Gymnasium und Gesamtschule: Schulsanitäter in Löhne erhalten Erste-Hilfe-Rucksäcke
Bereit für den Notfall

Löhne (WB). Anderen bei Unfällen Hilfe zu leisten, ist für diese Schüler selbstverständlich: Die Schulsanitäter der Bertolt-Brecht-Gesamtschule (BBG) und des Städtischen Gymnasiums Löhne (SGL) sind auf Unfälle im Schulalltag vorbereitet. Gesponsert vom Stadtjugendring Löhne und in Kooperation mit dem Jugendrotkreuz (JRK) wurden den Schulsanitätern beider Schulen Erste-Hilfe-Rucksäcke übergeben.

Montag, 02.03.2020, 11:00 Uhr
Kennen sich mit Erster Hilfe aus (von links): Jolina Unterbrink (BBG), Lea Poggemeier (BBG), Alexandra Wolff (BBG), Reinhard Vetters, Antje Vetters, Michaela Feilzer, Nehir Asmin Aggül (SGL), Esta Rasche (SGL), Torsten Stürzebecher (Stadtjugendring), Ole Sudmann (SGL), Ernst Coring (Stadtjugendring) und Yannik Böhm (Stadtjugendring). Foto: Eva-Lotta Dehne

Seit 2017 werden beide Schulen in der Ausbildung vom JRK begleitet

Den Schulsanitätsdienst an beiden Schulen gibt es schon lange. Seit 2017 werden jedoch beide Schulen in der Ausbildung aktiv vom JRK begleitet und können so noch professioneller arbeiten. „Das ist eine Bereicherung für uns. Die Schulen kommen sich so auch näher“, findet Reinhard Vetters, Kooperationslehrer des Schulsanitätsdienstes der BBG. Zwölf Schüler sind dort im Sanitätsdienst aktiv. Mit dem Start des neuen Ausbildungsjahrgangs werden etwa 20 hinzukommen. An der Gesamtschule ist die Ausbildung in das Fach „MINT“ eingebettet. Am Gymnasium sind es 35 „alte Hasen“ und 34 Schüler, die neu ausgebildet werden. Kooperationslehrerin Michaela Feilzer lobte das Engagement der Schüler: „Es ist gut, dass wir den Nachschub an Schulsanitätern haben.“ Am SGL ist der Dienst als eine Arbeitsgemeinschaft angesiedelt, mit wöchentlichen Treffen und einem Mentoring-Programm.

Ehrenamtliche vermitteln Fachwissen

Die Ausbilder der Schulsanitäter kommen vom JRK. Antje Vetters, Armin Schäffer und Timo Hanisch bringen den Schülern in zehn Stunden alles Wichtige über Erste Hilfe bei. In vier Modulen lernen die Schüler, wie sie bei Sportunfällen oder Angst- und Panikattacken Hilfe leisten. Puls- und Blutdruckmessungen werden auch gelehrt. Sogar das Erkennen eines Herz-Kreislaufstillstands oder der Einsatz eines Defibrillators sind Teil der Ausbildung.

Wer nicht ausgebildet ist, darf mit den Rucksäcken nicht arbeiten

Das Material für die Erste Hilfe und noch ein paar Erweiterungen befinden sich in den Rucksäcken. „Die Messgeräte, Beatmungsbeutel oder auch Kühlpads und Verbandsmaterial sind darin enthalten“, sagte Antje Vetters. Die Schüler können nach eigenem Ermessen entscheiden, welche Module sie in der Ausbildung belegen. Dennoch gilt: Wer nicht ausgebildet ist, darf mit dem Material aus den Rucksäcken nicht arbeiten. Ausgebildet ist Lea Poggemeier (16, BBG). Sie ist unter anderem Mitglied der Jugendfeuerwehr und hat sich so auch für die Ausbildung entschieden. Für sie ist der soziale Faktor wichtig: „Ich helfe gern anderen Leuten.“

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