Raum an Tretbecken auf Aqua Magica in Löhne aufgebrochen – Kompressor gestohlen und Pumpe zerstört
Unbekannte demolieren Technikraum

Löhne/Bad Oeynhausen (WB/ret). Die Tretbecken im Aqua-Magica-Park sind seit einigen Tagen leer. Unbekannte sind in der vergangenen Woche in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 28. und 29. Mai, in den dazugehörigen Technikraum eingebrochen und haben unter anderem das Wasser abgelassen und die Wasserpumpe zerstört.

Dienstag, 04.06.2019, 06:30 Uhr aktualisiert: 04.06.2019, 06:46 Uhr
Eines massiven Schlosses haben die Täter die Luke zum Technikraum aufgerbochen, wie Thomas Pest zeigt. Foto: Renée Trippler

Außerdem wurde ein Kompressor gestohlen. Polizei und Kriminalpolizei ermitteln. Der Schaden belaufe sich auf etwa 5000 Euro, sagt Parkwart Thomas Pest. Dafür werde glücklicherweise die Versicherung aufkommen.

Wegen der defekten Pumpe sind die Tretbecken leer.

Wegen der defekten Pumpe sind die Tretbecken leer. Foto: Renée Trippler

Für den Parkwart ist nicht zu erkennen, was die Täter in dem Technikraum gewollt haben – abgesehen von der Zerstörung. »Da ist nichts drin, was sie nutzen können. Das hat ihnen nichts gebracht«, sagt er. Ihm sei am Mittwochmorgen aufgefallen, dass der Technikraum aufgebrochen worden sei. »Sie haben den Kompressor mitgenommen, das Chlor verschüttet und die Pumpe mutwillig kaputt geschlagen«, erinnert er sich. Außerdem hätten die Täter mit dem Hydrantenschlüssel die Becken geöffnet, sodass das Wasser abgeflossen sei.

Hydrantenschlüssel mitgenommen

Den Hydrantenschlüssel hätten die Täter mitgenommen, das macht Thomas Pest am meisten Sorgen: »Ich hoffe, sie wissen nichts damit anzufangen und haben ihn weggeschmissen.« Wenn die Täter wüssten, wie sie das Wasser aufdrehen, könnte das ärgerliche Folgen haben: »Dann habe ich hier unter der Woche alles schön, und am Wochenende ist das Wasser weg.«

Zur Täterermittlung habe die Kriminalpolizei Fingerabdrücke genommen. Parkwart Thomas Pest hat schon einen vagen Verdacht, wie er sagt: Ihm seien ein paar Tage vor dem Einbruch ein paar junge Leute aufgefallen, die er zuvor noch nie auf dem Gelände gesehen habe. Sie seien mit Rucksäcken und einem Auto unterwegs gewesen.

Insgesamt gibt es im Park fünf solcher Technikräume. Der an den Tretbecken sei der abgelegenste, sagt Thomas Pest. In den anderen sei mehr zu holen gewesen, aber auch mehr Publikum und Sicherungsmaßnahmen.

2018 kein Fall von Vandalismus

»Das Schlimmste wäre, wenn sie in den Raum am Wasserkrater eingebrochen wären. Wenn da die Technik kaputt ist, geht das in die Hunderttausende«, sagt er. In den besagten Raum komme man aber nicht so leicht rein. Im vergangenen Jahr hatte Thomas Pest fast keine Probleme mit Vandalismus. Er glaubt, dass das auch damit zusammenhängt, dass Straftäter Sozialstunden im Park ableisten. Etwa 100 Verurteilte Jugendliche und Ältere sorgen mit Thomas Pest für Ordnung und Sauberkeit. Sie gäben das an ihr Umfeld weiter, meint er.

Dank der Zusage der Versicherung zur Regulierung, kann die Pumpe so schnell wie möglich repariert werden. Thomas Pest hat jedoch Zweifel, ob dies noch vor Pfingsten gelingt.

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