Der Modelleisenbahnclub Bad Oeynhausen-Löhne veranstaltet die Fahrtage 2020 Nächster Halt: Steinstraße

Löhne (WB). Ihre Leidenschaft sind Lokomotiven. Aber wer hierbei nur an die Spielzeuge für Kinder denkt, irrt gewaltig. Der Modelleisenbahnclub (MEC) Bad Oeynhausen-Löhne veranstaltet am Samstag und Sonntag, 28. und 29. März, jeweils von 10 bis 18 Uhr die Fahrtage 2020, bei denen die selbst gebauten Anlagen von Besuchern bestaunt werden können.

Von Eva-Lotta Dehne
Ihre Leidenschaft sind Lokomotiven und der Bau von Eisenbahnanlagen (von links): Dieter Lorenz, Alexander Wehrmann, Manfred Reinelt, Dieter Schiermeyer, Roland Westerheide, Frank Pollheide, Tim Bekemeier, Jürgen Boelk und Norbert Niedernhöfer.
Ihre Leidenschaft sind Lokomotiven und der Bau von Eisenbahnanlagen (von links): Dieter Lorenz, Alexander Wehrmann, Manfred Reinelt, Dieter Schiermeyer, Roland Westerheide, Frank Pollheide, Tim Bekemeier, Jürgen Boelk und Norbert Niedernhöfer. Foto: Eva-Lotta Dehne

Die Geschichte des MEC begann 1983 in Gohfeld mit zwölf Gründungsmitgliedern. Nach mehreren Umzügen sind die Modelleisenbahner seit dem Frühjahr 2018 in Obernbeck im Haus Steinstraße 13a zu finden. Dort bauen die mittlerweile 30 Mitglieder auf zwei Etagen auf etwa 400 Quadratmetern ihre Anlagen mit viel Liebe zum Detail.

Es gibt auch die Wallücker Bahn

Seit zehn Jahren organisiert der Verein die Fahrtage. „Dann kommt auch mal Bewegung auf die Anlagen. Diese werden sonst nur im November bei der normalen Ausstellung befahren“, sagt Norbert Niedernhöfer, der seit fünf Wochen neuer erster Vorsitzender ist. Ein Höhepunkt der Fahrtage: die Wallücker Bahn als Schmalspuranlage. Die wird vor allem von Vereinsmitglied Jürgen Friese verwirklicht. Seine Frau Irene sorgt für die künstlerische Gestaltung.

Auf 40 Quadratmetern fährt eine LGB Bahn vom Bahnhof Steinstraße. Foto: Eva-Lotta Dehne

Das Original hat von 1894 bis 1937 sowohl Erz als auch Personen von Kirchlengern über Löhne bis zur Wallücke befördert. „Einige kennen das noch oder sind als Kind sogar selbst mitgefahren“, sagt Mitglied Dieter Schiermeyer.

Von elf Haltestellen sind bereits neun gebaut. Die übrigen drei würden leider in der Zeit nicht mehr realisiert werden, erklärt Friese. Die Landschaft wird jedoch mit bekannten Orten ausgestattet, um den Besuchern die Orientierung zu erleichtern. Ebenfalls kann im Erdgeschoss eine etwa 40 Quadratmeter große LGB-Bahn bestaunt werden. „Wir weihen am Fahrtag auf der Anlage offiziell den Bahnhof Steinstraße ein“, sagt der erste Vorsitzende in dem Zusammenhang.

Mitglieder haben viele Ideen

In der oberen Etage können sich die Besucher auf eine Märklin-Bahn freuen. Diese befindet sich noch im Bau. Direkt daneben kann eine detailreiche, jedoch nicht befahrbare N-Anlage betrachtet werden. „Das ist eins der Projekte für die Zukunft“, erklärt Niedernhöfer.

Entworfen wurde die Märklin-Bahn von Frank Pollheide, neuer zweiter Vorsitzender. „Wenn sie fertig ist, können vollautomatische Züge von fünf bis sechs Metern Länge darauf fahren. Am Fahrtag werden es zehn Züge über zwei Etagen gleichzeitig sein.“

Unter anderem wird die Märklin-Bahn dann von Pollheides Neffen Tim Bekemeier bedient. Er ist seit Mai 2019 beim MEC und sein jüngstes Mitglied. „Vor allem das Bauen und das Spielen mit den Lokomotiven macht mir Spaß“, sagt der Zwölfjährige

Jeden Dienstag um 18 Uhr treffen sich die Mitglieder zum Anlagenbau in der Steinstraße 13a in Obernbeck. Interessierte sind bei den wöchentlichen Treffen willkommen. Die Fahrtage werden ebenfalls dort am Samstag und Sonntag, 28. und 29. März, jeweils von 10 bis 18 Uhr veranstaltet.

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