Als zweite Neugründung geht die „Wohnstadt Löhne“ zum Jahresbeginn an den Start
Stadtwerke Löhne nehmen an Fahrt auf

Löhne (WB). Dass die Stadt Löhne seit dem 1. Januar 2020 zwei neue Töchter hat, erfüllt Bernd Poggemöller mit Stolz. „Die Gründung der Stadtwerke Löhne als Nachfolger der Wirtschaftsbetriebe Löhne ist ein wichtiger Einschnitt“, sagte der Bürgermeister im Gespräch mit dieser Zeitung. Als zweites neues Unternehmen nahm die „Wohnstadt Löhne“ ihre Arbeit auf.

Donnerstag, 09.01.2020, 06:30 Uhr
Als Nachfolger der Wirtschaftsbetriebe Löhne (WBL) haben zum 1. Januar 2020 die Stadtwerke Löhne den Betrieb aufgenommen. Das Logo der neuen Stadttochter ziert bislang vornehmlich Fahrzeuge – wie dieses Auto vor dem Unternehmenssitz am Sonnenbrink. Die alten WBL-Schilder wurden bereits entfernt, neue Stadtwerke-Schilder bislang aber noch nicht montiert. Foto: Malte Samtenschnieder

Der Gründung der Stadtwerke und des Wohnungsunternehmens seien in den vergangenen Monaten etliche Anträge und Prüfungen sowie auch politische Beschlüsse vorausgegangen, die nun ihre Wirkung entfalteten. Ein Ziel der Gründung der Stadtwerke ist laut Bernd Poggemöller, einen zentralen Ansprechpartner für alle Fragen zu schaffen, mit denen sich Grundstückseigentümer auseinandersetzen müssen.

Außer den zuvor bereits unter dem Dach der Wirtschaftsbetriebe Löhne (WBL) versammelten Sparten Wasser und Abwasser sei unter dem Dach der Stadtwerke die neue Unternehmenssparte Energie hinzugekommen. In der Vergangenheit bei den WBL und dem Immobilienservice der Stadt angesiedelte Aufgaben, die mit der Verwaltung der städtischen Wohnungen zu tun haben, seien hingegen in die separate „Wohnstadt Löhne“ ausgegliedert worden.

Stadtwerke erhalten neue Sparte Energie

„Mit der Schaffung der neuen Sparte Energie unter dem Dach der Stadtwerke tragen wir auch dem Klimaschutzkonzept Rechnung“, sagte Bernd Poggemöller. Ein großes aktuelles Thema sei der Erwerb des Nahwärmenetzes im Zentralbereich von Löhne. Über ein Blockheizkraftwerk am Löhner Rathaus würden nicht nur städtische Liegenschaften mit Fernwärme versorgt. Bernd Poggemöller: „Außer dem Rathaus, dem Gymnasium sowie dem Frei- und Hallenbad gehören auch Bruno Kleine und das Ladencenter auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu den Abnehmern.

„Das Blockheizkraftwerk gibt es bereits seit fast 30 Jahren“, sagte der Bürgermeister. Anfangs sei es mit Erdgas betrieben worden. Mittlerweile komme Biomethan zum Einsatz. Für 80 bis 90 Prozent der erzeugten Wärme gebe es bereits Abnehmer. „Das lässt sich aber noch optimieren“, betonte Bernd Poggemöller. Gleiches gelte für die Verwendung des erzeugten elektrischen Stroms. Bislang werde die Energie gegen ein geringes Entgelt anonym in das allgemeine Stromnetz eingespeist. Bernd Poggemöller: „Ich trete dafür ein, dass wir den elektrischen Strom künftig selbst nutzen – beispielsweise für den Betrieb der städtischen Straßenbeleuchtung.“

„Wohnstadt Löhne“ mit schlagkräftigem Team

Wichtige Aufgaben sieht der Bürgermeister auch für die „Wohnstadt Löhne“. Das Unternehmen verfüge über eine „schlagkräftige Truppe“, die ab sofort die Verwaltung der fast 450 städtischen Wohnungen übernehme. Das Team sei nicht nur für Sanierungen im Bestand zuständig, sondern auch für die Schaffung dringend benötigten zusätzlichen Wohnraums. „In einem ersten Schritt sind 14 neue Wohnungen geplant“, sagte der Bürgermeister.

Mit den beiden neuen städtischen Tochterunternehmen sieht Bernd Poggemöller die Stadt Löhne in zentralen Bereichen der allgemeinen Daseinsfürsorge gut aufgestellt. Zudem gebe es unter dem Dach der Stadtwerke Löhne anderweitig nicht zu realisierende Synergien.

„Wie ja bekannt ist, erwirtschaftet die Stadt Löhne durch eine dreiprozentige Beteiligung an der Weser-Westfalen-Energie seit einigen Jahren regelmäßig Gewinne“, sagte der Bürgermeister. Diesem Profit, der aus dem Betrieb des Gas- und Stromnetzes resultiert, stehen unter dem Dach der Stadtwerke Verluste gegenüber, die etwa beim Betrieb des Frei- und Hallenbades anfallen. Unter dem Strich ließen sich so durch das neue Unternehmenskonstrukt Steuern sparen.

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