So ausgelassen feiern die Löhner nur auf ihrem Oktoberfest Ausnahmezustand mit »Aischzeit«

Löhne (WB). Bei den »Aischzeit«-Stadl-Partys tanzen die Gäste auf den Tischen. Die Kultband aus Süddeutschland hebt mit eigenen Versionen von Schlagern die Stimmung nach ganz oben. Die Vorfreude auf die Partys beim 39. Löhner Oktoberfest war wieder groß.

Von Frank Dominik Lemke
Die Kultband »Aischzeit« ist Garant für gute Laune und zünftigen Wies’n-Spaß: Dazu gehören auch Markus Herrmann mit der Gitarre und Roland Filbinger am Mikrofon.
Die Kultband »Aischzeit« ist Garant für gute Laune und zünftigen Wies’n-Spaß: Dazu gehören auch Markus Herrmann mit der Gitarre und Roland Filbinger am Mikrofon.

Auf diesen Moment haben 1700 Gäste lange gewartet. In wenigen Minuten wird die Band »Aischzeit« auf dem Löhner Oktoberfest auftreten. Die Vorfreude auf die Gute-Laune-Party des Jahres ist auf den Gesichtern im ganzen Festzelt zu lesen. Männer in Lederhosen lassen an den Tischen schwere Maßkrüge gegeneinander krachen. Frauen in Dirndl warten vor der Bühne darauf, endlich tanzen zu können.

Dann erklingt eine Stimme aus den Lautsprechern und kündigt donnernd »Aischzeit« an: »100 Prozent Livemusik und 1000 Prozent Spaß«, ruft der Ansager aus dem Off und die Gäste antworten mit Jubel. Sie steigen auf die Bänke, stampfen mit den Füßen und singen »Ladi-ladi-ladi-ladioo«.

Die Band ist noch gar nicht auf der Bühne, und trotzdem steigt die Stimmung schnell nach oben. Dann fällt der Vorhang und das Publikum empfängt die vier »Aischzeit-Buam« mit brandendem Applaus.

»Willkommen im schönsten Festzelt Deutschlands. Willkommen auf dem schönsten Oktoberfest Deutschlands. Willkommen in Löhne«, ruft Sänger Roland Filbinger ins Mikrofon und die Party nimmt jetzt so richtig Fahrt auf. 1700 Gäste vor der Bühne und weiter hinten an den Theken werfen als Antwort die Hände in die Höhe.

Frontmann Filbinger macht Stimmung

»Ist eure Stimmung gut?«, fragt Roland Filbinger, und das Publikum antwortet lautstark mit »Ja«. »Wo sind die Männer?«, fragt Filbinger, und die Männer antworten »Hier«. »Seit 15 Jahren treten wir hier auf, und die Männer sind immer noch überrascht über diese Frage«, sagt Frontsänger Filbinger und fragt noch einmal: »Wo sind die Männer?« Dieses Mal dröhnt ein kräftiges »Hier« durch das Zelt. Dann sind die Frauen dran. »Wo sind die Frauen?«, ruft Filbinger, und er bekommt ein helles, lautes »Hier« als Antwort.

Polonaise durchs ganze Festzelt

So wie die Party anfängt, geht sie weiter. Männer und Frauen haken sich ein und schunkeln gemeinsam, während sie »Que Sera, Sera. Whatever will be« singen. Und dann startet die wohl größte Polonaise des Jahres in Löhne, die durch das gesamte Festzelt geht. Menschen liegen sich in den Armen. Paare drehen sich zwischen Menschentrauben.

»Ist schon verrückt, wie sehr sich die Menschen jedes Jahr wieder freuen«, sagt Veranstalter Michael Müller von M+S Veranstaltungen. Ein besseres Publikum könne er sich nicht wünschen. Alle seien friedlich und fröhlich.

Das bestätigte auch der Sicherheitsdienst »YRN«, der sich auch in diesem Jahr wieder um die Sicherheit bei den »Aischzeit-Stadl-Partys« kümmert: »Die Gäste hier sind einfach klasse. Die feiern einfach bis spät in die Nacht, ohne irgendwelchen Ärger«, sagte Bekir Hezer.

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