Kein Publikumsverkehr mehr in den Behörden – Elternbeiträge sollen erstattet werden Geschlossen und verkündet

Löhne (WB). Das Kreishaus und alle Rathäuser bleiben von diesem Mittwoch an geschlossen. Löhnes Bürgermeister Bernd Poggemöller bittet die Bürger um Verständnis für diese Maßnahme. Zudem teilt er mit, dass Elternbeiträge für die Kinderbetreuung erstattet werden sollen.

Von Dominik Rose
Tagein, tagaus Tür auf, Tür zu, herein, heraus: Das Löhner Rathaus, wo sonst reger Publikumsverkehr herrscht, ist von diesem Mittwoch an geschlossen.
Tagein, tagaus Tür auf, Tür zu, herein, heraus: Das Löhner Rathaus, wo sonst reger Publikumsverkehr herrscht, ist von diesem Mittwoch an geschlossen. Foto: Dominik Rose

Der Landrat und die Bürgermeister der neun Kommunen im Kreis haben sich über die aktuelle Situation der Corona-Lage abgestimmt. Dabei sind laut einer Mitteilung des Kreises folgende Entscheidungen getroffen worden:

Elternbeiträge/Kita/OGS

Die Bürgermeister und der Landrat setzen sich dafür ein, dass die Kita-Beiträge und die Beiträge für die Betreuung im Offenen Ganztag (OGS) den Eltern möglichst bald erstattet werden sollen. Dies gilt für die Eltern, deren Kinder derzeit nicht betreut werden können. Sobald als möglich sollen diese Beiträge auch nicht mehr vom Konto abgebucht werden. Dafür brauchen Kreis und Kommunen jedoch noch die politischen Beschlüsse und bitten alle betroffenen Eltern um Geduld und Verständnis.

Personal aufgestockt

Die persönlichen Kontakte zu allen Dienststellen der Behörden auf Stadt- und Kreisebene sollen auf das zwingend Nötige beschränkt werden. „Das Personal hält die wichtigsten Aufgaben des öffentlichen Lebens aufrecht“, sagt Bürgermeister Bernd Poggemöller. Im Löhner Rathaus sei das Personal in den besonders relevanten Bereichen aufgestockt worden. Im Gegenzug bleibe aber die Hälfte der Mitarbeiter daheim, um für den Fall einer Infektion/Quarantäne gewappnet zu sein.

Der Löhner Krisenstab ist im Rathaus bereits in den großen Sitzungssaal umgezogen. Dort ist mehr Platz, um den notwendigen Sicherheitsabstand zwischen den Mitarbeitern zu gewährleisten. „Wir erarbeiten auch neue Personalkonzepte“, sagt Bernd Poggemöller. Viele Mitarbeiter hätten bereits Telearbeitsplätze.

Der Bürgermeister bittet die Löhner, sich nur in besonders eiligen und/oder wichtigen Angelegenheiten an die Verwaltung zu wenden. „Aber bitte, bitte kommen Sie nur zu uns, wenn Sie einen Termin bekommen haben!” Die allgemeine Kontaktaufnahme solle per Telefon (05732/1000) oder per E-Mail an info@loehne.de erfolgen. Alle Ansprechpartner sind auch auf der Homepage unter der Adresse www.loehne.de mit ihren Daten zu finden. Das Kreishaus ist wie folgt erreichbar: Telefon 05221/130, E-Mail: info@kreis-herford.de.

Reglementierung

Alle öffentlichen Veranstaltungen werden untersagt – dazu gehören auch Versammlungen unter freien Himmel. Lediglich Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung der Daseinsfürsorge und Daseinsvorsorge dienen (zum Beispiel Wochenmärkte), können noch stattfinden.

Kontrollen

Die angeordneten Maßnahmen werden überwacht und kontrolliert.

Hochzeiten und Beerdigungen

Für Hochzeiten und Beerdigungen ist die Zahl der Teilnehmenden erheblich eingeschränkt worden. Bei standesamtlichen Trauungen dürfen nur noch das Brautpaar, die Trauzeugen, die Eltern und gemeinsame Kinder anwesend sein. Auch bei Bestattungen wird die Teilnehmerzahl auf den engsten Familienkreis eingegrenzt, teilt die Kreisverwaltung mit.

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Was passiert derzeit eigentlich in den Kitas?

In den Löhner Tagesstätten verschiedener Träger (Kirchenkreis Herford, Kirchenkreis Vlotho, Arbeiterwohlfahrt, Vereine) waren nach Auskunft von Bürgermeister Bernd Poggemöller am Montag 30 Kinder, deren Eltern Anspruch darauf haben, in der Betreuung.

In den fünf Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Löhne – Familienzentrum Gohfeld, In den Tannen, Villa Wannewupp, Mennighüffen und Familienzentrum Löhne-Ort – werden die Mitarbeiter, die nicht zur Betreuung der wenigen Kinder benötigt werden, „andere wichtige Aufgaben in den Kitas erledigen beziehungsweise freigestellt. Einige gehören selbst zu einer Risikogruppe und dürfen nicht mehr weiterbeschäftigt werden.“ Das hat Erwin Tälkers von der AWO-OWL-Pressestelle mitgeteilt.

Für den Kirchenkreis Vlotho, der für vier Kitas (Simeon, Johannes, Tigerente, Tausendfüßler) in Gohfeld zuständig ist, sagte Sprecher Christopher Deppe, dass die Mehrzahl der Mitarbeiter in nächster Zeit Projektarbeiten oder Verwaltungs- und Organisationsaufgaben übernehme. Der Kirchenkreis Herford gab keine Auskunft.

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