Nach Unfall: Tatverdacht gegen Herforder erhärtet sich
Doch kein Vermisster?

Löhne (WB). Nach der groß angelegten Suche nach dem möglichen Fahrer eines am Sonntagmorgen verunglückten Autos erhärtet sich jetzt der Verdacht, dass der am Unfallort vorgefundene Herforder gefahren sein könnte. Das teilte die Polizei Herford am Montag auf Anfrage mit.

Dienstag, 05.02.2019, 06:00 Uhr
Mit 80 Einsatzkräften und acht Spürhunden wurde am Sonntagmorgen nach einer vermissten Person gesucht. Foto: Feuerwehr Löhne

Nach weiteren Untersuchungen des Unfallfahrzeuges, einem Audi 8E, sowie Ermittlungen des Verkehrskommissariats würden die Spuren derzeit darauf hindeuten, dass doch keine möglicherweise vermisste Person das Auto gefahren haben könnte. »Gegen den auf dem Beifahrersitz angetroffenen Herforder besteht jetzt der dringende Tatverdacht, das Auto gefahren zu haben«, teilte Uwe Maser, Pressesprecher der Polizei Herford, auf Anfrage mit.

Frontal gegen einen Baum gefahren

Wie gestern berichtet, hatten die Einsatzkräfte der Löhner Feuerwehr unter der Leitung von Christian Ehlert nach der Alarmierung um 3.30 Uhr an der Schweichelner Straße ein Auto vorgefunden, das frontal gegen einen Straßenbaum gefahren war. Der 28-jährige Herforder, der auch der Halter des Audi ist, habe zu dem Zeitpunkt schwer verletzt auf dem Beifahrersitz gesessen. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Aufgrund seiner Verletzungen musste der Mann im Krankenhaus bleiben. Lebensgefahr bestehe laut Polizei aber nicht.

80 Einsatzkräfte suchen zweite Person

Weil am Sonntagmorgen zunächst nicht klar war, ob noch eine weitere Person zum Unfallzeitpunkt in dem Auto gesessen hat, wurde die Umgebung mit einem Großaufgebot von Feuerwehr und Polizei abgesucht. 80 Einsatzkräfte, eine wärmebildfähige Drohne der Bünder Feuerwehr, acht Spürhunde – darunter ein speziell ausgebildeter Mantrailer-Hund – der Rettungshundestaffel Osnabrück vom Deutschen Roten Kreuz und der Johanniter-Unfall-Hilfe sowie dem Bundesverband Rettungshunde OWL suchten dabei ein mehrere Quadratkilometer großes Gelände ab. Die Suche wurde nach sechs Stunden erfolglos eingestellt.

Weil beide Frontairbags des Autos ausgelöst waren, was laut Christian Ehlert eigentlich nur passiert, wenn auch beide Plätze zum Aufprallzeitpunkt besetzt sind, mussten die Einsatzkräfte zunächst annehmen, dass mindestens noch eine weitere Person im Unfallwagen gesessen haben könnte.

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