WBL-Betriebsausschuss: 440.000 Euro Planungskosten veranschlagt Zentrale Energieversorgung für Kläranlage soll erneuert werden

Löhne (WB). Die Kläranlage in Löhne soll 2021 einen neue zentrale Energieversorgung mit Notstromaggregat und Blockheizkraftwerken bekommen, um im Falle eines großflächigen Stromausfalles unabhängig notversorgt werden zu können. Für die Planungen des Projektes sind 440.000 Euro eingeplant.

Von Louis Ruthe
Die Kläranlage in Löhne soll 2021 einen neue zentrale Energieversorgung mit Notstromaggregat und Blockheizkraftwerken bekommen, um im Falle eines großflächigen Stromausfalles unabhängig notversorgt werden zu können.
Die Kläranlage in Löhne soll 2021 einen neue zentrale Energieversorgung mit Notstromaggregat und Blockheizkraftwerken bekommen, um im Falle eines großflächigen Stromausfalles unabhängig notversorgt werden zu können. Foto: Wirtschaftsbetriebe Löhne

Am Mittwoch, 4. Dezember, werden die Mitglieder des Betriebsausschusses der Wirtschaftsbetriebe Löhne (WBL), über die Genehmigung der Planungsmittel entscheiden. Derzeit verfügt die Kläranlage Löhne über zwei Blockheizkraftwerke (BHKW) zur Verwertung des anfallenden Klärgases. »Mit beiden Aggregaten ist eine 100-prozentige Wärmeversorgung und eine 76-prozentige Energieversorgung der Kläranlage möglich«, sagt Hans Kleine, WBL-Geschäftsbereichsleiter Abwasserreinigung.

Das Blockheizkraftwerk 1 stammt aus dem Jahr 2005, das Blockheizkraftwerk 2 aus 2011. Beide Blockheizkraftwerke sind als Containermodule im Bereich des Faulturmes errichtet worden. »Die sanierungsbedürftigen Module sind am derzeitigen Aufstellungsort schwierig durch neue, größere Aggregate zu ersetzen«, sagt Hans Kleine.

Wichtigster Punkt bei der Planung sei die Notstromversorgung der Kläranlage Löhne. Bei der letzten größeren Erweiterungsmaßnahme 1999 ist diese als sogenannte redundante Netzeinspeisung realisiert worden. Das Ringnetz ist so durch eine weitere, separat zu schaltende Stromeinspeisung ergänzt. »Diese kann binnen 15 Minuten ferngeschaltet werden«, sagt Hans Kleine. Diese Art der Vorsorgemaßnahme gewährleiste aber keine Energieversorgung der Kläranlage im Falle eines Stromausfalles.

Planungsbüro muss Expertise besitzen

»Aufgrund dieser Tatsache fordert uns die Bezirksregierung Detmold in den vergangenen Jahren schon zu einer Überarbeitung des Notstromkonzeptes auf«, sagt Hans Kleine. Dieses sehe die Errichtung eines stationären Notstromaggregates zur Absicherung des Kläranlagenbetriebes bei Netzausfall vor. »Wenn die Kläranlage durch einen Stromausfall zu lange still steht, ist die Abwasserreinigung nicht leistbar«, sagt Hans Kleine. Vor allem die Umweltauswirkungen seien dann enorm.

Die hohen Kosten für die Planung des Neubaus entstehen laut Hans Kleine dadurch, dass im Bestand gebaut werden muss und das Planungsbüro eine gewisse Expertise in den Bereichen Blockheizkraftwerk, Notstromaggregat und Kläranlage besitzen muss.

Unter Berücksichtigung dieser Vorgaben und betrieblichen Gegebenheiten haben die Wirtschaftsbetriebe Löhne bereits das Planungsbüro PFI Planungsgemeinschaft aus Hannover mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie zu dieser Problematik beauftragt.

2021 als Ziel zur Realisierung des Baues

Die Studie sieht vor, die Energieerzeugungsanlagen (Blockheizkraftwerke und Notstromaggregat) in einem externen Gebäude außerhalb des Kläranlagengeländes neben dem vorhandenen Zulaufpumpwerk zu errichten. Gleichzeitig können die für dieses Vorhaben nötigen Mittelspannungsschaltanlagen mit in dem neu zu errichtenden Gebäude untergebracht werden.

Auf Grundlage dieser Vorarbeiten und dem Einverständnis der zuständigen Überwachungsbehörden beabsichtigen die Wirtschaftsbetriebe Löhne, die Planungsleistung bis zur Entwurfsplanung auszuschreiben.

Die Umsetzung der Maßnahme könnte nach Genehmigung durch die politischen Instanzen im Jahr 2021 realisiert werden.

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