivisch auch als Lösungsanbieter für das Thema Wohnraumerweiterung in Großstädten. „Unsere Module können zum Beispiel auch auf Parkflächen neuen Wohnraum schaffen“, so Ernst.

Smart House also ganz im Trend des Minimalismus? „Wir haben den Trend schon vor zehn Jahren vorweggenommen“, sagt die Geschäftsführerin. „Denn reduziertes Wohnen ist ökologisch, sozialverträglich – und individuell ist es trotzdem.“

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7359486?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514619%2F