Erster großer Klimastreik auf dem Findeisenplatz ist für Freitag, 20. September geplant
#AlleFürsKlima

Löhne (WB). Schülerinnen und Schüler aus Löhne, unterstützt von einem breiten Bündnis von Menschen aus unterschiedlichen Vereinen und Organisationen, streiken am Freitag, 20. September, von 14 Uhr auf dem Findeisen-Platz. Das Motto der Veranstaltung, der ersten ihrer Art in Löhne, lautet »#AlleFürsKlima«.

Samstag, 07.09.2019, 07:25 Uhr aktualisiert: 07.09.2019, 07:30 Uhr
Unter dem Motto »Wende statt Weltende« wird (wie hier in Paderborn) bald auch in Löhne für das Klima gestreikt. Ein breites Bündnis hat sich für die Aktion am Freitag, 20. September, zusammengefunden. Foto: Lukas Brekenkamp

Nicht nur in Löhne wird demonstriert: An diesem Freitag findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens und gegen die anhaltende Umweltzerstörung demonstrieren.

Zahlreiche Teilnehmer haben sich angekündigt

Zu der Veranstaltung in Löhne ruft das Klimabündnis auf, dessen Sprecher Jan Philipp Fründ sich darüber freut, wie breit die Basis des Protests an diesem Tag sein wird. Als Redner werden nicht nur die Schüler von »Fridays for Future« erwartet, sondern auch Thomas Dippert, Kreisvorsitzender des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) in Herford/Minden-Lübbecke, oder Gerold Haug, Initiator für mehr Car-Sharing und optimierten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Auch Karl-Heinz Niehus vom Naturgartenforum OWL schildert die Umweltzerstörung, gegen die Klimaschützer ankämpfen, aus der Sicht eines Biologen.

Sprechen werden auch Friedel Böhse, DGB-Kreisvorsitzender Herford, Stephie Karger, Bezirksvorsitzende von Verdi OWL oder Ulrich Adler vom Klimabündnis Löhne. Barbara Rodi stellt die Friedensfördernde Energie-Genossenschaft Herford vor, Bernhard Adler und weitere Überraschungsgäste werden für Musik bei der Veranstaltung sorgen. Mit dabei sind auch Kirchengemeinden aus Löhne. Der Kreis derjenigen, die sich an diesem Tag engagieren wollen, wächst nach Angaben von Jan Philipp Fründ noch.

Gefordert wird auch schnelles Handeln der Stadtverwaltung

Kohleausstieg bis 2030, 100 Prozent erneuerbare Energieversorgung bis 2035, Nettonull beim Ausstoß von Treibhausgasen ebenfalls bis zu diesem Zeitpunkt – das sind die deutschlandweiten Forderungen der Klimaschützer. Der Klimawandel sei bereits für alle spürbar: Regenwälder brennen, Gletscher schmelzen, die Wetterextreme nehmen zu und die weltweite Temperatur steige.

Aber auch für Löhne gibt es ganz gezielte Forderungen, wie Sprecher Jan Philipp Fründ, ein 29-jähriger Psychologie-Student, erläutert. So gehe es um höchste Priorität bei der Umsetzung des vorhandenen integrierten Klimaschutzkonzeptes. Gefordert werde auch schnelles Handeln der Stadtverwaltung, um eine Verkehrswende herbeizuführen. Straßen müssten für Radfahrer verbessert und sicherer gemacht werden. Der ÖPNV müsse optimiert werden, und Bürger müssten zum Umstieg motiviert werden.

Agrarwende ist das Ziel

Außerdem setzen sich die Klimaschützer auch mit dem Insektensterben und der Zerstörung der Biodiversität auseinander. Ziel ist hier eine Agrar­wende: Bauern als Profis vom Fach sollen dabei in ihrer Aufgabe als Landschaftspfleger und Erhalter der Natur unterstützt werden, anstatt zum Beispiel Fleisch für den Export zu erzeugen. Wenn es um naturnahe Landschafts- und Flächengestaltung geht, können alle Löhner mithelfen: Monotone Gärten mit Stein- und Rasenflächen können einer naturnah gestalteten Umgebung weichen und so auch insektenfreundlicher sein.

Wer die Veranstaltung unterstützen möchte oder Informationen sucht, kann sich unter der E-Mail-Adresse aktion@kbloehne.de an Jan Philipp Fründ wenden.

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