B61 in Löhne: Nagelsbachbrücke noch nicht abgerissen – Sudbachtalbrücke neu errichtet
Gasleitung und Fels bereiten Probleme

Löhne (WB). Mal läuft’s, mal nicht: Während die Arbeiten des Landesbetriebes Straßen NRW an der B61-Baustelle Sudbachtalbrücke derzeit planmäßig vorangehen, sieht es wenige Kilometer weiter auf der Koblenzer Straße/Mindener Straße zwischen Löhne und Herford im Bereich Nagelsbach ganz anders aus. Denn dort kämpft der Fernleitungsnetzbetreiber Open Grid Europe mit einigen Problemen und bremst damit die Arbeiten aus.

Freitag, 18.10.2019, 03:30 Uhr
4,5 Millionen Euro kostet der Neubau der Sudbachtalbrücke. Das Bauwerk ist fertig. Jetzt werden noch Erdarbeiten erledigt. Zudem muss die Baustraße, vorne rechts im Bild, noch zurückgebaut werden. Tobias Fischer ist zuversichtlich, dass der Verkehr über die Brücke Ende des Jahres wieder fließen kann. Foto: Louis Ruthe

Baustellen B61: Wittel und Sudbachtalbrücke in Löhne

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Foto: Louis Ruthe
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  • Foto: Sonja Gruhn
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»Das Umlegen der Gasleitung am Nagelsbachdurchlass ist ein Zeitfresser«, sagt Tobias Fischer, Leiter der Abteilung Straßenbau von Straßen NRW, Regionalniederlassung OWL.

Da eine der Kurven der Koblenzer Straße in dem Bereich, die als Unfallschwerpunkt gilt, abgeflacht und die Fahrbahn dafür etwa zehn Meter nach Süden verlegt wird, muss die Nagelsbachbrücke abgerissen und ein neuer Durchlass gebaut werden. Bevor jedoch der Abriss erfolgen kann, muss zunächst die dort befindliche Gashochdruckleitung verlegt werden, denn diese läuft derzeit mitten durch den Durchlass.

Felsgestein macht Probleme

»Die Gasleitung muss sieben Meter tief unter das Bachbett«, erläutert Tobias Fischer. Doch dabei gibt es zwei wesentliche Probleme: Zwar gibt es Pläne von der Lage der Versorgungsleitungen, die stimmen jedoch nicht mit den Örtlichkeiten überein. Und dann ist da noch der Baugrund, der aus Felsgestein besteht.

»Das kann nur abgefräst werden, und das führt zu Verzögerungen«, sagt Tobias Fischer. Auch dort, wo der insgesamt 2,2 Kilometer lange Geh- und Radweg entstehen soll, liegt die Ferngasleitung. Fischer hofft, dass das Thema Gasleitung bis November abgearbeitet ist.

Zwar können einige Arbeiten parallel laufen. So werden in dem gesamten Bereich Kanäle und Drainagen verlegt. Dennoch gibt es genügend zu tun. »Die Straße wird abgefräst und die Decke erneuert, der Radweg muss hochgebaut und asphaltiert werden, und im Bereich Heerstraße, wo die Straßensanierung zunächst endet, wird eine Querungshilfe hinter dem Knotenpunkt angelegt«, sagt Fischer.

Für den Radweg mit einer Breite von 2,50 Meter wird eine etwa vier Meter breite Fläche benötigt. Jeweils 50 Zentimeter gehen auf beiden Seiten für die Bankette ab. Dazu kommt noch die Böschungsneigung. Außerdem erfolgt eine Grabenverrohrung. Eigentlich sollen die Arbeiten bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. »Das ist ein sportliches Ziel«, sagt Tobias Fischer. Denn wie sich wieder gezeigt habe, gebe es immer Unwägbarkeiten im Boden, beispielsweise auch unbekannte Leitungstrassen. Insgesamt kostet die Maßnahme 2,3 Millionen Euro.

Sudbachtalbrücke ist fertig

Wesentlich teurer ist dagegen mit 4,5 Millionen Euro der Neubau der knapp 100 Meter langen Sudbachtalbrücke, die im November 2017 mittels einer Sprengung abgerissen worden war. Allerdings gibt es dort positive Nachrichten: Denn die Brücke ist bereits fertig. »Es müssen aber noch Erdarbeiten gemacht werden, beispielsweise an den Enden der Brücke«, sagt Sven Johanning, Sprecher des Landesbetriebes Straßen NRW. Ebenso werde auf der Südseite, also zum Kreisel Wittel hin, auf einem Stück eine Lärmschutzwand errichtet.

Zudem müssten im unmittelbaren Bereich der Brücke noch Entwässerungsarbeiten durchgeführt werden. All diese Arbeiten sollen in den nächsten Wochen erfolgen. »Und die Baustraße muss ebenfalls zurückgebaut werden. Dann können die Straßenbauer kommen, um vor und hinter der Brücke die Straße neu zu machen«, sagt Johanning.

»Das Ziel ist nach wie vor, dass Ende 2019 der Verkehr wieder über die Sudbachtalbrücke fließen kann. Ob das gelingt, ist aber auch abhängig vom Wetter. Bei starkem Regen oder Frost kann nicht asphaltiert werden. Für das Aufbringen der Deckschicht muss die Temperatur bei mindestens fünf Grad liegen«, fügt Sven Johanning hinzu.

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