150 Interessierte beteiligen sich in Löhne an einem Workshop zur künftigen Nutzung
Bürger wollen Zukunft des Bahnhofs mitgestalten

Löhne (WB). „Löhne, einsteigen!“ Diesem Ruf sind am Dienstagabend etwa 150 Interessierte gefolgt. Bei einem Workshop im „Alten Wartesaal“ des Löhner Bahnhofs kamen sie miteinander über Ideen für die künftige Nutzung der Immobilie ins Gespräch.

Donnerstag, 05.03.2020, 06:00 Uhr
Die Bereitschaft der Bürger, sich an der Ausgestaltung der künftigen Nutzung des Löhner Bahnhofs zu beteiligen, ist groß. Bei der Auftaktveranstaltung waren 150 Teilnehmer dabei. Foto: Malte Samtenschnieder

„Ich freue mich, dass so viele Menschen unserer Einladung gefolgt sind“, sagte Bürgermeister Bernd Poggemöller. Bereits vor dem Einstieg in die öffentliche Diskussion über ein Nutzungskonzept für den Bahnhof erfreue sich der „Alte Wartesaal“ als neuer Veranstaltungsort im Herzen Löhnes zunehmender Beliebtheit.

„Außer Workshops hatten wir schon mehrere Konzerte hier“, sagte Bernd Poggemöller. Das sei nicht zuletzt dem Verein „Löhne umsteigen – der Bahnhof“ zu verdanken. Seit 2014 hätten die Ehrenamtlichen viel bewegt. Ein Hauptaugenmerk habe auf dem Herrichten des „Alten Wartesaals“ gelegen.

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Workshop zur Zukunft des Löhner Bahnhofs

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  • Workshop zur Zukunft des Löhner Bahnhofs
Foto: Malte Samtenschnieder
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Um die Immobilie, die die Stadt zum Jahreswechsel gekauft hat, professioneller bewirtschaften zu können, wird laut Bernd Poggemöller zum 11. März die Stelle eines Quartierwarts geschaffen. „Diese Stelle wird mit einem Langzeitarbeitslosen besetzt“, sagte der Bürgermeister.

Von dem Workshop erhoffe er sich einen regen Austausch mit den Bürgern. Dass die Stadtbücherei bei der geplanten Transformation in einen „Dritten Ort“ eine wichtige Rolle spiele, sei bekannt. Dass auch das Thema „Mobilität“ große Bedeutung habe, liege auf der Hand.

„Wir hoffen, dass sich – mit Ihrer Hilfe – die verschiedenen Bausteine befruchten, damit es am Ende nicht 1 + 1 = 2, sondern vielleicht 1 + 1 = 3, 4 oder 5 heißt“, betonte der Bürgermeister.

Die wichtige Zentrumsfunktion des Bahnhofs hob Günter Willig, Vorsitzender des Vereins „Löhne umsteigen – der Bahnhof“ hervor. In Kombination mit der Werretalhalle, der Musikschule und dem Findeisenplatz könne hier ein neues Stadtzentrum entstehen. Die Voraussetzungen seien gut.

So habe der Bahnhofsverein mit seinem Engagement den Anstoß gegeben, dass im Stadtrat ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept auf den Weg gebracht worden sei. Zudem sei gewährleistet, dass außer einer Finanzspritze zur Ausarbeitung der Planung für einen „Dritten Ort“ Fördermittel aus dem Programm „Initiative ergreifen“ fließen.

Bahnhof könnte zur guten Stube werden

Dass der Bahnhof das Potenzial hat, zur guten Stube von Löhne zu werden, hob Irene Esser vom Verein „Löhne umsteigen – der Bahnhof“ hervor. „Löhne ist eine junge Stadt, in der sich viele nach wie vor in erster Linie den Ortsteilen zugehörig fühlen, in denen sie leben“, sagte Irene Esser. Ihr Wunsch sei es, dass der Bahnhof zu einem Ort wird, an dem sich alle wohlfühlen und mit dem sich alle identifizieren.

Deshalb sei der Umzug der Stadtbücherei in den Bahnhof ein sinnvoller Schritt. Aus dieser Keimzelle könne ein Ort der Begegnung für alle Altersgruppen, Religionen oder auch ethnischen Gruppen entstehen.

„Das große Pfund des Bahnhofs ist, dass hier tagaus tagein so viele Menschen ein- und ausgehen“, erläuterte Gerald Blome, zuständiger Projektleiter bei der Stadt Löhne. Vor diesem Hintergrund sei der Bahnhof sowohl als Anfangs- als auch als Endpunkt zu sehen. Gerd Blome: „Wir sind bereits dabei, vom Bahnhof eine neue Grünachse Richtung Werre zu entwickeln.“ Als zweite Achse diene der Einzelhandel zwischen Bahnhof und Lübbecker Straße.

Stadt und Verein ziehen an einem Strang

Dass sie sehr erfreut sind, dass die Stadt Löhne und der Bahnhofsverein künftig an einem Strang ziehen, machte sowohl Irene Esser als auch Gerald Blome im Gespräch mit Moderatorin Elke Frauns deutlich.

„Ich hoffe, dass wir von den Teilnehmern des Workshops weitere Anregungen und Ideen erhalten“, sagte Irene Esser. Ihre Hoffnung wurde nicht enttäuscht. Nachdem der Niederländer Aat Vos seine Vision von einem „Dritten Ort“ dargestellt hatte, fanden sich die Teilnehmer in sechs Gruppen zusammen, um viele Ideen zu notieren, die in weiteren Planungen mit einfließen sollen.

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