Feierliche Eröffnung mit Vertretern von Bund und Land sowie Bürgern geplant
B611: Termin für Freigabe steht

Löhne (WB). Die neue Bundesstraße 611 als Verbindung zwischen Löhne und Vlotho wird knapp ein halbes Jahr früher fertig sein als geplant. Termin für die feierliche Eröffnung ist der 15. Juli. Das hat Andreas Meyer, Leiter der Regionalniederlassung des Landesbetriebes Straßen NRW, am Dienstag bekannt gegeben.

Dienstag, 07.05.2019, 20:11 Uhr aktualisiert: 07.05.2019, 20:14 Uhr
Die rote Linie auf dem Plan, den Andreas Meyer (links) und Florian Farwick halten, markiert den zweiten Bauabschnitt. Foto: Sonja Gruhn

Da es sich um eine Bundesstraße handelt, soll die Eröffnung offiziell gefeiert werden, ähnlich wie die der Nordumgehung, mit Vertretern des Bundes, des Landes sowie von Straßen NRW. So werde Staatssekretär Enak Ferlemann erwartet. Seitens des Landes sei voraussichtlich Verkehrsminister Hendrik Wüst dabei. »Wir hoffen, dass auch die Bürger mit uns feiern«, sagt Andreas Meyer, der zudem Getränke und Bratwürstchen verspricht.

Schutzplanken sollen Mitte Mai errichtet sein

Derzeit sind die beauftragten Firmen noch mit den restlichen Arbeiten beschäftigt. Dazu gehört der Aufbau der Schutzplanken, der durch die Firma »Safe Road« erfolgt. »Sie sollen bis Mitte Mai fertig sein«, sagt Andreas Meyer. »Außerdem werden zur Entwässerung der Ackerflächen die Felddrainagen an den Sammler angeschlossen«, fügt Florian Farwick, seit September 2018 Projektleiter, hinzu.

Ausbesserungsarbeiten am Bankett sollen ebenfalls noch erfolgen sowie Restarbeiten bei den Zufahrten (Firma Bunte) und der Feinschliff des Oberbaus. Inzwischen seien die Arbeiten für die etwa 20 Kilometer lange Fahrbahnmarkierung vergeben. »Sie muss am 7. Juni fertig sein«, sagt Meyer. Die Schilderbauer hätten bis Mitte Juni Zeit für den Aufbau.

Während der erste Bauabschnitt, der eine Länge von 675 Metern plus 200 Meter für die Anschlussäste zur Detmolder Straße und zur Auffahrt der A2 umfasst, bereits nach sechsmonatiger Bauzeit am 23. August 2016 fertiggestellt worden war, wurde mit dem etwa fünf Kilometer langen zweiten Bauabschnitt im Juli 2017 begonnen.

Baumaßnahme kostet 23 Millionen Euro

»Der Planfeststellungsbeschluss für diese Baumaßnahmen erfolgte im Dezember 2012. Wir sind einigermaßen stolz, dass es keine Klagen gab«, sagt Andreas Meyer. Das sei ein Beweis für eine gute Kommunikation zwischen allen Beteiligten und ein Zeichen dafür, dass alle mit dem, was vom Landesbetrieb Straßen NRW geplant worden war, klar gekommen seien und es als vernünftig erachtet hätten.

Mehr als 23 Millionen Euro hat der Neubau der B611 gekostet. Dabei wurden die Kurven der Knickstraße so entschärft, dass in weiten Bereichen mit Tempo 100 gefahren werden könne. »Die Fahrbahn hat eine Breite von acht Metern. Hinzu kommt ein parallel verlaufender Radweg mit einer Breite von 2,50 Metern«, sagt An­dreas Meyer. Für die Neuversiegelung der Gesamtfläche von 6,3 Hektar gebe es Ausgleichsflächen von etwa sieben Hektar. »Mit den Ausgleichspflanzungen beginnen wir ab dem 15. Oktober. Im Sommer macht das keinen Sinn«, sagt Florian Farwick.

Wildzäune und Amphbiendurchlässe

Während bis zu 1,80 Meter hohe Wildschutzzäune auf einer Gesamtlänge von 2000 Metern errichtet wurden, gibt es auch für Amphibien besondere Schutzeinrichtungen. So wurden an den acht Amphibiendurchlässen mit einer Länge von insgesamt 130 Metern sogenannte Amphibienleiteinrichtungen installiert. Jeweils rechts und links der Durchlässe sorgen Metallbleche (1300 Meter Gesamtlänge) dafür, dass die Amphibien nicht über die Böschung auf die Straße gelangen. Ein ausgeklügeltes System führt sie in die kleinen Tunnel hinein.

Für Erdarbeiten seien 182.000 Kubikmeter Boden bewegt worden. 84.000 Quadratmeter betrage die gesamte Fahrbahnfläche, für die Splitmastix verwendet wurde. In Abstimmung mit den Anwohnern seien 485 Meter Lärmschutzwände bis maximal vier Meter Höhe errichtet worden, die lokal dem Schutz einzelner Häuser an der Strecke dienen. »Aber nicht alle wollten diese Maßnahme.« Wo zwischen Fahrbahn und Gebäude nicht viel Platz blieb, wurden Fenster in die Wände eingebaut.

Fertigstellung erfolgt halbes Jahr früher

»Dass wir die Bundesstraße ein halbes Jahr vor dem ursprünglichen Termin für den Verkehr freigeben können, ist eine tolle Leistung der Firmen sowie deren und unseren Mitarbeitern«, sagt Meyer. Allerdings sei auch das trockene Wetter von Vorteil gewesen. »Teilweise mussten wir hier ja sechs bis sieben Meter tiefe Einschnitte vornehmen.«

Bis Ende des Jahres soll dann die komplette Verbindung von der A2 über die Sudbachtalbrücke, deren Fertigstellung im Herbst geplant ist, bis zur A30 über das Autobahnkreuz Löhne, das Ende des Jahres freigegeben werden soll, stehen.

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