Karl-Heinz Baumann: »Umleitungen auf dem Wittel sind verwirrend«
Viele Wege führen ins Nichts

Löhne (WB). Karl-Heinz Baumann wohnt auf dem Wittel und beobachtet dort täglich kollektive Verwirrung, wie er sagt. Ein Autofahrer habe aus lauter Verzweiflung bei ihm geklingelt: »Der wusste gar nicht, wo er war.« Grund sei die Umleitung an der gesperrten Knickstraße, sagt der Rentner.

Freitag, 01.02.2019, 06:30 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 07:48 Uhr
Karl-Heinz Baumann wohnt auf dem Wittel und beobachtet jeden Tag verirrte Auto- und Lkw-Fahrer. Die Umleitung Richtung Exter und Bad Salzuflen an der gesperrten Knickstraße sei irreführend, sagt der Rentner – besonders für auswärtige Fahrer. Foto: Renée Trippler

Betroffen seien vor allem ortsunkundige Fahrer, die nach Exter oder Bad Salzuflen wollen, sagt Karl-Heinz Baumann. Und von diesen müssten einige über den Wittel. »Die Lkw-Fahrer stehen hier oft herum und telefonieren, weil sie nicht mehr weiter wissen«, sagt er.

Die ausgeschilderte Umleitung an der Kreuzung an der gesperrten Knickstraße führt laut Karl-Heinz Baumann in die Irre. Von der Koblenzer Straße/B61 kommend sind Bad Oeynhausen sowie die Umleitung nach Bad Salzuflen und Exter nördlich in Richtung der A30 ausgeschildert, obwohl am Kreisverkehr wenige 100 Meter weiter nur die Ausfahrt Gohfeld frei ist. Ortsunkundige werden über Herford umgeleitet.

Festes Datum für Fertigstellung gibt es noch nicht

»Die Loher Straße wäre eine vernünftige Umleitung«, sagt Karl-Heinz Baumann. »Stattdessen wird man links zum Kreisverkehr geführt, wo die Ausfahrt Bad Oeynhausen gesperrt ist. Dann fahren die Leute wieder zurück und folgen der Umleitung bis in die Herforder Innenstadt.« Betroffen seien Autofahrer, die nach Bad Oeynhausen, Bad Salzuflen oder Exter wollten. Auf dem Wittel seien auch sehr viele Fahrer aus Osteuropa und Holland unterwegs, sagt Karl-Heinz Baumann.

Sven Johanning, Sprecher des Landesbetriebes Straßen NRW, sagt, es gebe bestimmte Anforderungen an offizielle Umleitungen. Diese würden im Vorfeld immer mit den Kommunen abgestimmt. »Wir haben bislang die Umleitung über Herford ausgeschildert, weil die Loher Straße mal befahrbar war und mal nicht«, sagt Sven Johanning.

Es sei in der Tat möglich, die Knickstraße über die Loher Straße und anschließend die Detmolder Straße zu umfahren. Leute, die sich auskennen, täten das ja auch bereits. Für auswärtige Fahrer habe man die ausgeschilderte Umleitung dennoch beibehalten, weil es zu aufwendig sei, diese zu ändern. Darüber hinaus sei das Problem in absehbarer Zeit erledigt, »weil die Knickstraße im Frühsommer fertig werden soll.« Ein festes Datum für die Fertigstellung gebe es aber noch nicht.

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