56 Abiturienten in Löhne haben ihre Abschlusszeugnisse erhalten
»Game over« an der Gesamtschule

Löhne (WB). Ein engagierter Jahrgang, der seinen Beratungslehrern nach deren Aussage wenig Probleme bereitete, hat Abschied von der Bertolt-Brecht-Gesamtschule in Löhne genommen. »Game over« lautete das Motto dieses Jahrgangs, die Schulzeit in Mennighüffen ist nun für 34 Schülerinnen und 22 Schüler erfolgreich zu Ende gegangen.

Sonntag, 07.07.2019, 12:00 Uhr
Stolz stellten sich die Abiturienten der Bertolt-Brecht-Gesamtschule in Löhne vor ihrer Abschlussfeier für ein Erinnerungsfoto auf. Dabei umrahmen sie ihre Beratungslehrer Laila Preuße und Dr. Hans-Georg Zwicker, die in der Mitte vorn Platz genommen hatten. Foto: Andrea Berning

Nach dem obligatorischen Abschlussfoto auf dem Schulhof zogen die Schüler feierlich in das Schulgebäude ein, wo schon stolze Eltern und Verwandte warteten. Jahrgangssprecher Sönke Tiesmeier begrüßte die Gäste, bevor Schulleiterin Daniela Gehring das Wort ergriff und das Motto des Jahrgangs in den Mittelpunkt ihrer Rede stellte. »Game over«: Zwar sei die »Spielzeit« an der Gesamtschule zu einem guten Ende gelangt, aber dennoch warteten auf alle Absolventen neue Herausforderungen. »Ein erweitertes Spiel mit vielen neuen Spielpartnern«, sagte Daniela Gehring.

Relaxter Eindruck

Bürgermeister Bernd Poggemöller bewunderte, welch einen relaxten Eindruck die Abiturienten an diesem wichtigen Tag machten. Er erinnerte sie noch einmal daran, wie viele Möglichkeiten ihnen nun mit dem höchsten Abschluss im deutschen Schulsystem offenständen und ermunterte sie dazu, sich auf dem Globus umzusehen. Wichtig dabei sei aber: »Wohin es Sie auch verschlagen wird, ihre Wurzeln sind hier«, sagte Poggemöller und drückte seine Hoffnung aus, dass viele der Abiturienten die guten Möglichkeiten Löhnes nutzen und ihrer Heimatstadt treu bleiben oder wieder zu ihr zurückkehren. Passend dazu sang die Schulband »BeeBeeGees« mit gleich vier Abiturienten auf der Bühne das Lied »Oft gefragt« der Band AnnenMayKantereit mit dem Refrain: »Zuhause bist immer nur du«. Dieses Lied, wie eine Würdigung dessen, was ihre Eltern für die nun erwachsenen Jugendlichen getan haben, wurde von den Abiturienten mit stehenden Applaus belohnt.

Musikalisch wurde die Abschlussfeier nicht nur von den »BeeBeeGees«, sondern auch vom Klassenorchester der 5c und von »Brechts Hausband« begleitet. Unter den zahlreichen Rednern, die vor der Zeugnisvergabe das Wort ergriffen, waren auch die Beratungslehrer Laila Preuße und Dr. Hans-Georg Zwicker. Sie gaben der Hoffnung Ausdruck, dass sich ihre Schüler in Zukunft für den Erhalt der Lebensgrundlagen in Deutschland und weltweit einsetzten. Gerade von Abiturienten werde solch ein Engagement erwartet. Das Leben als Beratungslehrer hätte ihnen dieser Jahrgang leicht gemacht, so die beiden Pädagogen: »Wir hoffen, dass ihr euren Weg findet und mal wiederkommt«, sagten die Beiden.

Auszeichnungen

Folgende Schülerinnen und Schüler erhielten Auszeichnungen: für besonderes Engagement im Jahrgang und in der Vorbereitung für die Abiturfeierlichkeiten: Juma Ramadani, Per David Schomburg, Matthias Schütz, Sönke Tiesmeier; für besondere Leistungen im Fachbereich Mathematik (durch die Deutsche Mathematiker-Vereinigung): Leon Gültekin, Lianna Jafaryan; für besondere Leistungen im Fachbereich Chemie (Abiturientenpreis der Gesellschaft Deutscher Chemiker): Saman Haji Hasan; für besondere Leistungen im Leistungskurs Biologie: Marie Celine Powik; für besonderes Engagement in »Brechts Hausband«: Karin Madita Jahn, Sönke Tiesmeier, Laura Marie Wessel; für besonderes Engagement in der Schulband »Bee­BeeGees«: Robin Neufeld, Tim Noel Peschmann, Clara Schnell, Per David Schomburg; für das Projekt »Wittekindshof: Haus Werre« (Betreuung von Erwachsenen mit Behinderung in ihrer Freizeit): Maurice Budde, Saman Haji Hasan, Lianna Jafaryan, Larissa Koloczek, Tim Noel Peschmann.

Statistik

Zur Statistik: 17,9 Prozent der Abiturientinnen und Abiturienten hatten nach der Grundschule eine Hauptschulempfehlung, 58,9 Prozent eine Realschulempfehlung und 23,2 Prozent eine Gymnasialempfehlung. Einen Migrationshintergrund haben 37,5 Prozent der Schüler, die jetzt die Abiturprüfungen ablegten.

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