Musikschule, Volkshochschule oder Jugendzentren in Löhne bleiben bis auf Weiteres geschlossen Corona: Löhne schließt städtische Einrichtungen

Löhne (LZ/lmr). Auch die Stadt Löhne greift durch. Neben der Musikschule werden von diesem Montag an auch die Jugendkunstschule, die Volkshochschule, das Stadtteilzentrum Raps sowie alle Sporthallen und sämtliche weiteren öffentlichen Veranstaltungs- oder Kulturorte geschlossen bleiben. Ansprechpartner sind per Telefon und Mail erreichbar.

Auch die Musikschule bleibt von diesem Montag an geschlossen.
Auch die Musikschule bleibt von diesem Montag an geschlossen. Foto: Reneé Trippler

Löhnes Bürgermeister Bernd Poggemöller wendet sich in einer Mitteilung an die Löhner, spricht ihnen Mut zu und plädiert für eine solidarische Gemeinschaft in Zeiten einer „noch nicht dagewesenen Ausnahmesituation“.

Bernd Poggemöller sagt: „Ich spreche zunächst ein großes Lob und ein Dankeschön dafür aus, dass so viele Löhner Bürger diese Situation mittragen, sich ihr stellen und Verständnis für die ergriffenen Maßnahmen zeigen.“

Der weitgehende Verzicht auf kulturelle, sportliche oder gesellschaftliche Veranstaltungen, verbunden mit der Schließung der Einrichtungen, stelle eine große Einschränkung des gewohnten Alltags dar. Die hinzu kommende Schließung von Kindertageseinrichtungen und Schulen bereite Eltern noch nie dagewesene Probleme.

Personal in einzelnen Bereich soll aufgestockt werden

Der Bürgermeister: „Ich halte die ergriffenen, drastischen Maßnahmen dennoch für geeignet, die Coronainfektionen einzudämmen. Nur so können wir die Kapazitäten unseres gut funktionierenden Gesundheitssystems für die Menschen aufrecht erhalten, die medizinische Hilfe dringend brauchen. Das sind vor allem auch Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen. Das Leben und die Gesundheit der Menschen stehen an erster Stelle.“ Jeder sei nun mit verantwortlich und könne dazu beitragen, die Ausbreitung zu verlangsamen, um so auch die Versorgung der schweren Fälle in den Krankenhäusern zu gewährleisten.

Auch für die Stadtverwaltung bedeute die Situation eine neue Herausforderung. Täglich tage der Krisenstab, um die von Land und Bund angeordneten Maßnahmen in Zusammenarbeit mit dem Kreis Herford umzusetzen. Es sei nun oberste Priorität von Kreis und Stadt dafür zu sorgen, dass Not-Betreuungsmöglichkeiten organisiert werden.

Zudem werde die Stadt ihr Personal in den Bereichen Abwasser- und Wasserversorgung in den kommenden Tagen verstärken und auch in der Feuer- und Rettungswache prüfen, „wie möglichst ressourcenschonend die Arbeitskräfte eingeteilt werden können“. Beim Standesamt werden die Gäste gebeten, die Gästeanzahl auf unter 20 Personen zu reduzieren.

Poggemöller plädiert für mehr Achtsamkeit

„Mein und unser Anspruch ist gegenwärtig, dass das Rathaus und die anderen Dienststellen ihre Leistungen bis auf Weiteres erbringen können“, sagt Bernd Poggemöller. Daher bittet er, Rathausbesuche bis auf das Nötigste zu beschränken. „Eine Infektion meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefährdet die Leistungsfähigkeit der Verwaltung“, begründet er.

Jeder könne durch persönliche Verantwortung einen Beitrag leisten, weitere Ansteckungen zu reduzieren. „Daher appelliere ich an Sie alle, die sozialen Kontakte in Ihrem persönlichen Umfeld in den nächsten Tagen und sicherlich Wochen auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Konkret spreche ich dabei auch Familienfeierlichkeiten wie Geburtstage an“, teilt Bernd Poggemöller mit. Die Stadt selbst werde auf Hausbesuche zu Jubilarsgeburtstagen oder -hochzeiten vorerst verzichten.

Gebühren-Fragen sollen schnellstmöglich geklärt werden

Der Bürgermeister betont dennoch, dass weder Überreaktionen noch Aktionismus gegenwärtig gute Berater seien und mögliche weitergehende Maßnahmen entschlossen angegangen werden; denn es gebe seitens der Verwaltung noch einige nicht geklärte Fragen. „Die Krise wird erhebliche wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen für Unternehmen und die öffentliche Hand sowie für viele Privatpersonen haben“, sagt Bernd Poggemöller.

Die Abfederung dieser Folgen sei ebenfalls eine Aufgabe von hoher Priorität. Er bittet die Löhner um Verständnis dafür, dass noch nicht alle Fragen im Zusammenhang mit Elternbeiträgen, VHS-, Musikschul- und anderen Gebühren geregelt sind. „Wir bemühen uns um eine Klärung dieser Fragen“, sagt Bernd Poggemöller.

Ausschüsse und Sitzungen für eine Woche unterbrochen

Die Sitzungen des Seniorenbeirates, des Sozialausschusses und des Migrationsbeirates, die in dieser Woche stattfinden sollten, fallen aus und werden später nachgeholt

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