Schon vor der Freigabe rollt der Verkehr – Löhner Kreuz soll in Ferien fertig sein – mit Video Verbotene Abkürzung über die B611

Löhne (WB). Die neue Bundesstraße B611 zwischen Löhne und Vlotho nutzen schon etliche Verkehrsteilnehmer, erwischen lassen sollten sie sich dabei aber nicht. Denn erst nach der offiziellen Freigabe am Montag, 15. Juli, dürfen auch sie hier fahren.

Von Rajkumar Mukherjee
Trotz Warnbaken und Schildern sind bereits zahlreiche Verkehrsteilnehmer auf der Knickstraße (B611) zwischen Löhne und Vlotho unterwegs. Das ist verboten, denn bis zur offiziellen Freigabe am 15. Juli dürfen hier nur Anwohner fahren.
Trotz Warnbaken und Schildern sind bereits zahlreiche Verkehrsteilnehmer auf der Knickstraße (B611) zwischen Löhne und Vlotho unterwegs. Das ist verboten, denn bis zur offiziellen Freigabe am 15. Juli dürfen hier nur Anwohner fahren. Foto: Rajkumar Mukherjee

»Die B611 ist noch gesperrt«, sagt Sven Johanning, Sprecher der Regionalniederlassung OWL des Landesbetriebs Straßen NRW. Lediglich die Anwohner dürfen die eigentlich fertiggestellte Fahrbahn in beide Richtungen nutzen: auf der Knickstraße in Löhne und der Witteler Straße in Vlotho-Exter.

Die Sperrung zeigen auch die zahlreichen Absperrbaken und Schilder an, die jeweils an beiden Streckenenden aufgebaut sind: In Löhne aus Richtung Sudbachtalbrücke sowie in Vlotho-Exter am Kreisel mit Zufahrt zur A2. Grund für die Sperrung sind auch wenige Restarbeiten wie an Schutzplanken und am Asphalt.

Auf eigenes Risiko

Das scheint zahlreiche Autofahrer dennoch nicht davon abzuhalten, die neu ausgebaute Strecke als Verbindung zu nutzen, beispielsweise von der A2 nach Löhne. Das machen Verkehrsteilnehmer aber auf eigenes Risiko. »Die Polizei kontrolliert hier«, sagt Sven Johanning.

Freie Fahrt gilt für die Anwohner. Sie müssen die Möglichkeit haben, jederzeit von ihren Grundstücken – und wieder zurück – zu kommen. Streng genommen müssten somit auch Golfspieler, die zum Golf-Club Widukind-Land wollen, noch bis zum 15. Juli andere Strecken nutzen, um zur Anlage zu gelangen.

Unterdessen werden weitere Details zur Feier anlässlich der Freigabe bekannt. Wie berichtet, sollen voraussichtlich NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, sowie Elfriede Sauerwein-Braksiek, Leiterin des Landesbetriebs Straßen NRW, daran teilnehmen.

»Beginn der Feier ist um 15.30 Uhr auf der Strecke. Der Festakt wird auf einer Bühne zwischen der Einmündung Alter Schulweg und dem Kreisel in Exter stattfinden. Nach der Begrüßung und den Reden wird es einen Imbiss an der Mühle Exter geben«, sagt Sven Johanning.

Einsegnung geplant

Es soll übrigens auch wieder eine ökumenische Einsegnung stattfinden, wie schon bei der Feier zur Freigabe der A30 Anfang Dezember 2018. »Das war sehr würdig und gut, und deshalb soll es auch diesmal die Einsegnung geben«, sagt Sven Johanning. Geplant ist, dass wie auch im Dezember der katholische Pfarrer Manfred Pollmeier sowie der evangelische Pastor Ralf Steiner die Einsegnung vornehmen.

Manfred Pollmeier ist Pfarrer der katholischen Gemeinde St. Peter und Paul sowie Leiter des Pastoralen Raumes Werre-Weser. Ralf Steiner ist Pfarrer der Autobahnkirche Exter an der A2 und Leiter der Notfallseelsorge im Kirchenkreis Vlotho. Als Notfallseelsorger ist er auch zuständig für den Bereich der Autobahnpolizei Herford.

Unterdessen steht der genaue Termin für die Freigabe des Löhner Kreuzes noch nicht fest. »Sie wird vermutlich in den Sommerferien sein. Ein Datum gibt es aber noch nicht«, sagt Sven Johanning. Das bestätigte auf Anfrage am Mittwoch auch das NRW-Verkehrsministerium. Die Fertigstellung der Sudbachtalbrücke soll bis Ende 2019 erfolgen. Dann wäre der Lückenschluss zwischen der A2 bei Exter und der A30 bei Löhne/Bad Oeynhausen vollzogen.

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