Nachwuchsmusiker des Städtischen Gymnasiums Löhne beeindrucken Zuhörer bei Aula-Konzert
Von zart bis explosiv

Löhne  (WB). Mit einem Probenwochenende in Scharbeutz haben sich das Mittelstufenorchester und weitere Ensembles des Städtischen Gymnasiums Löhne (SGL) auf ihr Aula-Konzert vorbereitet. Das musikalische Ergebnis wurde am Donnerstag von den Besuchern mit stehenden Ovationen und begeisterten Rufen nach einer Zugabe belohnt.

Montag, 09.03.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 09.03.2020, 05:02 Uhr
Christian Tiedemann und Gerhard Sowa teilen sich die Leitung des Mittelstufenorchesters. Dazu gehören etwa 80 Schüler der Jahrgangsstufen sieben bis elf. Das Zusammenspiel haben die Musiker bei einem Probenwochenende intensiviert. Foto: Lydia Böhne

Krankheitsbedingt hatten die Ensembles einige Ausfälle zu beklagen. „Aber, ‚the show must go on‘“, sagte Christian Tiedemann. Mit wissenswerten Informationen zu den Stücken und kleinen Anekdoten führte der stellvertretende Schulleiter durch den Konzertabend. Dass es den Stimmen durch fehlende Instrumentalisten an Volumen fehlte, merkten die Zuschauer angesichts der kraftvollen Stücke nicht.

Vor allem das Mittelstufenorchester mit seinen etwa 80 mitwirkenden Schülern der Jahrgangsstufen sieben bis elf beeindruckte mit einer klanglichen Bandbreite, die von zart bis explosiv alles zu bieten hatte. Die Leitung des Orchesters teilten sich Musikschulleiter Gerhard Sowa und Christian Tiedemann.

„Atlantic Overture“ zur Konzerteröffnung

Konzert des Städtischen Gymnasiums Löhne

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Foto: Lydia Böhne
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Zur Konzerteröffnung spielten die Schüler die „Atlantic Overture“ von Deleruyelle, ein Stück von 2015, das eine Schiffsreise vertont. Auch das folgende Werk sowie ein Großteil der für das Konzert ausgewählten Stücke, stammte aus der Feder des französischen Komponisten Thierry Deleruyelle. „Ich habe ihn bei einem Kongress kennenlernen dürfen“, sagte Christian Tiedemann.

Das Stück „Colors of Time“, das das Orchester neu in sein Repertoire aufgenommen hat, ist eine Originalkomposition für Blasins­trumente. Erst im Januar hatten die Schüler mit den Proben begonnen. Nach dem routinierten Vorspiel die Erleichterung: Premiere geglückt.

Wie sehr die Musiker bemüht sind, sich immer wieder auszuprobieren und weiterzuentwickeln, zeigte auch das Stück „Lonesome Road“. Obwohl es eigentlich für Big Band gemacht ist, wagte sich das Orchester an das musikalische Experiment. „‚Big‘ sind wir mit 80 Leuten ja schon mal“, sagte Christian Tiedemann mit einem Lachen. Auch für diese Darbietung gab es viel Beifall.

Orchester wächst beim Proben zusammen

Als besonders probenintensiv erwies sich in Scharbeutz „On the Fields of Glory“ von Goldsmith. Takt für Takt habe man sich laut Tiedemann an die Filmmusik, die in ihrer Melodie den American Dream vertont, herangetastet. Schon länger im Bestand hat das Orchester das Stück „The Greatest Showman“ – bekannt aus dem gleichnamigen Film.

„Vor allem für die Schüler der siebten Klassen, die neu dazugekommen sind, ist es eine spieltechnische Herausforderung“, sagte Christian Tiedemann. Das Probenwochenende habe dazu beigetragen, als Gruppe zusammenzuwachsen. „Zehn Prozent der Schülerschaft macht zusammen Musik, Sie können sich nicht vorstellen, wie viel Spaß das macht“, ergänzte der Musiklehrer.

Obwohl der Löwenanteil des Konzertes vom Mittelstufenorchester mit starken, pompösen Stücken gestaltet wurde, kamen auch die Streicher-AG und das Querflötenquartett mit ihren zarten Beiträgen zwischendurch toll zur Geltung. Das Querflötenquartett spielte den letzten Satz aus Quartett in G- Dur op. 52. von Luigi Gianella. Ein Werk, das noch in der Vorbereitung ist und in Gänze eine Spiellänge von 30 Minuten umfassen soll.

Streicher spielen bekannte Popsongs

Die Streicher-AG unter der Leitung von David Kennedy hatte die bekannten Popsongs „Viva la vida“ von Coldplay und Michael Jacksons „Thriller“ ausgewählt. Bei der Anmoderation des letzten Solo-Stücks mussten die Besucher schmunzeln: „Eigentlich haben wir in Scharbeutz Jurassic Park vorbereitet, aber die Schüler weigern sich, es zu spielen“, sagte David Kennedy. Also folgte die nicht weniger beeindruckende Filmmusik von „Pirates of the Caribbean“.

Auch in der Kombination glänzten Mittelstufenorchester und Streicher-AG: Vor allem die Musik aus der Aladdin-Neuverfilmung von Walt Disney kam mit ihrem Big-Band-Charakter bei den Besuchern sehr gut an.

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