Löhner Kirchengemeinden feiern ökumenischen Gottesdienst auf Findeisen-Platz
Plädoyer für die Einheit im Glauben

Löhne  (WB). Die Organisatoren des ökumenischen Gottesdienstes der Löhner Kirchengemeinden hatten auf dem Findeisen-Platz Sitzgelegenheiten für 1200 Besucher arrangiert. Dem heißen Wetter war es vermutlich geschuldet, dass am Ende nur 600 den Weg zum Freiluftgottesdienst fanden.

Montag, 01.07.2019, 03:30 Uhr
Die L’Ort Singers unter der Leitung von Viacheslav Zaharov steuern Gesangsstücke bei. Ein gemeinsamer Bläserchor unter der Leitung von Rainer Petrasch sorgt für die weitere musikalische Untermalung des ökumenischen Gottesdienstes. Foto: Lydia Böhne

Die Bänke unmittelbar vor dem Altar, den die Ausrichter vor der Musikschule aufgestellt hatten, blieben nahezu unbesetzt. Die Mehrheit der Besucher hatte sich einen Platz im Schatten gesucht. Mitgebrachte Regenschirme wurden zu Sonnenschirmen umfunktioniert. Während des Gottesdienstes konnten sich die Besucher an den Getränkeständen kostenlos mit Wasser versorgen.

Vorsorglich war auch das Deutsche Rote Kreuz mit einem Fahrzeug vor Ort. Und die Vertreter der beteiligten Kirchengemeinden versuchten, sich mit Schirmen oder Hüten gegen die pralle Sonne zu wappnen. Pfarrerin Anke Starnitzke verschaffte sich mit einem Fächer ein wenig Abkühlung und Pfarrer Rolf Bürgers ließ wegen des blendenden Lichts lieber die Sonnenbrille auf.

Ein Jahr Vorbereitung

50 Jahre Stadt Löhne: Ökumenischer Gottesdienst

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Foto: Lydia Böhne
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Ein Jahr lang hatten die sieben Löhner Kirchengemeinden den ökumenischen Gottesdienst anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Stadt Löhne geplant. Für die musikalische Mitgestaltung waren der Gospelchor L’Ort Singers sowie ein Bläserchor eingeladen worden.

Das Ziel war es, gemeinsam für die Einheit der Christen zu beten und sich im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes als große Christenfamilie zu zeigen. Pastor Enrico Klee wies darauf hin, dass deshalb auch die Gemeinschaft der Jesiden sowie andere Religionsgemeinschaften zum Gottesdienst eingeladen worden waren.

Als biblische Grundlage zu diesem Gedanken bezog sich Pfarrerin Anke Starnitzke in ihrer Predigt auf den Brief Epheser 2. Paulus erzählt davon, wie aus Gästen und Fremdlingen Mitbürger und Gottes Hausgenossen werden. »Auch ich habe mich schon oft in einer evangelischen Gemeinde fremd gefühlt«, sagte Anke Starnitzke.

Damit sich in Zukunft niemand mehr als Fremdling fühlen muss, gilt es laut der Pfarrerin, Hürden abzubauen und einen Raum entstehen zu lassen, in dem Menschen ihre eigenen Glaubensfragen stellen können. »Das Haus Gottes hat auch eine Dachterrasse und einen Garten in dem es wilder zugehen kann«, führte Anke Starnitzke aus.

Kleines Theaterspiel

Mit einem kleinen Theaterspiel übertrugen die Pfarrer und Pastoren die Vorstellung von Einigung auf eine politische Ebene. Das Stück thematisierte den Zusammenschluss der Löhner Gemeinden zur gemeinsamen Stadt Löhne. Nachdem sie sich zunächst gesträubt hatten, kamen am Ende doch alle zusammen. »Alles Schöne gibt’s in Löhne«, sagte Pfarrer Peter Außerwinkler.

Als Geschenk zum Gründungsjubiläum der Stadt durfte Bürgermeister Bernd Poggemöller am Schluss eine Schmuckbibel entgegennehmen. Die Kirchengemeinden hatten sie mit einer persönlichen Widmung versehen.

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