Bürger, Verein und Stadt Löhne gestalten gemeinsam Zukunft des Bahnhofes
„Löhne, einsteigen!“

Löhne (WB). Die Weichen sind gestellt, der Fahrplan steht, die Signale zeigen grünes Licht: „Löhne, einsteigen!“ heißt es am Dienstag, 3. März, von 17 Uhr an im Bahnhof. Dann sprechen interessierte Bürger, der Verein „Löhne umsteigen – der Bahnhof e.V.“ und die Stadt über die Umgestaltung und Entwicklung des Gebäudes.

Donnerstag, 27.02.2020, 07:00 Uhr
Bürgermeister Bernd Poggemöller (von links), Irene Esser und Günter Willig (beide Verein „Löhne umsteigen – der Bahnhof e.V.“ haben sich Anfang Februar vor dem Bahnhof getroffen und über die zuküftige Nutzung und Gestaltung des Gebäudes gesprochen. Die Graffiti an den Wänden sind mittlerweile schon entfernt worden.

Erst Draisine, dann ICE 4

Von der Draisine zum ICE 4 – so ähnlich kommt es auch den Machern der Veranstaltung vor, wenn sie die Entwicklung des Bahnhofes in den vergangenen Jahren betrachten. Vieles sei schon auf den Weg gebracht worden, meint der städtische Projektleiter Gerald Blome. Er hebt dabei ausdrücklich den Verein hervor, der sich mit seinen 200 Mitgliedern schon seit sechs Jahren dafür einsetzt, den Bahnhof anders und besser wirken zu lassen.

Korrekt-Uhr

„Da muss Leben in die Bude“, sagt Vorsitzender Günter Willig. Seit Anfang Januar ist die Stadt Löhne Eigentümerin des Bahnhofs und kann jetzt selbst mitbestimmen und mitgestalten, was an dieser Stelle passiert. Kleinigkeiten sind schon geändert worden: So wurden vor eineinhalb Wochen Graffiti von der Außenfassade entfernt. Auch die Bahnhofsuhr, die nicht die korrekte Zeit anzeigt, wird in Kürze repariert. „Das haben wir schon in Auftrag gegeben“, berichtet Gerald Blome.

Enge Taktung

Er freut sich, dass das gemeinschaftlich erstellte Programm für den 3. März fertig ist. Die Taktung ist eng – wie es bei der Bahn eben der Fall ist. Um 17 Uhr beginnt die Veranstaltung mit einem Rundgang. Bis 20.50 Uhr folgen Vorträge, Interviews, Ideenwerkstatt und Gedankenaustausch.

Verspätungen möglich

Dort dürfte es dann so lebendig zugehen wie auf einem großen Bahnhof – und das alles im Alten Wartesaal. Die Organisatoren sind jedoch zuversichtlich, dass sie den Fahrplan dieses Tages einhalten können – etwaige Verzögerungen und/oder Verspätungen seien jedoch nicht ausgeschlossen. „Wir haben ganz tolle Leute für die Teilnahme gewinnen können“, sagt Günter Willig. Er meint damit vor allem Aat Vos. Der Niederländer hat schon mehrere Bibliotheken und Begegnungsräume gestaltet – unter anderem in Oslo und Helsinki. Auch in Löhne soll die Bücherei demnächst im Bahnhof untergebracht werden.

Weitere Stationen

Nächster Halt ist im März oder April bei einem weiteren Workshop zur Konkretisierung der Ergebnisse vom 3. März – dann wird auch das Nutzungskonzept verabschiedet. Bis Ende 2020 sollen das Raumprogramm erstellt und der Realisierungswettbewerb ausgeschrieben werden. Für 2021 ist dann der Umbau mit erheblichen Fördermitteln vorgesehen.

Hier gibt es Fahrkarten

Wer eine Fahrkarte für „Löhne, einsteigen!“ haben möchte, also am Dienstag an der Veranstaltung teilnehmen will, sollte sich dafür rasch anmelden: Dies ist per Mail an bahnhof@loehne.de oder telefonisch unter 05732/100267 möglich.

Das Programm im Alten Wartesaal

- 17 Uhr: Führung durch den Bahnhof, Treffpunkt: Bahnhofshalle

- 18.10 bis 18.20 Uhr: Interview „Worum es geht – Bahnhof Löhne/Initiative ergreifen/Dritter Ort“ mit Irene Esser vom Verein Löhne umsteigen – Der Bahnhof e.V.“ und Gerald Blome, Projektleiter der Stadt Löhne

- 18.20 Uhr bis 18.30 Uhr: „Einsteigen! Wie wir gemeinsam arbeiten wollen“, Vortrag von Elke Frauns (Büro Frauns, Kommunikation/Planung/Marketing)

- 18.30 bis 19.15 Uhr: Impulsvortrag „Bahnhof Löhne als Ort der Begegnung neu denken“ von Aat Vos (Niederlande), Gestalter von Bibliotheken und Begegnungsräumen

- 19.15 bis 20.30 Uhr: Ideenwerkstatt und gemeinsame Arbeit an sechs Stationen unter dem Titel „Neues entsteht – der Bahnhof Löhne als...“

- 20.30 bis 20.50 Uhr: „Blitzlichter“, Beobachtungen und Erkenntnisse von den Stationen

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