Erstes Frühlingsfest auf dem Hof der Schäferei Stücke in Löhne lockt 350 Besucher an
Seltene Pflanzen und österliche Gestecke

Löhne  (WB). Für die sechsjährige Mathilda ist Ostern, wenn die Blumen blühen und bunte Eier am Baum hängen. Beides konnte die junge Besucherin beim ersten Frühlingsfest auf dem Hof der Schäferei Stücke bewundern. Neben bunten Blumen boten die Aussteller auch österliche Dekorationen an.

Montag, 08.04.2019, 06:30 Uhr aktualisiert: 08.04.2019, 09:04 Uhr
Auf dem Hof Stücke ist zum ersten Mal ein Frühlingsfest unter dem Motto »Frühling auf dem Wittel« organisiert worden. Diana Muszynski und ihre Tochter Mathilda (6) aus Löhne schauen sich bei der Veranstaltung nach bunten Blumengestecken um. Foto: Lydia Böhne

»Über einen Flyer haben wir von der Veranstaltung erfahren. Das schöne Wetter hat uns letztendlich heute hierher gelockt«, sagte Diana Muszynski. Gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer Tochter Mathilda schlenderte die Löhnerin über das Hofgelände. »Wir lassen einfach ein bisschen die Seele baumeln und schauen, was es hier so gibt«, ergänzte Diana Muszynski.

Etwa 350 Besucher taten es der Löhnerin gleich und stöberten an den Ständen der 13 Aussteller oder im Hofladen, versorgten sich auf der Deele mit Kaffee und Kuchen oder genossen das sonnige Wetter. »Vermutlich wären es noch mehr Besucher, wenn wir die Veranstaltung auf den Sonntag verlegt hätten«, sagte Michael Stücke. »Aber daraus lernt man, und wir schauen ja immer, was wir noch verändern können«, ergänzte der Schäfer. Eine Wiederholung des Frühlingsfestes sei durchaus denkbar.

Neue Aussteller sind dabei

Zum ersten Mal als Aussteller konnten die Organisatoren Michael Stücke und Jochen Klinge die Gärtnerei Natura Gart aus Ibbenbüren gewinnen. Die Gärtnerei ist unter anderem spezialisiert auf die Bepflanzung von Teichen.

Für das Frühlingsfest hatten Monika Westermann und Conni Adolph von Natura Gart Blumenzwiebeln und Stauden mitgebracht. Neben beliebten Blumen wie zum Beispiel der Narzisse hatten sie auch einige seltene Ableger im Gepäck. »An Ableger der Trichterschwertel sind wir nur per Zufall gelangt. Die Pflanze gehört zu den Sommerblühern und stammt aus dem Süden«, erläuterte Monika Westermann.

Klassische Frühjahrsblumen wie Ranunkeln, Hornveilchen oder Vergissmeinnicht hat Sabina Czischke in Gestecken verarbeitet. Seit dem vergangenen Jahr hat sich die Floristin im alten Fachwerkhaus auf dem Hof Stücke mit einem kleinen Laden eingerichtet.

Einblick in das Hofleben

Wer wissen möchte, wo seine Lebensmittel herkommen und wie sie produziert werden, war am Stand von Konstanze Hachmeister genau richtig. Gemeinsam mit ihrem Mann betreibt sie einen Hof in Löhne, auf dem sie Nudeln, Wurst und Apfelsaft herstellen. »Wir machen das nebenerwerblich. Es ist quasi unser Hobby«, sagte die Lehramtsanwärterin.

»In unserem Apfelsaft ist eine alte Apfelsorte enthalten, und wir halten auf dem Hof eine Schweinerasse, die auch auf der roten Liste steht«, erläuterte Konstanze Hachmeister. Ihr sei vor allem die artgerechte Haltung der Tiere wichtig. »Wir merken schon, dass das Interesse steigt und ein Umdenken stattfindet. Die Leute wollen wissen, woher ihre Nahrung kommt«, ergänzte die Löhnerin.

»Ich finde es toll, dass so eine Veranstaltung die Gelegenheit bietet, einen Hof und das Leben dort kennenzulernen. Vor allem Kinder wissen heute oft gar nicht mehr, woher die Wolle oder das Fleisch kommt«, sagte Besucher Herbert Werkmann.

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