Über die Hälfte der Mitarbeiter in Löhne ist 50 Jahre oder älter – 87 gehen bis 2025 in Ruhestand Die Stadt hat Personalbedarf

Löhne (WB). Die so­genannten Babyboomer – also die geburtenstarken Jahrgänge zwischen 1958 und 1964 – stehen kurz vor der Rente. Doch wie wirkt sich das auf die Stadtverwaltung in Löhne samt Eigenbetrieben aus? 166 Mitarbeiter aus diesen Geburtsjahren sind bei der Stadt einschließlich Eigenbetrieben und Feuerwehr beschäftigt. 87 Mitarbeiter sollen bis 2025 in Rente gehen – das ist in etwa jeder sechste Mitarbeiter der Stadt Löhne.

Von Louis Ruthe
Im Löhner Rathaus werden in den nächsten fünf Jahren einige Stellen frei.
Im Löhner Rathaus werden in den nächsten fünf Jahren einige Stellen frei. Foto: Dominik Rose

Um dem entgegenzuwirken, versucht die Stadt Löhne jährlich acht Auszubildende für die Stadtverwaltung oder die Eigenbetriebe zu gewinnen. Bis 2025 wären das 40 Stellen, die durch Auszubildende besetzt werden könnten. Bleibt ein Defizit von 47 Stellen, die durch die derzeitige Ausbildungsquote – von acht Personen pro Jahr – nicht aufgefangen werden können. 21 Auszubildende sind bei der Stadt Löhne zurzeit in den verschiedensten Bereichen tätig.

Stadt Löhne versucht, mit neuem Konzept Mitarbeiter zu gewinnen

Die Stadt setzt bei der Nachwuchs-Akquise seit Jahren auf neue Wege, um für junge Leute noch attraktiver zu werden. „Neben der Einführung eines Online-Bewerbungsverfahrens nehmen wir auch jährlich an der Ausbildungsmesse ‚Step One‘ teil“, sagt Sarah Suchalla von der Stadt Löhne, auf Nachfrage dieser Zeitung Des Weiteren sei die Stadt Löhne dabei, ihr Praktikanten- und Ausbildungskonzept zu überarbeiten.

„Künftig wird die Stadt Löhne direkt in die weiterführenden Schulen gehen und dort für eine Ausbildung im öffentlichen Dienst werben“, berichtet die städtische Angestellte. Darüber hinaus führe die Stadt Löhne gerade in Kooperation mit anderen Kommunen ein Prozessmanagement ein, um künftig den Wissenstransfer bei Personalabgängen zu erleichtern.

318 Beschäftigte über 50 Jahre alt

Von den 87 geplanten Rentenabgängen bis 2025 stammen 48 Mitarbeiter aus den „Babyboomer-Jahren“. Insgesamt 573 Beschäftigte zählt die Stadt Löhne. Darunter fallen auch Mitarbeiter, die sich bereits in der Ruhephase ihrer Altersteilzeit befinden oder Bundesfreiwilligen-Dienstler.

„Von dieser Zahl ausgehend sind 318 Beschäftigte über 50 Jahre alt beziehungsweise werden in diesem Jahr 50 Jahre alt“, berichtet Sarah Suchalla. Das entspricht einer Quote von etwa 55 Prozent an Mitarbeitern der Stadt, die 50 Jahre oder älter sind.

Bei der Bünder Stadtverwaltung zeigt sich ein ähnliches Bild. Von den insgesamt 487 Mitarbeitern sind innerhalb der Stadtverwaltung 42,9 Prozent über 50 Jahre alt, bei den Kommunalbetrieben Bünde (KBB) sogar 68,1 Prozent. „Bei der Stadtverwaltung treten in den Jahren 2020 bis 2021 fünf Personen in den Ruhestand ein.

Auch in Bünde gehen zahlreiche Mitarbeiter der Stadt in den Ruhestand

Innerhalb der nächsten fünf Jahre – also bis 2024 – gehen insgesamt 30 Personen in den Ruhestand. Bei den KBB gehen bis 2024 22 Personen in den Ruhestand“, informiert Doris Greiner-Rietz, Sprecherin der Stadtverwaltung Bünde. Somit scheiden innerhalb der nächsten vier Jahre mehr als zehn Prozent der Mitarbeiter bei Stadtverwaltung und KBB aus dem Arbeitsleben aus.

Seit 2007 ist dort das Angebot an Ausbildungsplätzen von vier auf 14 2018 und 2019 gestiegen. „Bislang gehen genügend Bewerbungen für die Ausbildungsplätze bei der Stadt Bünde ein, insbesondere für die klassischen Verwaltungsberufe sowie die Ausbildungen an der Feuer- und Rettungswache“, sagt die Stadtsprecherin.

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