Zustellstützpunkt der Deutschen Post DHL in Löhne erhält Erweiterungsbau
4000 Pakete im Advent

Löhne (WB). Noch bis November sollen nach Plan der Deutschen Post DHL Group die Bauarbeiten an der Bünder Straße 36 in Löhne dauern. Dann ist der neue Standort nach Angaben der Verantwortlichen für zukünftige Herausforderungen gerüstet.

Freitag, 06.09.2019, 16:07 Uhr aktualisiert: 06.09.2019, 16:10 Uhr
Zustellteamleiter Arndt-Keno Althoff sortiert letzte Sendungen: An der Bünder Straße 36 geht es nicht nur um Briefe, sondern auch um Pakete. Immer mehr Leute bestellen Waren im Internet, der Paketversand nimmt deutlich zu. Foto: Wilhelm Adam

»Der Zustellstützpunkt in Löhne platzt aus allen Nähten«, stellt Pressesprecher Rainer Ernzer fest. Sieben bis acht Prozent Wachstum erlebe man derzeit allein durch den digitalen Handel von Waren im Internet. Immer mehr bestellten die Leute online im Netz, und der Paketversand nehme zu.

Erweiterung zwingend notwendig

Pressesprecher Rainer Ernzer (links) und der Betriebsleiter für den nördlichen Bereich in NRW, Thorsten Vogt, vor dem Anbau.

Pressesprecher Rainer Ernzer (links) und der Betriebsleiter für den nördlichen Bereich in NRW, Thorsten Vogt, vor dem Anbau. Foto: Wilhelm Adam

Derzeit unterhält das Unternehmen neben seinem Standort an der Bünder Straße unter anderem eine Zustellbasis an der Kamp­straße – von dort werden derzeit 200 Pakete pro Zusteller und Tag ausgeliefert. »Zudem gibt es vier Briefteilbezirke an der Goethe­straße«, erläutert Ernzer.

Einen neuen Anbau von 270 Quadratmetern Fläche haben die Bauarbeiter gerade eben hinter dem Gebäude an der Bünder Straße hochgezogen. Noch muss eine Wand durchbrochen werden, dann wird auf mehr als 500 Qua­dratmetern eine neue Lagerfläche für Pakete bereitstehen. »Anfang November soll der Anbau rechtzeitig zum Starkverkehr fertig sein«, erklärt Thorsten Vogt, Betriebsleiter für den nördlichen Teil NRW, die Vorgabe des Unternehmens. Unter »Starkverkehr« versteht man bei der Post die Paket- und Postsendungen, die rund um die Weihnachtszeit verschickt werden.

Zum genauen Investitionsvolumen für den Anbau wolle sich der Konzern nicht äußern, stellt Rainer Ernzer fest. Allerdings sei die Erweiterung zwingend notwendig gewesen. Die Menge an Postsendungen werde sich verdoppeln, betont Ernzer. »Hier am Standort haben wir an einem normalen Tag 1800 Pakete, zu Weihnachten rechnen wir mit über 3000.«

Täglich 30.000 Briefe

Auch am Standort an der Kampstraße könnten bis zu 1000 Pakete dazu kommen. 45 Beschäftigte sorgen zudem an der Bünder Straße dafür, dass täglich 30.000 Briefe rechtzeitig ihr Ziel erreichten. »Vier bis fünf Mitarbeiter könnten wir hier am Standort noch gebrauchen«, erklärt Ernzer und meint damit nicht nur zeitlich befristet beschäftigte Hilfskräfte. »Wer gut ist, hat hier auch eine Perspektive«, sagt der Pressesprecher.

Zudem habe das Unternehmen bis 2025 das Ziel, die Kohlendioxidemission seiner Fahrzeuge um 70 Prozent zu senken, erklärte Ernzer. Bis 2050 wolle man den Ausstoß vollständig auf Null begrenzen. »Das geht natürlich nur, wenn auf der letzten Meile E-Fahrzeuge unterwegs sind«, ergänzt Thorsten Vogt.

Über die Möglichkeit, den Standort an der Bünder Straße auszubauen, sei man »sehr froh«, erklärt Ernzer. Jahrelang habe man auch in Bad Oeynhausen nach einem geeigneten Gelände gesucht, ergänzt Vogt, allerdings ohne Erfolg. Wie lange die nun getroffenen Maßnahmen ausreichen werden, könne niemand sagen. Beim Paketversand beobachte man weiterhin eine »steigende Tendenz«. Ob man den Standort in einigen Jahren noch einmal erweitern könne, »müssen wir sehen«, sagt Rainer Ernzer.

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