124 junge Erwachsene absolvieren Facharbeiterprüfung der industriellen Metallberufe
Ausgebildet, aber nicht ausgelernt

Löhne (WB). Positiv in die berufliche Zukunft dürfen 124 junge Erwachsene schauen. Sie haben an den Berufskollegs August-Griese in Löhne und Leo-Sympher in Minden ihre Facharbeiterprüfung abgelegt. Werner Kreyenmeier, Abteilungsleiter für Metallberufe prophezeit den Absolventen sehr gute Aussichten im technisch-gewerblichen Bereich.

Montag, 03.02.2020, 06:16 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 06:20 Uhr
124 junge Erwachsene haben die Facharbeiterprüfung absolviert. Im Herbst vergangenen Jahres sind die Prüfungsausschüsse der Kreise Herford und Minden-Lübbecke zusammengelegt worden. Die Feierstunde wurde daher erstmalig für das August-Griese- und das Leo-Sympher-Berufskolleg gemeinsam ausgerichtet. Foto: Lydia Böhne

108 Schüler des August-Griese- und 16 Schüler des Leo-Sympher-Berufskollegs dürfen sich über ihren Abschluss freuen. Erstmalig wurde die Feierstunde gemeinsam ausgerichtet, seit im Herbst vergangenen Jahres die Prüfungsausschüsse für die Kreise Herford und Minden-Lübbecke zusammengelegt worden waren. „Ich gehe davon aus, dass nahezu 100 Prozent der Schüler einen Anschlussvertrag in ihrem Ausbildungsbetrieb erhalten haben“, sagte Werner Kreyenmeier.

Vom Azubi zum Ausbilder

Uwe Gößling, Referent für die gewerblich-technische Berufsausbildung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostwestfalen zu Bielefeld lobte in seinen Grußworten, dass alle Auszubildenden die Prüfung bestanden haben. „Sie sind ein besonderer Jahrgang und haben eine gute Gruppenleistung erbracht“, sagte Gößling. Der Referent führte dieses Ergebnis auch auf die gute Vorbereitung zurück. „Möglicherweise möchten Sie ja selbst Ausbilder oder Prüfer werden“, überlegte der IHK-Vertreter.

Die Illusion, dass ausgebildet meint, dass man für sein Leben ausgelernt hat, nahm Frank Schnelle den Absolventen. Der Schulleiter des August-Griese-Berufskollegs mahnte, dass sich die jungen Erwachsenen auch nach Erreichen dieser Etappe künftig in ihrem Beruf fortbilden müssen.

Schnelle zählte darüber hinaus einige Faktoren auf, die eine Weiterbildung aus seiner Sicht unabdingbar machen: „Die Arbeitszeiterfassung wird sie beeinflussen sowie die Digitalisierung, die E-Mobilität und der Protektionismus als Abgrenzung in der Produktion, wie man es bei den USA und China sieht.“

„Die Wirtschaftskraft ist trotz der Umbrüche da“

In wie weit der Brexit die industriellen Metallberufe beeinflussen wird, ist laut Frank Schnelle im Moment noch nicht absehbar. Auch China müsse sich wegen des Coronavirus momentan abschotten. „Einige Geschäftsbeziehungen müssen augenblicklich zurückgestellt werden. Ein Einbruch an so einer Stelle kann natürlich weltwirtschaftliche Auswirkungen haben“, sagte der Schulleiter.

Aufgrund dieser permanenten Veränderungen riet der Schulleiter den Absolventen : „Bleiben Sie am Ball.“ Uwe Gößling ergänzte außerdem: „Die Wirtschaftskraft ist trotz der Umbrüche da. Der Bereich Metall und Elektro hat gut an Fahrt gewonnen.“

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