SC Aquarius rechnet für Neubefüllung und Umsatzeinbußen mit Kosten von 20.000 Euro
Teure Freibadsaison durch Eintrübung

Löhne (WB). Ob sich die Ursache,  die am vergangenen Montag zu der Grünfärbung des Badewassers im Freibad Löhne geführt hat , überhaupt noch feststellen lässt, ist unklar. »Die Schwimmmeister haben leider keine Proben davon genommen«, sagt Burkhard Schröder, Vorsitzender des SC Aquarius, der das Bad in Zusammenarbeit mit der Stadt Löhne betreibt.

Donnerstag, 01.08.2019, 06:30 Uhr aktualisiert: 01.08.2019, 11:38 Uhr
Das Becken des Löhner Freibades ist am Dienstag gereinigt worden und wird derzeit mit Wasser befüllt. Foto: Sonja Gruhn/Archiv

Er selbst habe erst am Dienstag erfahren, dass von der grünen Brühe keine Wasserproben existieren. »Das kann in der Hektik passieren, aber es ist extrem ärgerlich«, fügt Schröder hinzu. Denn das könnte jetzt zu Problemen führen: »Das Gesundheitsamt des Kreises Herford möchte genau wissen, woran es gelegen hat«, sagt Schröder.

Gesundheitsamt war sofort zu informieren

Das Gesundheitsamt sei zudem erstaunt, dass es nicht sofort einen Hinweis bekommen hat. »Die wären gleich gekommen. Es wäre die Aufgabe der Schwimmmeister gewesen, das Gesundheitsamt zu informieren«, sagt Burkhard Schröder.

Er selbst geht inzwischen davon aus, dass es tatsächlich zu einer Algenbildung gekommen sein könnte, hervorgerufen nicht zuletzt durch die hohen Temperaturen.

Wie berichtet, kann das Freibad ohne Zustimmung des Gesundheitsamtes nicht wieder eröffnen. Eigentlich sollte der Badebetrieb am Wochenende wieder weiterlaufen. Inwieweit der Termin zu halten ist, wird sich wohl erst am Freitag herausstellen.

Derweil wird das Becken wieder mit Wasser gefüllt. 2300 Kubikmeter fasst das große Becken mit Nicht- und Freischwimmerbereich. »Wenn das Wasser aus der Leitung kommt, ist es etwa zehn Grad warm, heizt sich dann im Becken aber schnell schon auf 15 Grad auf. Bis zum Wochenende wird es wieder 24 Grad haben«, sagt Burkhard Schröder.

Verschiedene Kosten kommen zusammen

Der Wasseraustausch inklusive Heizkosten sowie Einnahmeverluste durch verlorene Eintrittsgelder und nicht erfolgten Verkauf aus dem Kiosk belaufe sich auf etwa 20.000 Euro.

Das Kinderschwimmbecken war von der Grünfärbung nicht betroffen. Es wird auch nicht mit dem Brunnenwasser befüllt. Jetzt können die Betreiber nur abwarten und hoffen, dass der Badespaß in Löhne bald weitergehen kann.

Kommentare

Herbert Troppelmann  wrote: 01.08.2019 13:28
Nicht nur mit dem Wasser scheint etwas „faul “ zu sein ...
Nicht nur mit dem Wasser scheint etwas „ faul “ zu sein
... öffentliche Bäder müssen !!! jeden Tag mehrmals Wasserproben entnehmen und Messungen durchführen, allein schon, um den PH- und den Chlor-Wert zu bestimmen...
An der „ Darstellung dieser Geschichte “ scheint tatsächlich etwas „faul“ zu sein ...
... wer trägt die Verantwortung für den Fauxpas ?
Die wahre Geschichte hinter dieser Meldung scheint echt interessant zu sein ... Nachhaken lohnt sich mitunter ...
Michael Michaelis  wrote: 01.08.2019 09:08
Keine Proben
Wie kann es sein dass keine Proben genommen wurden?
Mehrere Tage dauerte es doch bis es aufgelaufen war.
Total 2 comments
Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6819219?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514619%2F
Arminia drohen weitere Geisterspiele
Spiel vor leeren Rängen: Arminias Stürmer Fabian Klos (links) und Münchens David Alaba. Foto: Thomas F. Starke
Nachrichten-Ticker